Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Bei „No Other Land“ hatten die Kinos Angst, bei „Naza“ nicht

Дата публикации: 28-09-2026 14:27:05

Mustafa El Mesaoudi bringt den umkämpften Dokumentarfilm „Naza“ am 1. Oktober in die deutschen Kinos. Ein Gespräch über Sicherheitsfragen und das Publikum.

Основное содержимое страницы с новостью.

In Israel fordern Politiker, den Regisseuren von „Naza“ die Staatsbürgerschaft zu entziehen. In Deutschland startet der Dokumentarfilm am 1. Oktober in 60 bis 70 Kinos. Mustafa El Mesaoudi hat ihn eingekauft – wie zuvor schon „No Other Land“, an dem dieselben Filmemacher beteiligt waren. Hier spricht er über Sicherheitsbedenken und erklärt, warum er „Naza“ für den relevantesten Film des Jahres hält.

Wie sind Sie zu dem Film „Naza“ gekommen?

Ich habe mit den beiden Filmemachern Rachel Szor und Yuval Abraham schon bei „No Other Land“ sehr eng zusammengearbeitet und als dann dieses Projekt aufkam, habe ich gesagt, dass ich das auch gern betreuen möchte.

Wir hatten bei „No Other Land“ einen Ansatz, was die Kommunikation und das Zielgruppenmarketing angeht, der offenbar überzeugt hat, sodass sie mir auch diesen Film anvertraut haben.

Mustafa El Mesaoudi

Mustafa El Mesaoudi, geboren 1970 in Wuppertal, betreibt Kinos in Wuppertal und Köln und führt den Filmverleih Immer Gute Filme. 2024 brachte er „No Other Land" in die deutschen Kinos. Im selben Jahr erhielt er den Ehrenpreis des Kinoprogrammpreises NRW.

Sie nennen „Naza“ in Ihrem Instagram-Account den relevantesten Film des Jahres. Was macht ihn dazu?

Ich bin auch Kinobetreiber, und wenn ich Filme programmiere oder mich auf Festivals umsehe, ist ein Film dann für mich relevant, wenn er etwas auslöst. Eine Diskussion, Nachdenklichkeit, Emotionen. Wenn ein Film einen inspiriert oder packt, wenn man sich mit ihm beschäftigt. Das muss nicht unbedingt ein politischer Film sein.

Für mich ist ein Film auch immer eine Art Spiegel für mich selbst und eine Reflexionsfläche. Und „Naza“ ist in dieser Hinsicht sicherlich ein sehr relevanter Film.

Starke Reaktionen hat „Naza“ ja wirklich ausgelöst, relativ extreme sogar. In Venedig haben die Zuschauer unglaublich 25 Minuten lang applaudiert, in Israel gibt es Empörung. Was sagen Sie zu den Reaktionen in Israel?

Ich habe das ja auch schon bei „No Other Land“ miterlebt, nur bei „Naza“ überrascht mich, dass viele eine Meinung zu einem Film haben, den sie gar nicht gesehen haben. Das ist erst mal ein grundsätzliches Problem in dieser Debatte. Deshalb schaue ich da gar nicht so intensiv drauf.

Yuval Abraham wurden auch schon in Zusammenhang mit „No Other Land“ Antisemitismusvorwürfe gemacht, einem israelischen Filmemacher, dessen Vorfahren im Holocaust ermordet worden sind. Die israelische Gesellschaft hat vielleicht gar nicht wirklich Einblick, wie die IDF (Israeli Defence Forces) in diesem Konflikt handeln und arbeiten, und darüber muss man debattieren.

Meron Mendel nennt die Reaktionen in Israel Sündenbock-Politik. Netanjahu wolle damit nur von seinen eigenen Problemen ablenken.

Ich habe kenne Meron Mendels Buch „Über Israel reden“. Er versucht wirklich, in dieser Debatte die verschiedenen Ebenen zu durchleuchten und in die Tiefe zu gehen. Deswegen war mir seine Bewertung, „No Other Land“ sei kein antisemitischer Film, damals auch sehr, sehr wichtig.

Ich würde mir wünschen, dass man nicht immer sofort mit diesem Antisemitismusvorwurf kommt. „Naza“ ist von israelischen Filmemacherinnen und Filmemachern. In dem Film kommen Israelis zu Wort, die in den IDF gedient haben oder dienen. Es ist also ein Film aus einer israelischen Perspektive heraus, der versucht, investigativ mit diesem Thema umzugehen.

Wir alle kennen die Mechanismen

Yuval Abraham and Rachel Szor (l.) kommen möglicherweise nach Deutschland, um „Naza“ zu präsentieren.

