Am Bodensee werden neue Uferbereiche für Motor- und Segelboote gesperrt. Urlauber, die gegen die neuen Naturschutzregeln verstoßen, riskieren eine Geldstrafe von bis zu 2.180 Euro.
Am Bodensee werden neue Uferbereiche für Motor- und Segelboote gesperrt. Urlauber, die gegen die neuen Naturschutzregeln verstoßen, riskieren eine Geldstrafe von bis zu 2.180 Euro.
Am Bodenseeufer gelten ab sofort strengere Regeln für Freizeitkapitäne. Der ORF meldet, dass die Fahrverbotszone in der Region um die Stadt Bregenz deutlich erweitert wurde. Wer sie ignoriert, riskiert in Österreich hohe Strafen.
Die Bezirkshauptmannschaft Bregenz hat nach Infos des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ihre Ufer-Verordnung überarbeitet. Die Verbotszone der Verwaltungsbehörde umfasst nun das vergrößerte „Natura 2000“-Schutzgebiet „Mehrerauer Seeufer – Bregenzer Ach“ im Osten des Bodensees.
Das Verbot gilt für Motor- und Segelboote, wie der ORF berichtet. In sensiblen Bereichen wie der Ach-Mündung sind Boote nun hingegen komplett untersagt. Ganz dicht macht die Behörde das Gebiet aber nicht. Ruderboote dürfen weiterhin fahren. Boote des Yacht-Clubs sind im Wocherhafen und an der Liegewiese Mehrerau beim Ein- und Auslaufen erlaubt.
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Auch Rettungs- und Einsatzboote sind vom Verbot ausgenommen, damit sie weiterhin ihre Aufgaben am See erfüllen können. Dasselbe gilt für die Boote des Bauhofs, der für die Instandhaltung der Uferanlagen verantwortlich ist.
Anders sieht es für die Boote der Berufsfischer aus: Hier wurde eine Ausnahme gestrichen, die ursprünglich vorgesehen war. Und auch für alle anderen Motor- und Segelboote gilt ein absolutes Fahrverbot in der Naturschutzzone. Bodensee-Urlauber und Hobby-Kapitäne sollten vor dem Ablegen sichergehen: Verstöße können mit bis zu 2180 Euro Bußgeld geahndet werden.
Die deutsche Osterbilanz aus dem letzten Jahr zeigt, welches Potenzial das lange Osterwochenende für den Tourismus am Bodensee hat. Laut SWR kamen 2025 rund 34.000 Menschen alleine auf die Insel Mainau, fast 40.000 nutzten die „Weiße Flotte“ für Fahrten auf dem größten deutschen See.
Nicht nur der See, auch das deutsche Bodensee-Hinterland profitierte: Am Affenberg Salem etwa wurden über 10.000 Gäste gezählt. Bei mildem Wetter am Osterwochenende könnte sich dieser Trend auch dieses Jahr fortsetzen.