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Marder in der Zwischendecke: Anzeichen und Maßnahmen

Дата публикации: 12-08-2026 12:54:00

Ein Marder in der Zwischendecke ist mehr als nur ein Störenfried. Er kann Dämmung zerstören, Kabel beschädigen und gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

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Ein Marder in der Zwischendecke ist mehr als nur ein nächtlicher Störenfried. Er kann Dämmung zerstören, Kabel beschädigen und gesundheitliche Risiken mit sich bringen.

Ein Marder in der Zwischendecke kann sehr laut sein. Das stört vor allem nachts, wenn wir gerne schlafen möchten. Doch nicht nur am Krach kann ein Marder erkannt werden, es gibt noch weitere Merkmale, die ihn auch von Mäusen oder Ratten unterscheiden können.

  • Marder sind laut und richten Schäden am und im Haus an. Doch das ist nicht das einzige Problem. Sie kommen oft immer wieder, auch nach Wochen.
  • Marder dürfen nicht getötet werden. Sie können sie nur verjagen oder entfernen. Aber: Eine Lebendfalle kaufen, aufstellen und den gefangenen Marder irgendwo aussetzen ist keine generell erlaubte Maßnahme. Insbesondere das Fangen und anschließende Verbringen des Tieres kann jagdrechtlich problematisch sein.
  • Innerhalb der Marderschonzeit dürfen Sie auch nicht entfernt werden, denn die Jungen würden alleine zurückbleiben und verhungern. 
  • Tun Sie dies trotzdem, dann droht eine Strafe. Die Schonzeit und die Höhe der Strafe sind von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.
Anzeichen für einen Marder in der Zwischendecke

Marder sind nachtaktiv und machen sich selten tagsüber bemerkbar. Doch es gibt typische Hinweise auf ihre Anwesenheit:

  • Poltergeräusche in der Nacht: Besonders auffällig sind trampelnde oder scharrende Geräusche, meist in den frühen Morgenstunden oder am späten Abend.
  • Kratzspuren und Kot: Marderkot ähnelt dem von Katzen, ist aber meist an bestimmten Stellen konzentriert, sogenannten „Mardertoiletten“.
  • Strenger Geruch: Marder markieren ihr Revier mit Urin – ein beißender, ammoniakähnlicher Geruch kann sich verbreiten.
  • Isolationsmaterial verteilt: Marder polstern ihre Nester mit Dämmmaterial aus. Achten Sie auf herausgerissene oder zerfledderte Dämmstoffe.
  • Beschädigte Kabel oder Schläuche: Marder nagen gerne an Kabeln – besonders gefährlich im Dach oder bei angrenzenden Elektroinstallationen.

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Ein Marder.

Ist ein Marder in die Zwischendecke gelangt, kann er nur schwer vertrieben werden (Symbolbild). IMAGO / imagebroker
So können Sie Marder loswerden

Marder können sehr hartnäckig sein und manchmal ist es ein echter Kampf, wenn Sie sie loswerden möchten. Sie sollten sich deswegen nicht auf ein Mittel verlassen, sondern möglichst mehrere der folgenden Tipps in Anspruch nehmen. So maximieren Sie Ihren Erfolg beim Vertreiben des Marders.

  • Ihre erste Anlaufstelle könnte ein Profi sein. Kammerjäger kümmern sich um Marder, sind mit einem Stundenlohn von bis zu 150 Euro aber auch sehr kostspielig. Erfragen Sie am besten vorher das genaue Vorgehen und vereinbaren Sie gegebenenfalls eine Pauschale.
  • Ansprechpartner können je nach Bundesland und Ort die Jagdbehörde, der Jagdausübungsberechtigte, die Gemeinde oder ein Fachbetrieb sein.
  • Sie können aber auch selber aktiv werden. Versperren Sie alle Zugänge zur Zwischendecke. Dies kann sich als schweres Vorhaben entpuppen, denn der Marder kennt meist mehr Schlupflöcher als Sie. Das darf aber erst geschehen, wenn sicher ausgeschlossen ist, dass sich der Marder oder Jungtiere im Gebäude befinden. Andernfalls können Tiere eingeschlossen oder Mutter und Jungtiere getrennt werden.
  • Es gibt auch Gerüche, die Marder nicht leiden können und mit denen Sie sie vertreiben können. Dazu zählen Haare, Kot und Urin (jeweils von Katze oder Hund), Mottenkugeln, WC-Steine, Nelken oder Zitronen.
  • Auch andere Hilfsmittel haben sich bewährt. Sie können dem Marder auch mit einem Bewegungsmelder mit Lichtsignalen auflauern, ein Ultraschallgerät oder speziellen Mardersprays verwenden.
Marder in der Zwischendecke: Vorbeugen ist besser als vertreiben

Um einem erneuten Befall vorzubeugen, helfen folgende Maßnahmen:

  • Gebäude abdichten: Überprüfen Sie regelmäßig Dachziegel, Lüftungsschlitze und Dachrinnen auf mögliche Schlupflöcher.
  • Bäume und Rankhilfen zurückschneiden: Marder nutzen Äste als „Brücken“ aufs Dach.
  • Keine Futterquellen bereitstellen: Tierfutter, Kompost oder Müll können Marder anlocken – halten Sie diese Bereiche sauber und verschlossen.

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