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Sonntag: Zahl der Todesopfer nach Bombenanschlag in Moskauer wohl gestiegen

Дата публикации: 02-08-2026 20:30:14

Nach dem Bombenanschlag in Moskau ist die Zahl der Todesopfer russischen Medien zufolge auf fünf gestiegen. Eine offizielle Bestätigung gibt es nicht.

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Die Polizei sperrt einen Bereich in der Nähe eines Restaurants ab, in dem es zu einer tödlichen Explosion gekommen war.

Ukraine-News

Nach Bombenanschlag in Moskau: Zahl der Todesopfer laut Medienberichten gestiegen

von MDR AKTUELL

Stand: 02.08.2026 22:30 Uhr

Weitere Tote nach russischen Angriffen

Wie die ukrainischen Behörden mitteilten, starben bei russischen Angriffen in der östlichen Region Dnipropetrowsk mindestens zwei Menschen. Ein weiterer russischer Angriff zerstörte ein Postzentrum in der nördlichen Region Charkiw und tötete einen Postmitarbeiter, wie die ukrainische Post mitteilte. (Quelle: AFP)

Tote und Verletzte bei russischem Angriff auf Saporischschja

Bei russischen Luftangriffen auf die ukrainische Großstadt Saporischschja sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 31 Personen seien bei den Explosionen zweier Gleitbomben in der Stadt verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mit. Mehrere Wohnhäuser seien bei dem Angriff beschädigt worden.

In der südukrainischen Stadt Cherson wurde bei einem Drohnenangriff auf ein Auto eine Frau getötet, wie die Regionalverwaltung mitteilte. Zwei weitere Insassen des Wagens wurden dabei verletzt. (Quelle: dpa)

Drohnenreste fallen auf rumänisches Gebiet

Das rumänische Verteidigungsministerium teilte mit, Teile einer von der Ukraine abgeschossenen Drohne seien auf rumänisches Staatsgebiet gefallen. Die Teile seien auf einem Acker niedergegangen und hätten keinen Schaden angerichtet. Der Vorfall habe sich an der Donau-Grenze in der Nähe des Dorfes Periprava ereignet. Das Dorf liegt wenige hundert Meter von der Grenze entfernt. Die Drohne war dem Ministerium zufolge zunächst 20 Minuten lang im rumänischen Luftraum, bevor sie in die Ukraine flog. Woher die Drohne kam, ließ das Ministerium offen. (Quelle: Reuters)

Russland: Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen

In Russland sind infolge ukrainischer Drohnenangriffe mehrere Menschen getötet worden. In Belgorod sowie in der Republik Udmurtien starben nach russischen Medienberichten jeweils drei Menschen, mindestens fünf weitere Personen wurden durch ukrainische Raketen und Drohnen verletzt. Details nannten die Behörden nicht. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte ukrainische Angriffe auf Ziele in Russland. (Quelle: dpa)

Ein ukrainischer Drohnenangriff erreichte auch die mehr als tausend Kilometer von der Front entfernte Region Udmurtien, wo nach Angaben der Regionalgouverneurin Olga Abramow drei Menschen getötet wurden. (Quelle: dpa, AFP)

EU-Mission entert Tanker der Schattenflotte im Mittelmeer

Eine von Italien geführte EU-Mission hat im Mittelmeer einen Tanker der sogenannten russischen Schattenflotte geentert. Damit sollten die Nationalität und die Flaggenregistrierung der "Toa Payoh" überprüft werden, teilte das italienische Verteidigungsministerium mit. Da der Kapitän nicht kooperiert habe, hätten italienische Soldaten von einem Hubschrauber das unter der Flagge Kameruns fahrende Schiff betreten. Der unter EU-Sanktionen stehende Tanker sei westlich der Insel Pantelleria auf der Fahrt von Benin nach Istanbul abgefangen worden. Die EU geht mit Sanktionen gegen Schiffe vor, mit denen Russland Beschränkungen für seine Ölexporte umgeht. (Quelle: Reuters)

Die letzte Stellungnahme des Anti-Terror-Komitees der russischen Föderation ist möglicherweise überholt. Gestern Abend hatte es noch geheißen, dass durch die Explosion in Moskau drei Menschen ums Leben gekommen seien – mittlerweile sollen russischen Medienberichten zufolge zwei weitere ihren Verletzungen erlegen sein, sechs weitere Menschen sollen in kritischem Zustand schweben. (Quelle: dpa)

Update: Anschlag ins Moskau soll laut Medienbericht Luftstreitkräfte-Chef gegolten haben

Der Bombenanschlag in Moskau könnte dem Chef der russischen Luft- und Raumfahrtstreitkräfte, Alexander Chayko, gegolten haben. Das berichtete der ntv-Korrespondent Rainer Munz aus Moskau. Demnach habe Chayko Samstagabend vermutlich seinen 55. Geburtstag in dem Restaurant gefeiert, in dem die Bombe detonierte. Eine offizielle Bestätigung gibt es hierfür bislang nicht.