Yuval Abraham and Rachel Szor (l.) kommen möglicherweise nach Deutschland, um „Naza“ zu präsentieren.

© imago/Maria Laura Antonelli/AGF

Stehen Sie in Kontakt mit Rachel Szor und Yuval Abraham? Wie erleben die beiden diese Eskalation?

Ich glaube, sie haben solche Reaktionen erwartet. Vielleicht nicht in der Dichte, und dass ihnen mit dem Entzug der Staatsbürgerschaft gedroht wird, ist natürlich heftig. Aber Rachel und Yuval sind nicht so naiv, dass sie dachten, das wird schon alles gut laufen oder das wird wohlwollend begleitet. Wir alle kennen die Mechanismen, und sie können damit umgehen, aber natürlich muss sich die Lage jetzt ein bisschen entspannen.

Kommen die beiden denn nach Deutschland, um ihren Film vorzustellen?

Daran arbeiten wir gerade, aber es gibt Sicherheitsthemen, die dabei eine Rolle spielen. Eine Filmvorstellung, an der die beiden teilnehmen, würde relativ spontan angesetzt, aber wir hoffen, dass wir das noch hinkriegen, wenn auch vielleicht nicht vor dem bundesweiten Kinostart am 1. Oktober.

Es liegt Yuval Abraham wirklich sehr am Herzen, dass die Diskussion auch in Deutschland geführt wird. Auch weil er, wie er schon bei „No Other Land“ sagte, die deutsche Unterstützung Israels mit Waffen sehr kritisch sieht.

In wie vielen Kinos wird der Film in Deutschland denn starten?

Wir gehen vor allem in Arthouse-Kinos und sind da schon ein bisschen selektiv, aber ich denke mal, wir werden mit 60 bis 70 Kinos starten.

Wovon „Naza“ profitiert

Ist das Interesse an dem Film denn jetzt noch gewachsen oder gibt es auch Kinos, die Sicherheitsbedenken haben?

Es gibt ein verstärktes Interesse, und zwar auch aufgrund der Historie von „No Other Land“. Damals gab es sehr viel Angst, auch aufgrund der Vorfälle bei der Berlinale, dass es zu irgendwelchen Shitstorms und Unruhen kommt. Aber mittlerweile haben fast 300 Kinos in Deutschland den Film gezeigt und es ist nie etwas passiert. Die Leute, die ihn sich ansehen, sind wirklich an einem Diskurs interessiert. Und es ist auch nicht so, dass diese Filme für Propagandazwecke verwendet oder verklärt werden. Davon profitiert nun „Naza“.

Sie haben vorhin von Zielgruppenmarketing gesprochen. Welches ist denn Ihre Zielgruppe für „Naza“?

Das Kinopublikum bei „No Other Land“ war zwar gemischt, aber wir haben schon gemerkt, dass gerade das universitäre Publikum stark vertreten war. Es gab Veranstaltungen an sehr vielen Universitäten, und ich war beeindruckt, wie man sich auf diese Themen vorbereitet hat. Dieses Publikum, versuchen wir, auch jetzt wieder anzusprechen. Die junge Zielgruppe hat mehr Fragen als vielleicht die ältere Generation, die das Thema Holocaust und die Entstehung Israels und Palästinas noch ein bisschen besser im Blick hat.

Lesen Sie mehr zum Thema

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1"نازا".. فيلم إسرائيلي يكشف ما وراء حرب غزة010.9316-09-2026
2Debatte um den Film „Naza“ über IDF: Öl ins Feuer012.4119-09-2026
3„Todesstrafe für Verräter“: Rechte in Israel rufen zum Mord an „Naza“-Regisseuren auf011.7218-09-2026
4«Naza» fa tremare Netanyahu alla vigilia delle elezioni in Israele08.5628-09-2026
5Israeli Americans Protest Outside ‘NAZA’ New York Premiere by Screening Oct. 7 Attacks Footage014.3127-09-2026
6Elizabeth Holmes maintains she did nothing wrong in new documentary trailer015.8223-09-2026
7A new documentary examines Musk’s attempts to control online speech. Now major platforms won’t even run its ad09.1827-09-2026
8El ministro de Cultura de Israel pide retirar la nacionalidad a los directores del documental 'Naza'06.2114-09-2026
9Bericht vom Filmfestival in Venedig: Diesem Kino geht es gut012.9813-09-2026
10Gary Glitter Docuseries Pulled From Netflix Upcoming Releases After ‘New Legal Information’011.2623-09-2026

Классификация: . Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 10.39. Источник: www.berliner-zeitung.de.