Marieke Verberne baute sich ihr eigenes Tiny House im elterlichen Garten. Nach mehreren Jahren im Mini-Haus steht die Immobilie nun zum Verkauf.
Marieke Verberne baute sich ihr eigenes Tiny House im elterlichen Garten. Nach mehreren Jahren im Mini-Haus steht die Immobilie nun zum Verkauf.
Die Niederländerin Marieke Verberne verkauft ihr selbst entworfenes Tiny House. Die 25-Jährige lebte während ihres Studiums drei Jahre lang in dem kleinen Haus im Garten ihrer Eltern in Nuenen, wie die Regionalzeitung „Eindhovens Dagblad“ berichtet. Inzwischen hat sie ihr Studium an der Fontys University of Applied Sciences in den Niederlanden abgeschlossen und zieht mit ihrem Partner nach Eindhoven.
„Ich bin einfach nicht der Typ dafür, in einem Studentenwohnheim zu wohnen“, sagt Verberne, die aber auch nicht bei ihren Eltern leben wollte. Eine eigene Wohnung sei jedoch zu teuer gewesen. Inspiriert von verschiedenen Sendungen entwarf sie schließlich ein Tiny House und schickte die Unterlagen an einen Bauunternehmer. Nach einem halben Jahr stand die Immobilie.
Um vieles kümmerte sich Verberne dabei laut „Eindhovens Dagblad“ selbst, verlegte zum Beispiel den Boden und die Fußbodenheizung selbst. Dabei halfen ihr YouTube-Videos. Mit ihrem Vater und Onkel hatte sie zudem die Unterstützung von Heimwerkern.
Um sich den Traum von der eigenen Immobilie finanzieren zu können, lieh sie sich von ihren Eltern Geld. Zudem konnte sie auf das Erbe ihrer Großmutter und auf ihre eigenen Ersparnisse zurückgreifen.
Online steht ihr 30-Quadratmeter-Haus nun für 49.900 Euro zum Verkauf, wie auf „tinyfindy“ zu sehen ist. Es verfügt unter anderem über einen Stromanschluss, Wasserleitung und Fußbodenheizung.
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Auf den sieben mal drei Metern gibt es zudem eine Sitzecke, eine voll ausgestattete Küche, einen Arbeitsplatz, ein Badezimmer und eine Empore mit dem Schlafbereich. „Jede Ecke wird genutzt und man lernt, dass man gar nicht so viele Sachen braucht“, sagt Verberne laut „Eindhovens Dagblad“ über diese Art des Wohnens.
Verberne hat für sich eine Lösung gefunden, um den hohen Wohnkosten zu entgehen. Wie teuer das Wohnen für Studierende in Deutschland inzwischen sein kann, zeigt laut der Deutschen Presse-Agentur eine aktuelle Auswertung der WG-Mieten.
Deutschlandweit sind die Preise für WG-Zimmer mit zwei bis drei Personen demnach zuletzt weitgehend stabil geblieben. Der durchschnittliche Angebotspreis lag laut einer Auswertung des Moses Mendelssohn Instituts vor dem anstehenden Wintersemester bei 510 Euro (im Frühjahr vor dem Sommersemester: 512 Euro).
Deutlich teurer sind WG-Zimmer in den großen Städten. In Berlin, Hamburg, München und Köln wurden Zimmer in kleineren Wohngemeinschaften vor Beginn des Wintersemesters im Schnitt für 692 Euro angeboten – 23 Euro mehr als ein halbes Jahr zuvor.