Mit der EX5-Serie stellt Phanteks eine Gehäusefamilie vor, die CPU, Grafikkarte, Netzteil und Mainboard nicht wie bei einem klassischen Tower in einer gemeinsamen Innenkammer unterbringt, sondern in voneinander getrennten Bereichen organisiert. Ziel dieses Aufbaus ist es, die Luftwege gezielter zu führen und eine Rückführung bereits erwärmter Abluft zu reduzieren. Zur Baureihe gehören das Basismodell EX5, das EX5 Plus mit vorinstallierter 360-mm-All-in-One-Wasserkühlung sowie das EX5 Max, das zusätzlich ein integriertes 6-Zoll-Display besitzt.
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Phanteks erweitert die EX5-Serie um drei Mid-Tower-Gehäuse mit getrennten Bereichen für Netzteil, CPU, Grafikkarte und Mainboard. Das EX5 Plus integriert zusätzlich eine 360-mm-All-in-One-Wasserkühlung, während das EX5 Max ein 6-Zoll-IPS-Display ergänzt. Die von Phanteks genannten Temperatur- und Kostenvorteile stammen aus Herstellerdarstellungen und sind daher nicht mit unabhängig nachgemessenen Ergebnissen gleichzusetzen.
Wichtigste Fakten| Merkmal | Angabe | Einordnung |
|---|---|---|
| Baureihe | EX5, EX5 Plus, EX5 Max | Drei Ausstattungsvarianten mit gleichem Grundkonzept |
| Innenraum | Vier getrennte Bereiche | Separate Luftwege für Netzteil, CPU, Grafikkarte und Mainboard |
| Abmessungen | 449 × 234 × 474 mm | Mid-Tower-Gehäuse |
| Grafikkartenlänge | Bis 358 mm | Die maximale Dicke hängt von der Position des ersten PCIe-Steckplatzes ab |
| Kühlung | EX5: eigener Kühler; EX5 Plus und Max: 360-mm-AIO | Seitlicher Radiator bis maximal 360 mm vorgesehen |
| Display | Nur EX5 Max: 6 Zoll, 1.440 × 720 Pixel, 60 Hz | IPS-Display mit 250 cd/m² |
| Hersteller-Preisangabe | 109,90 bis 229,90 Euro | Preisangaben aus der Produktübersicht, keine aktuellen Händlerpreise |
| Merkmal | EX5 | EX5 Plus und EX5 Max |
|---|---|---|
| Mainboard-Unterstützung | ATX, Micro-ATX, Mini-ITX | ATX, Micro-ATX, Mini-ITX |
| Grafikkartendicke | Bis 4,6 Slots ab PCIe-Slot 1; 3,6 Slots ab Slot 2; 2,6 Slots ab Slot 3 | Bis 4,6 Slots ab PCIe-Slot 1; 3,6 Slots ab Slot 2; 2,6 Slots ab Slot 3 |
| CPU-Kühlerhöhe | Bis 72 mm | Bis 72 mm |
| Netzteil | Bis 210 mm | Bis 210 mm |
| Seitlicher Radiator | Bis 360 mm, maximal 413 × 134 × 60 mm | Bis 360 mm, maximal 413 × 134 × 60 mm |
| Frontanschlüsse | 1× USB-C 3.2 Gen2x2, 2× USB-A 3.0, Audio-Kombianschluss, Reset- und Power-Taste | 1× USB-C 3.2 Gen2x2, 2× USB-A 3.0, Audio-Kombianschluss, Reset- und Power-Taste |
| Garantie | 5 Jahre eingeschränkt | 5 Jahre eingeschränkt |
| Display | Nicht vorhanden | EX5 Max: 6-Zoll-IPS-Display, 1.440 × 720 Pixel, 60 Hz, 250 cd/m² |
| Messgröße oder Angabe | Wert | Kontext |
|---|---|---|
| Prozessortemperatur | 54 bis 68 °C | Herstellerangaben aus 20-minütigen Gaming-Sitzungen |
| Grafikkartentemperatur | 57 bis 76 °C | Herstellerangaben aus 20-minütigen Gaming-Sitzungen |
| Bildrate | 100 bis 270 FPS | Von Phanteks angegebene Ergebnisse in mehreren Spielen |
| Display-Helligkeit | 250 cd/m² | Technische Angabe für das Display des EX5 Max |
| Display-Leistungsaufnahme | 5 V, 0,43 A | Angabe aus dem Datenblatt des EX5 Max |
| Kostenvorteil im Herstellervergleich | 199,98 beziehungsweise 359,98 US-Dollar | Phanteks-Vergleich von EX5-Plus- und EX5-Max-Systemen mit konventionellen Glasgehäusen |
Die Temperaturwerte wurden laut Phanteks bei geschlossenen Gehäusen mit einer Glacier-One-360S25-SE-AIO und einem einzelnen S25-120-Lüfter hinter dem Mainboard ermittelt. Als Belastung dienten 20-minütige Gaming-Sitzungen mit 1.440 Pixeln und maximalen Qualitätseinstellungen. In der Methodentabelle werden ein AMD Ryzen 9 9950X3D und ein Intel Core Ultra 9 285K sowie eine GeForce RTX 3090 Ti und eine GeForce RTX 4080 mit 32 GB DDR5-Speicher von G.Skill genannt.
