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DeepL: Übersetzung zeigt Emotionen

Дата публикации: 15-09-2026 14:30:00

Nach einem schmerzhaften Stellenabbau setzt der Übersetzungsspezialist DeepL verstärkt auf KI-Lösungen für Firmenkunden, die auch den Tonfall berücksichtigen sollen. Wie der Kölner KI-Vorreiter sich gegen große US-Konkurrenten behaupten will.

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KI-Lösungen für Firmenkunden DeepL: Übersetzung zeigt Emotionen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Nach einem schmerzhaften Stellenabbau setzt der Übersetzungsspezialist DeepL verstärkt auf KI-Lösungen für Firmenkunden, die auch den Tonfall berücksichtigen sollen. Wie der Kölner KI-Vorreiter sich gegen große US-Konkurrenten behaupten will.

DeepL baut seine Technologie zur Sprachübersetzung in Echtzeit aus. So sollen nicht nur gesprochene Wörter übersetzt, sondern auch der individuelle Klang der Stimme sowie Tonfall, Sprechtempo und Emotionen transportiert werden.(Bild:  Canva / KI-generiert) DeepL baut seine Technologie zur Sprachübersetzung in Echtzeit aus. So sollen nicht nur gesprochene Wörter übersetzt, sondern auch der individuelle Klang der Stimme sowie Tonfall, Sprechtempo und Emotionen transportiert werden.

(Bild: Canva / KI-generiert)

Das Kölner KI-Startup DeepL baut seine Technologie zur Sprachübersetzung in Echtzeit deutlich aus. Mit neuen Sprachmodellen für die Anwendung DeepL Voice will der deutsche KI-Vorreiter nicht mehr nur gesprochene Wörter übersetzen, sondern auch den individuellen Klang der Stimme sowie Tonfall, Sprechtempo und Emotionen über Sprachgrenzen hinweg bewahren. Damit will sich das Kölner Unternehmen gegen die Konkurrenz von US-Technologiekonzerne wie Microsoft, OpenAI und Google behaupten.

Bechtle wird einer der größten Deepl Vertriebspartner in Europa. Zudem soll Deepl Pro auch innerhalb der Bechtle Gruppe integriert werden. (Bild: Canva / KI-generiert) Echtzeit-Sprachübersetzung mit eigener Stimme

Bislang lieferte die vor gut einem Jahr gestartete Lösung vor allem Untertitel in Videokonferenzen. Nun rückt die direkte Voice-to-Voice-Übersetzung ins Zentrum: Eine neu vorgestellte Desktop-App für Windows und Mac klinkt sich nahtlos in Plattformen wie Zoom, Microsoft Teams und Google Meet ein. Sprecher können in über 30 Sprachen übersetzt werden; die Funktion „Speaker Match“ erhält die Stimmidentität dabei zunächst in 14 Sprachen aufrecht.

„Über die Stimme zeigen wir, wer wir sind. Sie transportiert weit mehr als nur Worte“, sagte Gründer und CEO Jarek Kutylowski der Deutschen Presse-Agentur (dpa). „Ziel ist, dass man sich zurücklehnen kann und vergisst, dass überhaupt eine KI-Übersetzungslösung dazwischensteht“, erklärte Kutylowski. Wenn etwa jemand aufgeregt oder hastig spreche, solle dies auch im übersetzten Tonfall spürbar werden.

Kampf gegen Google und OpenAI im Unternehmensumfeld

Im Wettbewerb mit Tech-Giganten wie Google oder Microsoft-Partner OpenAI, die ebenfalls stark auf multimodale Sprachverarbeitung setzen, sieht sich Kutylowski gut gewappnet. Der Fokus des Kölner KI-Spezialisten liege klar auf Firmenkunden: „Für Unternehmen geht es nicht nur darum, an einzelnen Stellen eine E-Mail oder ein Meeting zu übersetzen. Es geht darum, ein größeres System aufzubauen, das Dokumente und Sprache einheitlich handhabt und die unternehmensspezifische Terminologie über alle Kanäle hinweg konsistent übernimmt.“

DeepL will sich mit neuen Funktionen im Markt behaupten. (Bild: Syda Productions - stock.adobe.com) Nach Stellenabbau „viel besser aufgestellt“

DeepL hatte zuletzt im Mai mit einem angekündigten Stellenabbau Schlagzeilen gemacht. Kutylowski hatte damals angekündigt, dass das Personal um 250 Stellen reduziert wird – rund ein Viertel der Belegschaft. Hintergrund seien die veränderten Arbeitsabläufe in der KI-Ära gewesen: „In einer Welt, in der KI eine immer größere Rolle spielt, mussten wir auch unsere Rollen und unsere interne Organisation umstellen“, erläuterte Kutylowski die Maßnahmen. Heute sieht er die Firma deutlich robuster positioniert: „Ich glaube, jetzt sind wir viel besser aufgestellt, sowohl in Deutschland als auch in allen anderen Ländern, in denen wir wieder aktiv einstellen.“

Das 2017 gegründete Unternehmen beschäftigt rund 900 Mitarbeiter und zählt über 200.000 Geschäftskunden. Zu den Geldgebern gehören renommierte Wagniskapitalgeber wie Benchmark, IVP und Index Ventures.

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