Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Sprengsatz-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle: Was zum Angriff bisher bekannt ist

Дата публикации: 05-08-2026 16:15:00

Ein Mitarbeiter entdeckt nachts eine Drohne auf der Startbahn, Bundespolizisten entfernen den Zünder, Terror-Ermittler übernehmen. Der Stand der Dinge.

Основное содержимое страницы с новостью.

Es ist ein Mitarbeiter des Flughafens Leipzig/Halle, der in der Nacht zum Mittwoch auf der Start- und Landebahn „Südpiste“ etwas liegen sieht, das dort nicht liegen darf: eine Drohne. An dem Fluggerät war nach Angaben des Landeskriminalamts (LKA) Sachsen eine Sprengvorrichtung angebracht. Spezialisten der Bundespolizei rückten an und entfernten den Zünder.

Drohne wird sichergestellt und durchleuchtet

Was genau in dieser Vorrichtung steckte, ist laut LKA bislang nicht geklärt. Die Drohne wurde sichergestellt und mit einem Röntgengerät durchleuchtet.

Flugbetrieb: „Nordpiste“ noch in der Nacht wieder frei

Für Reisende ist die Lage nach Behördenangaben inzwischen entspannt. Nach dem Fund stand der Flugbetrieb zunächst komplett still. Nach einer umfassenden Kontrolle des Geländes gaben die Einsatzkräfte die „Nordpiste“ noch in derselben Nacht wieder frei. Die „Südpiste“ wäre am Mittwoch ohnehin nicht genutzt worden – sie war für Wartungsarbeiten eingeplant.

Ein Sprengroboter ist in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs auf dem Flughafen Leipzig/Halle im Einsatz. Die sächsische Polizei hat die Ermittlungen zum nächtlichen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle übernommen.

Ein Sprengroboter ist in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs auf dem Flughafen Leipzig/Halle im Einsatz. Die sächsische Polizei hat die Ermittlungen zum nächtlichen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle übernommen.

© Hendrik Schmidt/dpa

„Es besteht keine Gefahr für Leib oder Leben“ von Passagieren oder Beschäftigten, teilten die Ermittler mit. Der Passagierverkehr sei nicht beeinträchtigt.

Terror-Abwehrzentrum ermittelt – politische Motivation nicht ausgeschlossen

Den Fall führen inzwischen die Generalstaatsanwaltschaft Dresden und das Polizeiliche Terrorismus- und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ), das im sächsischen LKA sitzt. Dass hinter dem Vorfall ein politisches Motiv stecken könnte, schließen die Ermittler ausdrücklich nicht aus. Begründet wird die Zuständigkeit auch damit, dass ein Flughafen dieser Größe zur kritischen Infrastruktur zählt.

Die Bedrohungslage in Deutschland hat eine neue Qualität erreicht.

--- Burkhard Jung (SPD), Oberbürgermeister Leipzig

Sachsens Innenminister Armin Schuster (CDU) sprach von einem „sehr ernsten Sicherheitsvorfall“.

Zweites Flugobjekt: Frachtflugzeug landet mit Schäden in Hannover

Offen ist, warum ein weiteres, mutmaßliches Flugobjekt gesichtet worden war. Weil die Landebahn daraufhin gesperrt wurde, musste ein Frachtflugzeug durchstarten – dabei kam es nach Angaben der Behörden zu einer Kollision. Nach der Landung in Hannover stellten Techniker leichte Beschädigungen an der Maschine fest. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte, dass die Maschine anscheinend mit etwas zusammengestoßen sei.

Ob dieses Objekt und die Drohne mit der Sprengvorrichtung zusammenhängen, ist bislang unklar. Der Leipziger Polizeisprecher Olaf Hoppe wies darauf hin, dass Unbefugte nicht einfach auf das Rollfeld gelangen – es liege deshalb nahe, dass das Gerät aus der Luft dort gelandet sei.