Die Unterlagen enthalten jedoch auch abweichende Bezeichnungen wie Ryzen 9 9800X3D und „Intel i9“. Diese Abweichung bleibt ungeklärt. Außerdem fehlen Angaben zur Raumtemperatur, zu den Lüfterdrehzahlen, zu den Power-Limits, zur Firmware, zu den konkreten Spielen und zu einem direkten Vergleichsgehäuse. Die Temperatur- und Bildratenwerte sind deshalb als herstellerseitige Demonstration des Kühlkonzepts zu bewerten, nicht als vollständiger unabhängiger Test.
Auch der Kostenv Vergleich basiert auf einer Auswahl von Phanteks und PCPartPicker. Die verglichenen Systeme enthalten je nach Szenario unterschiedliche Kühllösungen und Komponentenpositionen. Daraus lässt sich kein allgemeingültiger Marktpreisvorteil ableiten.
EinordnungMit der getrennten Innenraumaufteilung positioniert Phanteks die EX5-Serie als Alternative zu großflächig verglasten „Fish-Tank“- beziehungsweise Showcase-Gehäusen. Im Mittelpunkt steht nicht eine besonders große Zahl an Lüftern, sondern die gezielte Führung der Luft um die einzelnen Wärmequellen. Das EX5 richtet sich an Nutzer, die Kühler und Radiator selbst auswählen möchten. Das EX5 Plus ergänzt das Konzept um eine vorinstallierte 360-mm-AIO und eine intern geführte Schlauchlösung. Das EX5 Max übernimmt diese Ausstattung und fügt ein konfigurierbares Display hinzu.
Für das Display nennt Phanteks eine Auflösung von 1.440 × 720 Pixeln, 60 Hz und 250 cd/m². Die NexLinq-Software kann laut Produktübersicht Temperaturen, Taktraten und Lüfterdrehzahlen anzeigen, die AIO-Pumpe und thermische Profile steuern sowie ARGB-Zonen konfigurieren. Beim EX5 Max sind zusätzlich Widgets für Uhrzeit, Datum, CPU- und GPU-Temperaturen, Lüfterdrehzahlen, Diagramme, Fotos und Videos bis maximal 30 MB vorgesehen. Für bestimmte Funktionen wird ein NexLinq Hub benötigt.
