Der damalige Facebook-Konzern soll Daten von Millionen von Nutzern ausgewertet haben, ohne ihre Zustimmung einzuholen und anschließend Politikberatern, etwa dem Trump-Team im Jahr 2016, zur Verfügung gestellt haben. Nun droht eine Milliardenstrafe.
Gut acht Jahre nach dem Cambridge-Analytica-Skandal um den Missbrauch von Facebook-Nutzerdaten hat der Mutterkonzern Meta einen Prozess in den USA verloren. Ein Geschworenengericht in Santa Fe im Bundesstaat New Mexico entschied am Freitag nach Angaben von US-Medien, Meta habe Nutzer über den Schutz ihrer Daten getäuscht. Dem Konzern droht nun eine Geldbuße in Milliardenhöhe.
Die Jury befand das Unternehmen von Mark Zuckerberg (42) für haftbar, weil es irreführende Angaben darüber gemacht hatte, wie persönliche Facebook-Nutzerdaten mit Anwendungen von Drittanbietern geteilt wurden.
Der zuständige Richter soll nun die Höhe der Strafe festlegen – und es könnte ein erheblicher Betrag werden. Pro Verstoß droht eine Strafe von bis zu 5.000 US-Dollar. Die Geschworenen fanden den Konzern bei den meisten der insgesamt gestellten 34 Fragen haftbar – und zwar mit jeweils 1,3 bis 2,1 Millionen Verstößen angesichts der Zahl betroffener Nutzer, wie der Finanzdienst Bloomberg aus dem Gerichtssaal berichtete.
Der Skandal um Cambridge Analytica hatte 2018 das Vertrauen der Öffentlichkeit zum Facebook-Konzerns nachhaltig beschädigt. Dabei ging es darum, dass Informationen aus einer harmlos erscheinenden Umfrage eines Datenforschers zur Erstellung von Nutzerprofilen genutzt und mit der Analysefirma Cambridge Analytica geteilt wurden. Auch das Team des damaligen Kandidaten Donald Trump (80) griff darauf vor der US-Präsidentenwahl 2016 zurück. Insgesamt waren rund 87 Millionen Nutzer-Accounts betroffen.
Die US-Verbraucherschutzbehörde FTC warf Facebook nach Bekanntwerden des Skandals vor, gegen Datenschutzregeln verstoßen zu haben, indem es Cambridge Analytica Zugang zu den Nutzerdaten gab. Bereits im Jahr 2019 zahlte der Konzern deshalb eine Geldbuße von 6 Milliarden Dollar.
Im Nachgang des Skandals zog New Mexico dann 2021 vor Gericht mit Vorwürfen, bei denen es zusätzlich um die Meinungsfreiheit auf der Plattform ging. Auslöser waren Enthüllungen im Zuge der Aufarbeitung des Falls. Unter anderem hieß es dabei in einem Whistleblower-Bericht, dass einige prominente Accounts von Regeln zu auf der Plattform erlaubten Inhalten heimlich ausgenommen worden seien.
1 Min
2 Min
6 Min
Meta betonte in einer Reaktion, man sei mit der Entscheidung der Geschworenen nicht einverstanden und werde sich weiter gegen die Vorwürfe verteidigen. Das Unternehmen habe nach der US-Verfassung das Recht, die Plattformen so zu betreiben, wie man es im Interesse der Nutzer für richtig halte. Das bedeute, der Meinungsfreiheit eine Priorität einzuräumen, Informationen der Nutzer zu schützen und ihnen die Kontrolle über ihre Daten zu geben, hieß es.
| # | Наименование новости | Тональность | Информативность | Дата публикации |
|---|---|---|---|---|
| 1 | Meta droht wegen Cambridge Analytica neue Milliardenstrafe | 0 | 11.07 | 26-09-2026 |
| 2 | Meta droht wegen Cambridge Analytica neue Milliardenstrafe | 0 | 11.07 | 26-09-2026 |
| 3 | Neues Urteil: Rückschlag für Meta vor Gericht wegen Cambridge Analytica | 0 | 9.35 | 26-09-2026 |
| 4 | Facebook deceived users over data privacy – US jury | 0 | 12.55 | 26-09-2026 |
| 5 | Geldanlage-Scam auf Facebook und Instagram: Finanzfluss-Influencer gewinnt gegen Meta | 0 | 14.88 | 16-09-2026 |
| 6 | Kunden und Mitarbeiter von Lieferdienst Flink werden erpresst | 0 | 7.56 | 26-09-2026 |
| 7 | Donnerstag: Meta zeigt neue Smart-Glasses-Generation, Justiz gegen Kamerabrillen | 0 | 18.86 | 24-09-2026 |
| 8 | ИИ-агенту от Meta* запретили совершать покупки на Amazon | 0 | 22.5 | 22-09-2026 |
| 9 | OpenAI informiert „dutzende“ Institutionen über unbefugte KI-Interaktionen | 0 | 21.54 | 26-09-2026 |
| 10 | Nach Instagram-Beitrag: Prozess um angebliche Drohung Comeys gegen Trump erst 2027 | 0 | 14.93 | 26-09-2026 |