Wie wird aus Technologie gesellschaftlicher Nutzen? Wie wird aus einem fachlichen Wärmeplan eine praktikable Lösung, die Stadtwerke, Kommunen und Menschen vor Ort verstehen und mitgestalten können? Das Projektteam HEATogether unter Leitung des Fraunhofer IEG sieht Künstliche Intelligenz als das passende Werkzeug für den Knowhowtransfer entlang der Kette Fachplaner, Energieversorger, Kunde und Anwohner. Das BMWE fördert mit rund 1,2 Millionen Euro. In den nächsten zweieinhalb Jahren soll eine KI-gestützte Plattform entstehen, die Wissen und Planungswerkzeuge zusammenführt. Sie soll komplexe Entscheidungen verständlicher machen und die Wärmewende in Strukturwandelregionen unterstützen.
Wie wird aus Technologie gesellschaftlicher Nutzen? Wie wird aus einem fachlichen Wärmeplan eine praktikable Lösung, die Stadtwerke, Kommunen und Menschen vor Ort verstehen und mitgestalten können? Das Projektteam HEATogether unter Leitung des Fraunhofer IEG sieht Künstliche Intelligenz als das passende Werkzeug für den Knowhowtransfer entlang der Kette Fachplaner, Energieversorger, Kunde und Anwohner. Das BMWE fördert mit rund 1,2 Millionen Euro. In den nächsten zweieinhalb Jahren soll eine KI-gestützte Plattform entstehen, die Wissen und Planungswerkzeuge zusammenführt. Sie soll komplexe Entscheidungen verständlicher machen und die Wärmewende in Strukturwandelregionen unterstützen.
»Kommunen und Stadtwerke verfügen heute über leistungsfähige Werkzeuge für die Wärmeplanung. Die Herausforderung liegt darin, die Ergebnisse für unterschiedliche Akteure verständlich und nutzbar zu machen. Mit HEATogether wollen wir Planungswerkzeuge, Künstliche Intelligenz und Wissen über die Menschen und Regionen erstmals in einer gemeinsamen Anwendung verbinden«, sagt Prof. Tanja Kneiske, Projektleiterin am Fraunhofer IEG.
Wärmeplanung verständlicher machen
Darin liegt der besondere Ansatz von HEATogether: Das Forschungsteam entwickelt nicht einfach einen weiteren KI-Chatbot. Es verbindet bestehende wissenschaftliche Planungswerkzeuge für Strom-, Gas- und Wärmenetze mit Künstlicher Intelligenz. Die Plattform soll Informationen passend zur jeweiligen Region und Nutzergruppe erklären. Eine Fachperson bei einem Stadtwerk benötigt andere Informationen als eine kommunale Verwaltung oder ein Bürger. Auch regionale Erfahrungen und Besonderheiten sollen in die Vermittlung einfließen.
Für Energieversorger und Kommunen soll so ein neuer Zugang zu komplexen Planungsfragen entstehen. Die Plattform kann beispielsweise dabei helfen, Ergebnisse verschiedener Planungsvarianten verständlich einzuordnen. Die zugrunde liegenden Berechnungen bleiben dabei Aufgabe wissenschaftlich geprüfter Planungswerkzeuge. Die KI soll diese Ergebnisse erklären und zugänglich machen, nicht selbst physikalische Aussagen erzeugen. Sie „dolmetscht“ zwischen den Fachebenen.
Forschung trifft kommunale Praxis
Die Forschenden entwickeln die Lösung gemeinsam mit ihren späteren Nutzerinnen und Nutzern. Dazu untersuchen sie zunächst, welche Informationen unterschiedliche Gruppen benötigen und wie sie Künstliche Intelligenz bei der Wärmewende wahrnehmen. Interviews, eine Befragung von mindestens 1.000 Menschen sowie die Untersuchung regionaler Erfahrungen liefern dafür die Grundlage. Daraus entstehen typische Nutzerprofile. Anschließend entwickelt und erprobt das Projektteam die Plattform schrittweise mit Akteuren aus der Praxis. Mindestens sechs bis acht Erprobungsformate sind vorgesehen.
Die regionalen Akteure wie die Energieversorger in Weißwasser, Aachen oder Hoyerswerda bringen Anforderungen, Planungsstände und Erfahrungen aus der kommunalen Praxis ein. Das Projekt startet sehr früh mit der Einbindung der Nutzergruppen. Diese Woche findet bereits ein erster Austausch mit den assoziierten Partnern in der Region Hoyerswerda und Weißwasser satt.
»Für uns ist entscheidend, dass neue Energie-Lösungen in der kommunalen Praxis funktionieren. HEATogether bietet die Chance, Fachleute mit KI zu unterstützen, komplexe Zusammenhänge verständlicher zu machen und die Menschen in der Region auf dem Weg der Wärmewende zu begleiten«, sagt Frau Bartsch, Geschäftsführerin der Stadtwerke Weißwasser.
Weitere Erprobung und Beteiligung findet unter anderem an speziell digital ausgestatten Transferräumen in Cottbus, Zittau und Dormagen statt. So will das Forschungsteam früh erkennen, was im Alltag von Kommunen und Versorgern funktioniert und wo es nachbessern muss.
Sechs Partner verbinden ihre Kompetenzen
Im Verbund arbeiten das Fraunhofer IEG, Fraunhofer FIT, Fraunhofer ISI, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Regionalstudien, die Stadtmarketing- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dormagen sowie die Hochschule Zittau/Görlitz zusammen. Als assoziierte Partner mit Letter of Intent (LOI) sind in der Modellregion Hoyerswerda / Weißwasser die Stadtwerke Weißwasser, die Stadt Weißwasser, die Tilia GmbH sowie die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda eingebunden. In der Modellregion Nordrhein-Westfalen erfolgt die Zusammenarbeit mit der Stadt Aachen, der BasePeak GmbH sowie der Mensch goes GmbH.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert HEATogether im Bereich »Energiewende und Gesellschaft«. Projektträger ist das Forschungszentrum Jülich. Für das Teilvorhaben »KI-Wärmeplattform und gesellschaftliche Analyse« die Fraunhofer Gesellschaft wurden 772.807,15 Euro bewilligt, das Gesamtvorhaben hat ein Budget von rund 1,3 Mio. Euro. Es läuft vom 1. August 2026 bis 31. Januar 2029 unter dem Förderkennzeichen 03EI5287A. Der Verbund trägt die Kennung 01290387/1.
Mehr zum Projekt
https://www.ieg.fraunhofer.de/de/projekte/heatogether.html
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Journalisten, Wirtschaftsvertreter
Energie, Gesellschaft, Informationstechnik, Wirtschaft
überregional
Forschungsprojekte
Deutsch
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