StärkenUngewöhnliche Innenraumaufteilung mit getrennten Bereichen für vier zentrale Komponentenklassen.Unterstützung eines seitlichen Radiators bis 360 mm bei allen drei Varianten.Abgestufte Grafikkartenfreigabe abhängig von der Position des ersten PCIe-Steckplatzes.Integrierter Grafikkartenhalter mit mehreren Schraubpunkten und vorgesehener Transportsicherung.EX5 Plus und EX5 Max werden mit einer vorinstallierten 360-mm-AIO ausgeliefert.EinschränkungenDie von Phanteks genannten Temperaturwerte sind nicht unabhängig nachgemessen.Wichtige Testparameter wie Raumtemperatur, Lüfterdrehzahlen und Power-Limits fehlen.Die Prozessorbezeichnungen in Methodentabelle und Ergebnisdarstellung widersprechen sich teilweise.Die maximale CPU-Kühlerhöhe ist mit 72 mm begrenzt.Eine vertikale Grafikkartenmontage ist laut Datenblatt nicht vorgesehen.Die Preis- und Kostenvorteile beruhen auf Herstellerangaben und einer ausgewählten Komponentenbasis.Fragen und AntwortenWas unterscheidet die drei Varianten? Das EX5 wird ohne integrierte AIO ausgeliefert, das EX5 Plus besitzt eine vorinstallierte 360-mm-AIO und das EX5 Max ergänzt diese Ausstattung um ein 6-Zoll-IPS-Display.Welche Grafikkarten passen in die Gehäuse? Die maximale Länge beträgt 358 mm. Die zulässige Dicke reicht je nach Position des ersten PCIe-Steckplatzes von 2,6 Slots beziehungsweise 53 mm bis 4,6 Slots beziehungsweise 93 mm.Welche Mainboards werden unterstützt? Vorgesehen sind ATX-, Micro-ATX- und Mini-ITX-Mainboards.Sind die Temperaturwerte unabhängige Testergebnisse? Nein. Es handelt sich um Herstellerangaben mit nicht vollständig dokumentierten Testbedingungen.Welche Aufgaben übernimmt NexLinq? Die Software kann unter anderem Systemdaten anzeigen, Lüfter und AIO-Funktionen steuern, ARGB-Zonen konfigurieren und beim EX5 Max Inhalte für das Display verwalten.Automatisch aus dem Artikelinhalt als redaktionelle, sichtbare Inhaltsübersicht erzeugt.
Mit der EX5-Serie stellt Phanteks eine Gehäusefamilie vor, die CPU, Grafikkarte, Netzteil und Mainboard nicht wie bei einem klassischen Tower in einer gemeinsamen Innenkammer unterbringt, sondern in voneinander getrennten Bereichen organisiert. Ziel dieses Aufbaus ist es, die Luftwege gezielter zu führen und eine Rückführung bereits erwärmter Abluft zu reduzieren. Zur Baureihe gehören das Basismodell EX5, das EX5 Plus mit vorinstallierter 360-mm-All-in-One-Wasserkühlung sowie das EX5 Max, das zusätzlich ein integriertes 6-Zoll-Display besitzt.
Die vorliegenden Unterlagen stammen aus einer Produktübersicht des Herstellers und enthalten neben technischen Daten auch herstellerseitige Temperatur-, Kosten- und Funktionsdarstellungen. Diese Angaben sind deshalb als Phanteks-Daten einzuordnen, nicht als unabhängig nachgemessene Ergebnisse. Für den deutschen Markt ist laut den zusätzlichen Angaben ein Release am 08.09.26 beziehungsweise ein Verkaufsstart am heutigen Tag vorgesehen, außerdem werden die Produkte bei Caseking zur Vorbestellung beziehungsweise zum Kauf genannt.
Produktansicht der drei Phanteks-EX5-Varianten EX5, EX5 Plus und EX5 Max.Das Grundprinzip der EX5-SerieDie architektonische Besonderheit der EX5-Gehäuse liegt in der Aufteilung des Innenraums. Phanteks beschreibt vier Bereiche für Netzteil, CPU, Grafikkarte und Mainboard, wobei die einzelnen Komponenten jeweils eigene Luftwege erhalten sollen. Das Konzept unterscheidet sich damit deutlich von vielen großflächig verglasten Gehäusen, bei denen die Abwärme einer leistungsstarken Grafikkarte in derselben Kammer aufsteigt, in der auch der CPU-Kühler arbeitet.
Zum gemeinsamen Ausstattungsumfang aller drei Varianten gehören ein rückseitig hinter dem Mainboard positionierter 120-mm-Lüfter, ein Bereich für bis zu drei weitere 120-mm-Lüfter an der rechten Seite, ein abgetrennt präsentierter Grafikkartenbereich mit Tempered-Glass-Element sowie Unterstützung für ATX-, Micro-ATX- und Mini-ITX-Mainboards. Die Gehäuseabmessungen betragen bei allen Modellen 449 × 234 × 474 mm, Phanteks ordnet die Serie der Mid-Tower-Klasse zu.
