Eine Niederländerin verließ ihren Campingplatz in der Dordogne nach fünf Tagen. Auslöser waren drei unbeaufsichtigte Nachbarskinder.
Fünf Tage hielt die Familie durch. Dann hängte sie ihren Wohnwagen an und war weg. Was Annelijn aus den Niederlanden aus dem Frankreich-Urlaub trieb, war kein Sturm und kein Partynachbar. Es waren drei Kinder und zwei Eltern, die vieles ein bisschen zu gelassen nahmen.
Camping in Frankreich: Vom Paradies zum Horror-TripAnnelijn wollte diesen Urlaub vor allem eins: Ruhe. Deshalb klang der kleine Naturplatz in der Dordogne wie ein Paradies. Mit ihrem Mann und den Töchtern, sechs und sieben Jahre alt, war die 39-Jährige in die Dordogne gefahren. Viel Natur, wenig Betrieb. Am zweiten Tag rollte nebenan ein Paar mit drei Kindern auf die Wiese. Das Paar schlief morgens gerne aus.

Kochen, Wäsche, Babypflege, alles unter freiem Himmel und in Sichtweite der Nachbarn: Auf den DDR-Zeltplätzen war Privatsphäre eine Frage der Zeltplane.imago stock&people
Die Nachbarn schliefen aus. Ihre Kinder nicht. Morgens um halb acht schickten sie die drei mit einer Stulle nach draußen. Alles Weitere erledigten die Kleinen allein. „Um halb acht standen die Kinder vor unserem Zelt“, zitiert das Frauenmagazin Vriendin die Mutter.
Sie rüttelten am Reißverschluss. Sie riefen, ob drinnen schon jemand wach sei. Sie wollten Papier zum Malen. Und Hagelslag, die Schokostreusel, ohne die in den Niederlanden kein Frühstück auskommt. Tag zwei. Tag drei. Tag vier. Dann hockte der Jüngste, vier Jahre alt, auf einem Stuhl im Vorzelt und machte sich über eine Packung Kekse der Familie her.
Annelijn stellte die Nachbarn zur Rede. Was sie zu hören bekam, treibt die Camping-Gemüter bis heute um: „Ach, auf dem Campingplatz erzieht man sich doch ein bisschen gemeinsam?“ Am fünften Tag war Schluss. Kupplung dran, Platz gewechselt. Am neuen Standort, erzählt sie, ließen sich die Nachbarskinder frühestens gegen elf blicken.
Beim DDR-Campen war Erziehung keine Eltern-SacheCamping war in der DDR kein Nischenvergnügen. Rund 530 staatliche Zeltplätze gab es in den Achtzigerjahren, über zwei Millionen Menschen nutzten sie pro Jahr. 1989 waren es mehr als 2,5 Millionen, das entsprach etwa 12,5 Prozent der DDR-Bevölkerung. Wer damals dabei war, erzählt heute vor allem eines: Die Kinder gehörten dem ganzen Platz. Sie zogen von Zelt zu Zelt, aßen dort, wo gerade Kartoffeln fertig wurden, und kassierten von jedem Erwachsenen einen Rüffel, der einen für nötig hielt.
Der Satz der Nachbarn ist dann nicht absurd. Er trifft ziemlich genau das, was den Zeltplatz jahrzehntelang vom Hotel unterschied. Aber es gibt einen Unterschied. Mitgucken heißt: eingreifen, wenn etwas passiert. Abgeben heißt: die Aufsicht bei jemand anderem ablegen.
Was denken Sie? Ist Erziehung beim Camping Gemeinschaftssache? Schreiben Sie uns an leser-bk@berlinerverlag.com.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Daphne (36) vlucht met gezin voor Franse bosbranden: 'Er was veel paniek' | 0 | 9.01 | 25-07-2026 |
| 2 | Feuer-Hölle in Südeuropa - Was deutsche Urlauber jetzt wissen müssen | 0 | 14.55 | 28-07-2026 |
| 3 | СМИ: на юге Франции около 2,7 тыс. человек эвакуированы из кемпингов из-за лесного пожара | 0 | 0 | 15-07-2019 |
| 4 | Franklin mother, children safely return home after wildfire scare in France | 0 | 7.26 | 02-08-2026 |
| 5 | CNews: актер Джордж Клуни и его семья покинули дом во Франции из-за пожаров | 0 | 19.73 | 30-07-2026 |
| 6 | СМИ: в полиции Франции заявили об опасности, исходящей от чеченской общины в стране | 0 | 0 | 17-06-2020 |
| 7 | Тысячи французов эвакуировали из-за лесных пожаров | 0 | 5 | 03-07-2026 |
| 8 | Los empresarios del polígono Alameda denuncian una acampada en una zona verde | 0 | 7.2 | 12-08-2026 |
| 9 | Трое членов одной семьи ушли под воду на глазах у отдыхающих в Европе | 0 | 10 | 19-08-2026 |