Das Anti-Terror-Komitee der Russichen Föderation hatte am Samstag mitgeteilt, dass eine Frau versucht hat, mit einem selbstgebauten Sprengsatz das Edel-Restaurant "Balzi Rossi" im Zentrum der Stadt zu betreten. Sie sei aber von einem Sicherheits-Mitarbeiter aufgehalten worden. Kurz darauf sei die Bombe detoniert. Dabei seien die Frau, der Sicherheits-Mitarbeiter und ein Gast des Restaurants getötet worden. Die Behörden nannten weder die Namen der Getöteten oder Verletzten noch machten sie Angaben dazu, wer für die Tat verantwortlich sein könnte. (Quelle: Reuters, ntv)

Erneuter Drohnenangriff auf Online-Versandhändler "Wildberries"

Erneut attackierten ukrainische Drohnen ein Logistikobjekt des größten russischen Online-Versandhändlers Wildberries, diesmal in der Region Samara, wie das Unternehmen mitteilte. In der Folge sei ein Feuer ausgebrochen. Verletzte gebe es nicht. (Quelle: dpa)

Zwei Tote in Engels infolge ukrainischer Luftangriffe

In Russland sind infolge ukrainischer Drohnenangriffe zwei Menschen getötet worden. Zivile Infrastruktur in Saratow und Engels sei beschädigt worden, schrieb der Gouverneur der Region Saratow, Roman Bussargin, bei Telegram, ohne Details zu nennen. In Engels sei ein mehrstöckiges Wohnhaus beschädigt worden und zwei Menschen seien ums Leben gekommen.

In sozialen Medien kursierten nicht überprüfbare Fotos und Videos, die Feuer auf dem Gelände der Raffinerie in Saratow zeigen sollen. Sie war in der Vergangenheit schon oft Ziel ukrainischer Gegenangriffe. In Engels ist einer der größten Luftwaffenstützpunkte in ganz Russland. Von dort steigen immer wieder strategische Bomber auf, um Städte in der Ukraine mit Raketen zu beschießen. Auch Engels war daher schon mehrfach Ziel ukrainischer Gegenangriffe. (Quelle: dpa)

Ukrainischer Soldat mit Fernsteuerung in der Hand, im Hintergrund wird eine Rakete abgefeuert
Moskau meldet 635 abgefangene Drohnen aus der Ukraine

Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau mehr als 600 ukrainische Drohnen abgefangen. Das Ministerium teilte bei Telegram mit, in mehr als einem Dutzend Regionen hätten die russischen Streitkräfte in der Nacht zum Sonntag 635 ukrainische Drohnen "abgefangen und zerstört". (Quelle: AFP)

Drei Verletzte nach russischem Drohnenangriff auf Charkiw

Bei russischen Drohnenangriffen auf die Region Charkiw im Nordosten der Ukraine sind drei Menschen verletzt worden. Das teilte der Gouverneur der Region Charkiw, Oleg Synegubow, auf Telegram mit. Unter den Verletzten seien auch zwei Kinder, ein achtjähriges Mädchen und ein 13-jähriger Junge. (Quelle: Ukrainska Pravda)

Drei Tote bei Bombenanschlag in Moskauer Restaurant

Bei einer Explosion in einem Restaurant in Moskau sind nach russischen Behördenangaben drei Menschen getötet und 21 weitere verletzt worden. Nach Angaben des Nationalen Antiterrorkomitees wurde die Explosion durch einen selbstgebauten Sprengsatz ausgelöst. Demnach kamen eine Frau mit der Bombe, ein Wachmann und ein Restaurantgast ums Leben.

