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Was den Besuchern geboten wurde: „Saugudd“ und „Oh leck“ – Warum der Oberthaler Töpfermarkt so viele begeistert

Дата публикации: 03-05-2026 15:09:00




Beim Oberthaler Töpfermarkt finden Besucher eine große Auswahl an Kunsthandwerk. Auf Künstlerseite treffen Stammgäste und noch neue Aussteller aufeinander. Was macht das Ambiente so besonders?



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Was den Besuchern geboten wurde „Saugudd“ und „Oh leck“ – Warum der Oberthaler Töpfermarkt so viele begeistert

Oberthal · Beim Oberthaler Töpfermarkt finden Besucher eine große Auswahl an Kunsthandwerk. Auf Künstlerseite treffen Stammgäste und noch neue Aussteller aufeinander. Was macht das Ambiente so besonders?

03.05.2026 , 17:09 Uhr

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Rundgang auf dem Töpfermarkt in Oberthal

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Foto: Evelyn Schneider

„Gunndach“ grüßt einer der Wichtel, während sein Kamerad mit der hellblauen Keramik-Mütze bekundet: „Saugudd“. Vielleicht die Antwort auf die Frage „Wie geht’s?“ oder auch „Wie gefällt es dir hier?“ Astrid Köhler, welche die freundlichen Zeitgenossen geschaffen hat, findet den Oberthaler Töpfermarkt jedenfalls richtig gut. Weshalb sie auch schon seit etwa 15 Jahren als Ausstellerin zu der Traditionsveranstaltung im Landkreis St. Wendel am ersten Maiwochenende anreist. Neben ihrem Verkaufsstand organisiert sie noch einen Programmpunkt für Kinder. Die jüngsten Marktbesucher können beim Töpfern ihr handwerkliches Geschick ausprobieren. Seit 1995 betreibt Köhler ihre Keramikwerkstatt „RaumTonKunst AK“ im rheinland-pfälzischen Hundsbach und ist auch regelmäßig auf Märkten unterwegs. „In Oberthal gibt es immer eine gute Resonanz, und ich verkaufe super-gut“, lobt die Künstlerin. Die Saarländer hat sie als gemütlich und kaufwillig kennengelernt. Und da sie immer wieder auf Veranstaltungen im Saarland dabei ist, hat sie den einen oder anderen Klassiker des Dialekts wie den Ausruf „Oh leck“ auf ihre Keramik gebannt.

Steine mit positiver Botschaft

Sprache ist auch am Stand von Yvonne Strupp ein Thema. Sie präsentiert „Botschaften in Ton“. Die Idee dazu entstand während der Coronazeit. Damals fing die Künstlerin, die auch Resilienz-Trainerin ist, damit an, Botschaften auf Steine zu malen. „Einfach, um den Menschen etwas Positives mit auf den Weg zu geben“, sagt Strupp. Und wenn es dann die Rückmeldung von Kunden gebe, dass es geklappt habe, freut es die Künstlerin. „Trau Dich“, „Hab Mut“ und „In der Ruhe liegt die Kraft“ lauten einige der Botschaften auf den Steinen. Hier und da kommen Yvonne Strupp und ihr Mann Christoph mit Besuchern ins Gespräch. Eine Kundin habe erzählt, dass ihre Tochter jeden Abend mit dem Mut- und dem Vertrauensstein einschlafe. Auch „Chill-Kröten“, „Be Happy-Bienchen“ und Pinguine am Ruhepol finden sich an dem Stand der kreativen Resilienz-Trainerin aus Wasserliesch im Landkreis Trier-Saarburg. Nach der Premiere im vergangenen Jahr wollten die Strupps wieder dabei sein. „Wir sind gerne im Saarland und fühlen uns hier gut aufgenommen“, sagt Christoph Strupp, der den Organisationspart übernimmt. Beim Töpfermarkt in Oberthal sei das Orga-Team immer bemüht, auf jeden Aussteller einzugehen, die Veranstaltung sei gut organisiert.

Arbeiten mit Raku-Brand

Das schätzt auch Ute André-Engelhardt, die schon viele Male ihre Arbeiten in Oberthal präsentiert hat. Sie ist auf den Raku-Brand spezialisiert, hat ihr Atelier in Neuried am Oberrhein. Wie sie erläutert, stamme der Raku-Brand ursprünglich aus Japan. Die glasierte Keramik komme für zwei Stunden in einen 1000 Grad heißen Ofen. „Ich feuere mit Gas“, berichtet die Künstlerin. Holz nennt sie als mögliche Variante.

Nach zwei Stunden werden die noch heißen Objekte in ein Bett aus Sägespänen gepackt. Dadurch entstehe Feuer, und die Keramik werde noch einmal gebrannt. „Mit Erde und Sand wird das Ganze abgedeckt.“ Nach neuerlich zwei Stunden holt die Künstlerin die Keramik hervor. Durch die Kombination aus Oxidation und Reduktion entstünden deren Farben.

Zufrieden mit der Resonanz

Zebras und Elefanten sind unter anderem an ihrem Stand zu sehen. „Afrika war schon immer ein Thema von mir“, erzählt André-Engelhardt. Seit ein paar Jahren habe sie außerdem die organischen Formen für sich entdeckt. Diese zu fertigen, bereite ihr aktuell besonders große Freude. Während sie ihren Blick über ihre Arbeiten am Stand schweifen lässt, bleiben zwei Marktbesucherinnen bei ihr stehen. „Das ist der schönste Stand“, schwärmt eine von ihnen und zaubert so ein Lächeln auf die Lippen der Künstlerin.

Um die Mittagszeit ist der Töpfermarkt am Sonntag gut besucht. Bürgermeister Björn Gebauer (SPD) ist auch mit der Resonanz am Vortag zufrieden. Es sei einmal mehr das klassische Kommen und Gehen. Daher sei es schwierig, die Besucherzahl zu schätzen. In der Regel locke der Markt an beiden Tagen zwischen 7000 und 10 000 Gästen an. „Ich denke, das passt auch dieses Mal wieder“, sagt Gebauer. Wie bereits am Vortag möchte er das Gespräch mit den Standbetreibern suchen. Bislang seien sie zufrieden gewesen.

Keramik auch für den Garten

Samstagabend hat auch der Auftritt der Band Blade’s Inn zum Programm gehört. Bis etwa 21.30 Uhr spielten die Musiker. Währenddessen hatten die Künstler Gelegenheit, zusammenzukommen. „Es war ein schöner Austausch“, lobt Brigitte Lang, die mit ihrem Mann Rudi nach Oberthal gekommen ist. Mit ihrem Keramik-Atelier ist die Künstlerin aus Rauenberg-Rotenberg quasi Stammgast beim Töpfermarkt. „Hier gibt es einfach ein schönes Ambiente und ein nettes Publikum“, sagt Brigitte Lang und ihr Mann ergänzt: „Man spürt, dass die Gemeinde und der Handwerker- und Gewerbeverein gut zusammenarbeiten.“ Bereits zum 23. Mal haben sie als gemeinsamer Veranstalter den Markt organisiert. Am Stand der Langs kommen Gartenliebhaber auf ihre Kosten. So gehören unter anderem Brunnen im Stil des Künstlers Hundertwasser zum Angebot. Ihre Inspiration finde sie in der Natur, verrät Brigitte Lang. „Ich wache morgens auf und habe eine Idee.“

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