Der rückseitige Lüfter hinter dem Mainboard soll nach Herstellerdarstellung nicht nur Spannungswandler, Arbeitsspeicher und M.2-Laufwerke direkt anströmen, sondern zugleich eine Art Luftschleier zwischen Grafikkarten- und Mainboardbereich erzeugen. Die Bezeichnung „Air Curtain“ ist dabei eine Marketingformulierung von Phanteks. Nachvollziehbar ist die zugrunde liegende Idee einer gerichteten Luftströmung, die tatsächliche Wirkung hängt jedoch von Bestückung, Komponenten, Lüfterdrehzahlen, Raumtemperatur und Einbausituation ab.
Phanteks stellt die getrennten Bereiche für Netzteil, CPU, Grafikkarte und Mainboard sowie die vorgesehene Luftführung dar.Unterschiede zwischen EX5, EX5 Plus und EX5 MaxDas EX5 bildet die flexible Variante der Baureihe. Es wird ohne integrierte AIO-Wasserkühlung ausgeliefert, besitzt aber eine Aufnahme für einen seitlichen Radiator bis 360 mm. Für die Schlauchführung sieht Phanteks beim Basismodell eine Abdeckung vor, während die beiden höher positionierten Varianten eine intern geführte Schlauchlösung erhalten sollen.
Beim EX5 Plus gehört eine speziell angepasste Glacier-One-360S25-SE-AIO zum Lieferumfang. Die Wasserkühlung verfügt über seitlich angeordnete Schlauchanschlüsse und wird mit einem S25-360-ARGB-Lüfter beziehungsweise einer entsprechenden 360-mm-Einheit beschrieben. Das EX5 Max übernimmt diese Grundausstattung und ergänzt sie um ein 6-Zoll-IPS-Display. Das Display arbeitet laut Datenblatt mit 1.440 × 720 Pixeln, 60 Hz Bildwiederholrate und einer Helligkeit von 250 cd/m². Die Leistungsaufnahme ist mit 5 V und 0,43 A angegeben.
| Modell | Ausführung | MSRP laut Produktübersicht |
|---|---|---|
| EX5 | Gehäuse mit einem rückseitigen 120-mm-Lüfter, eigene AIO erforderlich | 109,99 US-Dollar / 109,90 Euro / 95,90 Pfund |
| EX5 Plus | Gehäuse mit vorinstallierter Glacier-One-360S25-SE-AIO | 159,99 US-Dollar / 159,90 Euro / 139,90 Pfund |
| EX5 Max | EX5 Plus mit integriertem 6-Zoll-IPS-Display | 229,99 US-Dollar / 229,90 Euro / 199,90 Pfund |
Die Preisangaben stammen aus der Phanteks-Unterlage und sind nicht mit einem aktuellen Händlerpreis gleichzusetzen. Gerade bei den Europreisen sollte daher geprüft werden, welcher tatsächliche Verkaufspreis zum Marktstart aufgerufen wird.
Kompatibilität und EinbaugrenzenBei der Grafikkartenkompatibilität nennt Phanteks eine maximale Länge von 358 mm. Die zulässige Dicke hängt davon ab, ab welchem PCIe-Steckplatz das jeweilige Mainboard den ersten Grafikkarten-Slot positioniert. Beginnt die Belegung bereits an Slot 1, werden bis zu 4,6 Slots beziehungsweise 93 mm genannt. Für die bei den meisten Mainboards übliche Position ab Slot 2 sinkt die Angabe auf 3,6 Slots beziehungsweise 73 mm. Bei Mainboards mit Beginn ab Slot 3 bleiben 2,6 Slots beziehungsweise 53 mm.
Diese Staffelung ist für die Praxis wichtig, weil nicht allein das Gehäuse, sondern auch die Position des ersten PCIe-Steckplatzes über die verfügbare Breite entscheidet. Hinzu kommen 72 mm maximale Höhe für einen CPU-Kühler, 210 mm für das Netzteil und 40 mm Platz für das Kabelmanagement. Eine vertikale Grafikkartenmontage ist laut Datenblatt nicht vorgesehen.
