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Tegut: Rewe übernimmt bis zu 40 Filialen nach Migros-Rückzug

Дата публикации: 16-04-2026 09:32:00

Tegut-Mutter Migros zieht sich aus Deutschland zurück und verkauft mehr als 300 Supermärkte. Nachdem Edeka bereits zugeschlagen hatte, will sich nun auch Rewe 40 Filialen sichern. Kartellrechtler sehen die geplanten Übernahmen kritisch.

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Der Lebensmittelhändler Rewe plant, bis zu 40 Filialen der Supermarktkette Tegut zu übernehmen. Wie das Unternehmen gegenüber der Nachrichtenagentur DPA erklärte, wurde ein entsprechender Vertrag mit dem Mutterkonzern Genossenschaft Migros Zürich unterzeichnet. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Freigabe durch das Bundeskartellamt.

Gibt die Behörde grünes Licht, will Rewe den Großteil der 40 Tegut-Märkte selbst betreiben, die übrigen sollen an die Discountertochter Penny gehen. Zum Kaufpreis äußerte sich das Unternehmen ebenso wenig wie zu den betroffenen Standorten. Den Beschäftigten will Rewe ein Jobangebot machen. Die meisten Tegut-Filialen befinden sich in Hessen.

Auch Edeka interessiert sich für Tegut-Supermärkte

Migros hatte kürzlich angekündigt, sich aus Deutschland zurückzuziehen und Tegut verkaufen zu wollen. Edeka hatte unlängst erklärt, 200 der insgesamt gut 300 Märkte der Kette übernehmen zu wollen. Das Geschäft bedarf ebenfalls einer Zustimmung des Kartellamtes. Auch Aldi Nord interessiert sich nach Informationen der DAP für einzelne Standorte. Migros hatte bereits im März bekannt gegeben, mit Rewe zu verhandeln.

Die Marke Tegut soll aufgegeben werden. Unklar ist bislang, wie viele Märkte bestehen bleiben. „Die Filialen werden zu größten Teilen an andere Lebensmitteleinzelhändler verkauft“, heißt es im Jahresabschluss der Genossenschaft Migros Zürich. Durch die Schließung zahlreicher Standorte hätte ansonsten der Verlust von mehr als 4500 Arbeitsplätzen gedroht, hieß es.

Kartellrechtler kritisieren Marktmacht der Handelsketten

Rechtsexperten wie Rupprecht Podszun sehen die geplanten Übernahmen kritisch. Der Kartellrechtler der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf beklagt eine zu hohe Marktmacht der großen Handelsketten in Deutschland. Er erwartet eine besonders intensive Prüfung durch das Kartellamt. Podszun hält es sogar für möglich, dass die Behörde die Vorhaben ganz oder teilweise untersagt.

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