Ukrainische Antonow-Flotte steht komplett in Sachsen

Gefunden wurde die Drohne nach Angaben aus Sicherheitskreisen in der Nähe einer ukrainischen Transportmaschine des Typs Antonow AN-124. Das Luftfahrtunternehmen Antonow ist seit 2006 mit einer Wartungsbasis am Flughafen Leipzig/Halle vertreten und hat seine Flotte infolge des russischen Angriffskriegs vollständig an den sächsischen Airport verlegt. Sechs Maschinen sind dort stationiert. Ein neuer Wartungshangar entsteht derzeit, fertig werden soll er in der ersten Hälfte des Jahres 2027.

Der ukrainische Botschafter in Deutschland, Oleksii Makeiev, vermutet Russland hinter dem Vorfall – ein Verdacht ohne behördliche Bestätigung. „Aber wer könnte es noch sein außer Russland?“, sagte er dem Nachrichtensender Welt-TV. Die Ermittler äußern sich zu möglichen Urhebern bislang nicht.

Auch Berlin wartet noch auf Drohnenabwehr

Politischen Druck erzeugt der Fall vor allem bei einer offenen Baustelle: Der Flughafenverband ADV verlangt, die zugesagten Systeme zur Erkennung und Abwehr von Drohnen endlich zu installieren. „Drohnenabwehrsysteme müssen jetzt schnellstmöglich installiert“ und einsatzbereit gemacht werden, forderte Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel. Nach Verbandsangaben warten neben Leipzig/Halle auch die Flughäfen in Berlin, München, Düsseldorf, Stuttgart, Hamburg und Köln/Bonn auf die Ausstattung.

Ein Kriminaltechniker ist in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs auf dem Flughafen Leipzig/Halle im Einsatz. Nach dem nächtlichen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle haben Spezialisten der Bundespolizei eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung entschärft.

Ein Kriminaltechniker ist in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs auf dem Flughafen Leipzig/Halle im Einsatz. Nach dem nächtlichen Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle haben Spezialisten der Bundespolizei eine Drohne mit einer Sprengvorrichtung entschärft.

© Hendrik Schmidt/dpa

Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) wurde grundsätzlicher: „Die Bedrohungslage in Deutschland hat eine neue Qualität erreicht.“ Bund und Länder müssten dem auch finanziell stärker Rechnung tragen.

Vorgeschichte: Brandsatz im Juli 2024 – Zusammenhang offen

Es ist nicht der erste schwere Vorfall an diesem Standort. Im Juli 2024 geriet im DHL-Logistikzentrum Leipzig ein Paket mit einem Brandsatz in Brand – am Boden, nicht in der Luft. Ob es eine Verbindung zum aktuellen Fall gibt, konnte das Bundesinnenministerium nicht sagen.

Und Drohnensichtungen haben den Flugverkehr in Deutschland in den vergangenen Jahren wiederholt gestoppt, in Leipzig wie im vergangenen Herbst in München. Damals richtete der Bund bei der Bundespolizei ein Gemeinsames Drohnenabwehrzentrum ein, in dem sich Bund und Länder abstimmen.

Wie ist Ihre Meinung dazu? Bitte schreiben Sie uns: leser-bk@berlinerverlag.com

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Mitarbeiter fängt Drohne ab – erst später wird Gefahr klar08.9305-08-2026
2Täter frei, Drohne verschwunden: Was bleibt vom Drohnen-Schock in Leipzig/Halle?010.8614-08-2026
3Flüge umgeleitet: Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig – mögliche Sprengstoffladung07.6605-08-2026
4Leipzig/Halle: Video zeigt Sprengstoffroboter auf Rollfeld08.8905-08-2026
5Flughafen Leipzig/Halle: Die Drohne war eine fliegende Bombe09.4205-08-2026
6Zentralisieren oder nicht? Diskussion über Drohnenabwehr011.6707-08-2026
7Dobrindt über Drohnenvorfall: „Hybrides Anschlagsszenario”07.9705-08-2026
8Nach dem hybriden Angriff: Wie sich der Flughafen Leipzig gegen Drohnen wappnet08.3109-08-2026
9Sprengstoff-Drohne in Leipzig: Steckt Russland dahinter?021.1606-08-2026
10Flughafen Berlin-Tegel in Bildern012.3121-07-2026

Классификация: Происшествия. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 15.09. Источник: www.berliner-kurier.de.