Zum Lieferumfang gehören neben dem Gehäuse und dem S25-120-mm-Lüfter jeweils ein Halter für kurze und lange Grafikkarten, je ein Laufwerkshalter für 3,5- und 2,5-Zoll-Laufwerke sowie ein ARGB-Mainboard-Adapter. Phanteks hebt den integrierten Grafikkartenhalter als Transportsicherung hervor. Er soll unterschiedliche Kartenlängen aufnehmen und die Karte mit mehreren Schraubpunkten stabilisieren.
Herstellerangaben zur KühlungPhanteks stellt die EX5-Serie unter dem Leitgedanken „Physics > Brute Force“ vor und argumentiert, dass die bauliche Trennung der Komponenten den Bedarf an einer großen Zahl zusätzlicher Gehäuselüfter reduziere. Im Basismodell ist tatsächlich ein einzelner 120-mm-Lüfter hinter dem Mainboard vorgesehen, während die rechte Seite drei weitere 120-mm-Lüfter aufnehmen kann. Beim EX5 Plus und EX5 Max kommt die integrierte 360-mm-AIO hinzu.
Die Schlussfolgerung, dass dadurch automatisch eine niedrigere Geräuschentwicklung oder eine bessere thermische Effizienz als bei konventionellen Glasgehäusen entsteht, lässt sich aus den Produktunterlagen allein jedoch nicht belastbar ableiten. Dafür wären standardisierte Vergleichsmessungen mit identischer Hardware, gleichen Lüfterdrehzahlen, dokumentierter Raumtemperatur und erfasster Lautstärke erforderlich. Die Aussage, zusätzliche Lüfter seien grundsätzlich nicht notwendig, ist daher als Herstellerposition zu verstehen.
Temperaturmessungen von Phanteks, aber mit offenen FragenFür die eigene Darstellung nennt Phanteks geschlossene Gehäusetests mit einer Glacier-One-360S25-SE-AIO und einem einzelnen S25-120-Lüfter hinter dem Mainboard. Als Belastung werden 20-minütige Gaming-Sitzungen mit 1.440 Pixeln und maximalen Qualitätseinstellungen angegeben. In der Methodentabelle stehen als Prozessoren ein AMD Ryzen 9 9950X3D und ein Intel Core Ultra 9 285K, als Grafikkarten eine GeForce RTX 3090 Ti und eine GeForce RTX 4080, außerdem 32 GB DDR5-Speicher von G.Skill.
Die ausgewiesenen Ergebnisse reichen je nach Spiel und Plattform von 54 bis 68 °C beim Prozessor sowie von 57 bis 76 °C bei der Grafikkarte. Die angegebenen Bildraten liegen zwischen 100 und 270 FPS. Phanteks nennt dabei unter anderem Ryzen-9-9800X3D- und „Intel i9“-Konfigurationen, die von der zuvor aufgeführten Methodentabelle abweichen. Diese Unstimmigkeit bleibt in der Quelle ungeklärt und muss bei der Einordnung berücksichtigt werden.
Außerdem fehlen Angaben zur Raumtemperatur, zu den verwendeten Lüfterdrehzahlen, zu den Power-Limits, zur Firmware, zu den konkreten Spielen und zu einem direkten Vergleichsgehäuse. Die Messwerte können deshalb lediglich als herstellerseitige Demonstration des vorgesehenen Kühlkonzepts gelesen werden, nicht als vollständiger unabhängiger Testnachweis.
Herstellerseitige Testübersicht mit Plattformangaben, Temperaturwerten und Bildraten in mehreren Spielen.Kostenvergleich und SoftwareIn einem weiteren Abschnitt vergleicht Phanteks jeweils einen EX5-Plus- und einen EX5-Max-Aufbau mit konventionellen „Fish Tank“- beziehungsweise Glasgehäusen. Die Gegenüberstellung bezieht zusätzliche Lüfter und AIO-Kühler ein und kommt auf einen Kostenvorteil von 199,98 US-Dollar beim Plus-System sowie 359,98 US-Dollar beim Max-System. Als Preisquelle wird PCPartPicker genannt.