Zu den Hintergründen machten die Behörden zunächst keine Angaben. Medienberichten zufolge war das Restaurant für eine private Veranstaltung reserviert. In sozialen Netzwerken und russischen Medien wurde berichtet, dort habe möglicherweise eine Geburtstagsfeier eines russischen Generals stattgefunden. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es bislang nicht.

Russland ist seit Beginn des Ukraine-Kriegs immer wieder Ziel von Anschlägen. Mehrfach wurden dabei ranghohe Militärs oder prominente Unterstützer des russischen Vorgehens getötet. Ob der Anschlag in Moskau einen politischen Hintergrund hat, ist bislang unklar. (Quellen: dpa, Reuters, AFP)

Die Ereignisse gestern – 31. Juli 2026

Russland hat die Ukraine erneut massiv aus der Luft angegriffen. Nach ukrainischen Angaben setzte Moskau 35 Raketen und 185 Drohnen ein. Im Mittelpunkt stand Kiew. Dort wurden mindestens neun Menschen getötet und 28 weitere verletzt. Wohnhäuser und Gewerbegebäude wurden beschädigt. Autos gerieten in Brand. Russland erklärte, Rüstungsbetriebe und Logistikzentren angegriffen zu haben.

Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj konnte die ukrainische Luftabwehr nur eine von 27 ballistischen Raketen abfangen. Er forderte die westlichen Partner erneut zur Lieferung von Patriot-Abfangraketen auf.

Video: Neun Tote nach schwerem russischen Raketenangriff auf Kiew (1 Min)

Auch aus anderen Regionen wurden Opfer gemeldet. In der Region Cherson wurde eine Frau getötet. Sieben Menschen wurden verletzt. In Nikopol traf eine Drohne einen Kleinbus. Dabei wurden ebenfalls sieben Menschen verletzt.

An der Front im Gebiet Donezk rückten russische Truppen nach ukrainischen Angaben weiter in Richtung Slowjansk und Kramatorsk vor. Moskau meldete zudem die Einnahme zweier Dörfer in den Regionen Charkiw und Saporischschja. Unabhängig bestätigt wurden diese Angaben nicht.

Russland erklärte außerdem, Treibstofftanks im Hafen von Odessa und einen Schlepper im Hafen von Mykolajiw angegriffen zu haben. Die Ukraine meldete ihrerseits die Versenkung eines russischen Frachtschiffs durch Drohnen. Der russische Atomkonzern Rosatom bestätigte den Untergang des Schiffes mehr als 200 Kilometer vor Noworossijsk. Die 17 Besatzungsmitglieder blieben demnach unverletzt.

Ukraine-News am Samstag, 2. August 2026

Guten Tag! In unseren Ukraine-News halten wir Sie weiterhin über die Entwicklungen im Krieg gegen die Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten dazu erscheinen hier im Lauf des Tages.

Die Berichterstattung über den Russland-Ukraine-Krieg ist komplex. Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der russischen und der ukrainischen Konfliktparteien können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden. Es gibt eine Vielzahl von Medienvertretern vor Ort, darunter auch unabhängige Journalisten aus verschiedenen Ländern. Bei der Bewertung von Informationen sind verschiedene Quellen und eine kritische Haltung unerlässlich, um ein möglichst umfassendes Bild zu erhalten. Alles das berücksichtigt der MDR in seinen Berichten über den Russland-Ukraine-Krieg.

Rettungskräfte beseitigen Trümmer und suchen nach Menschen in einem Wohnblock, der von einer Rakete getroffen wurde.

Hintergründe

Der russische Angriff auf die Ukraine

Am 24. Februar 2022 hat Russland die Ukraine überfallen. Doch die ukrainische Armee kann sich halten und konnte Gebiete zurückerobern, der Westen unterstützt sie. Aktuelle Nachrichten und Hintergründe.

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler

Audio | MDR AKTUELL

Was tun, Herr General? – der Podcast

Krieg in Europa. Welche Strategie verfolgt die russische Armee, wie stehen die Chancen der ukrainischen Verteidiger? Einschätzungen der militärischen Lage und der Kriegsfolgen vom früheren NATO-General Erhard Bühler.

Podcast Putins Krieg

Podcast-Reihe

Putins Krieg – die Hintergründe

Russland führt Krieg gegen die Ukraine - Zerstörung, Leid und Flucht. In diesem Podcast bündeln wir Interviews und Berichte rund um den Krieg, seine Folgen für die Welt, Europa und in Deutschland.

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