Die CDU unter Friedrich Merz muss mit ansehen, wie der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. Die Probleme könnten die gesamte Partei bedrohen.

Wahlkampf an der Ostsee mit Peters, Merz und Amthor: Vielseitige Gründe für Abstieg. Foto: REUTERS
Berlin. Als Kandidatin für den Wahlkreis Vorpommern-Rügen wusste Angela Merkel, wie sie ihre politische Heimat treffend beschreiben konnte. „Da bleibt man mit den Füßen auf der Erde“, sagte sie als Bundeskanzlerin bei einem ihrer vielen Auftritte zum politischen Aschermittwoch im kleinen Ort Demmin.
An diesem Sonntag haben die Wahlberechtigten in Mecklenburg-Vorpommern der CDU den Boden unter den Füßen weggezogen. Die Landespartei ist abgestürzt. Nicht einmal fünf Prozent der Menschen gaben ihr ihre Stimme. Damit ist sie nicht einmal mehr im Landtag vertreten. So wenig Zustimmung hat die CDU noch nie bei einer Landtagswahl erfahren. Die Folgen für die Bundespartei werden nicht minder einschneidend sein.
Seit vielen Jahren geht es für die CDU in Mecklenburg-Vorpommern stetig bergab. Bei der ersten freien Wahl 1990 kam die Partei noch auf fast 40 Prozent – Angela Merkel erzielte als Bundestagskandidatin ein ähnlich gutes Ergebnis. 2006 waren es unter Kanzlerin Merkel keine 30 Prozent mehr. Zehn Jahre später rutschte die Partei erstmals unter die 20-Prozent-Marke. 2021 waren es nur noch 13,3 Prozent. Und seit Friedrich Merz in Berlin regiert, geht es weiter bergab.
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