Auch diese Rechnung ist stark von der Auswahl der Vergleichskomponenten abhängig. Die verglichenen Systeme unterscheiden sich nicht nur beim Gehäuse, sondern enthalten je nach Szenario andere Kühllösungen und teilweise unterschiedlich positionierte Komponenten. Der Vergleich zeigt damit, welchen rechnerischen Vorteil Phanteks durch die Beigabe von AIO und Lüfter ansetzt, ersetzt aber keine neutrale Marktanalyse mit frei gewählten, tatsächlich verfügbaren Einzelpreisen.
Von Phanteks dargestellter Kostenvergleich für EX5-Plus- und EX5-Max-Systeme gegenüber konventionellen Glasgehäusen.Für Beleuchtung, Überwachung und die Funktionen des Max-Displays ist die NexLinq-Software vorgesehen. Laut Produktübersicht kann sie Temperaturen, Taktraten und Lüfterdrehzahlen anzeigen, die AIO-Pumpe und thermische Profile der Plus- und Max-Modelle steuern sowie ARGB-Zonen konfigurieren. Für das EX5 Max wird zusätzlich ein Layout-Editor für das 6-Zoll-Display genannt, mit Widgets für Uhrzeit, Datum, CPU- und GPU-Temperaturen, Lüfterdrehzahlen, Diagramme, Fotos und Videos bis maximal 30 MB. Für bestimmte Funktionen ist laut Unterlagen ein NexLinq Hub erforderlich.
NexLinq-Oberfläche zur Konfiguration des integrierten Displays und zur Anzeige von Systemdaten.Technische Eckdaten im Überblick| Merkmal | EX5 | EX5 Plus | EX5 Max |
|---|---|---|---|
| Abmessungen | 449 × 234 × 474 mm | ||
| Mainboard | ATX, Micro-ATX, Mini-ITX | ||
| Grafikkartenlänge | bis 358 mm | ||
| Grafikkartendicke | bis 4,6 Slots ab PCIe-Slot 1, 3,6 Slots ab Slot 2, 2,6 Slots ab Slot 3 | ||
| CPU-Kühlerhöhe | bis 72 mm | ||
| Netzteil | bis 210 mm | ||
| Seitlicher Radiator | bis 360 mm, maximal 413 × 134 × 60 mm | ||
| Frontanschlüsse | 1× USB-C 3.2 Gen2x2, 2× USB-A 3.0, Audio-Kombianschluss, Reset- und Power-Taste | ||
| Garantie | 5 Jahre eingeschränkt | ||
| Display | nicht vorhanden | nicht vorhanden | 6 Zoll IPS, 1.440 × 720 Pixel, 60 Hz, 250 cd/m² |
Die Phanteks-EX5-Serie verfolgt mit ihren getrennten Kühlkammern einen ungewöhnlichen Ansatz für ein Showcase-Gehäuse. Die Konstruktion soll die Luftwege von CPU, GPU, Netzteil und Mainboard stärker voneinander entkoppeln, während der rückseitige Mainboard-Lüfter gezielt die Spannungswandler, den Arbeitsspeicher und M.2-Laufwerke anströmt. Technisch interessant sind außerdem die abgestuften Grafikkartenfreigaben abhängig von der Position des ersten PCIe-Steckplatzes, der integrierte Grafikkartenhalter und die Unterstützung eines seitlichen 360-mm-Radiators.
Das EX5 Plus richtet sich an Käufer, die eine vorinstallierte AIO und eine möglichst aufgeräumte Schlauchführung wünschen, das EX5 Max ergänzt diesen Aufbau um ein konfigurierbares Display. Das Basismodell bleibt dagegen die offenste Variante, weil die Kühlung selbst gewählt werden kann. Die von Phanteks präsentierten Temperatur- und Kostenvergleiche sprechen aus Herstellersicht für das Konzept, sind wegen fehlender Vergleichsdaten und widersprüchlicher Prozessorangaben jedoch mit der nötigen Zurückhaltung zu bewerten.
Ob die EX5-Gehäuse im konkreten System tatsächlich weniger Lüfter, geringere Lautstärke oder bessere Temperaturen ermöglichen, muss ein unabhängiger Test mit kontrollierten Bedingungen zeigen. Als Produktfamilie bietet Phanteks jedenfalls eine klar erkennbare Alternative zu klassischen Glasgehäusen, deren Mehrwert vor allem in der ungewöhnlichen Innenraumaufteilung und bei Plus und Max in der bereits integrierten Kühlung liegt.