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KI führt Wanderer in die Irre: Retter müssen nach „folgenschwerem“ Fehler ausrücken

Дата публикации: 11-09-2026 10:57:00

Drei Wanderer sind am Mount Shasta in Bergnot geraten. Sie verließen sich bei der Ausrüstung vorrangig auf eine KI und führten viel zu wenig Proviant mit sich.

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Drei Wanderer sind am Mount Shasta in Bergnot geraten. Sie verließen sich bei der Ausrüstung vorrangig auf eine KI und führten viel zu wenig Proviant mit sich.

Drei Wanderer aus Kalifornien mussten am Mount Shasta aufwendig gerettet werden, nachdem sie ihre Bergtour mithilfe von Google Gemini geplant hatten. Die Gruppe vertraute für die Routenwahl und die Ausrüstung hauptsächlich auf die künstliche Intelligenz des Tech-Riesen. Die digitale Reiseplanung erwies sich jedoch als kritischer Fehltritt.

„Die Wanderer brachen um 3 Uhr morgens mit Tagesrucksäcken zum Gipfel des Mount Shasta auf. Sie erreichten den Gipfel an diesem Abend um 19 Uhr – deutlich nach der empfohlenen Umkehrzeit von 12 Uhr – und stiegen im Dunkeln wieder ab. Eine Stunde nach Beginn des Abstiegs rief die Gruppe die Leitstelle des Sheriffs von Siskiyou County an, um nach dem Weg zu fragen. Schließlich gerieten sie jedoch vom Weg ab und in den Mud Creek Canyon“, beschrieb das Sheriff-Büro von Siskiyou County die Situation auf Facebook.

Wanderer fragen KI nach Route und Essen – Retter müssen ausrücken: „Ihr geplanter Aufstieg wurde zu einem mehrtägigen Martyrium“

Später in dieser Nacht stürzte auch noch eines der Gruppenmitglieder und zog sich eine Knieverletzung zu. Die Gruppe saß im Mud Creek Canyon fest und musste in der steilen Rinne biwakieren, bis sie am folgenden Morgen von den Kletter-Rangern des US Forest Service angetroffen wurde.

Die Geretteten erklärten später, die KI habe ihnen eine viel zu geringe Menge an Proviant empfohlen. Das Sheriff-Büro von Siskiyou County erklärte laut der „Los Angeles Times“: „Dies war ein folgenschwerer Fehler, da ihnen von Gemini geraten wurde, weit weniger Nahrung und Wasser mitzunehmen, als die Gruppe benötigte, insbesondere als ihr geplanter Aufstieg zu einem mehrtägigen Martyrium wurde.“

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Zur Navigation gaben die Beamten den Ratschlag: „Verlassen Sie sich nicht einfach auf Ihr Mobiltelefon oder Ihr Garmin-Gerät, und halten Sie häufig an, um zu überprüfen, ob Sie sich auf dem korrekten Weg befinden.“ Google teilte US-Medien zufolge mit, den Vorfall zu untersuchen, konnte die fehlerhaften Gemini-Antworten intern bisher jedoch nicht exakt reproduzieren. 

Die Bergrettung Meran

Auch die Bergrettung Meran warnt davor, sich bei alpinen Touren ausschließlich auf KI-generierte Routen zu verlassen (Symbolbild) IMAGO / IPON
KI leitet Wanderer leichtfertig über einen Gletscher

Wegen fehlerhafter digitaler Ratschläge schlagen Experten auch in Europa Alarm, nachdem in Südtirol eine unvorbereitete Wandergruppe eine KI-generierte Gletschertour antreten wollte. Nur das Eingreifen ihres Vermieters verhinderte das Vorhaben. Der Leiter der Bergrettungsstation Meran, Stefan Gruber, warnte eindringlich vor den unberechenbaren Risiken solcher automatisierten Vorschläge. „Das ist nicht nur ein langer Wanderweg, sondern auch eine Route, die für Bergungeübte völlig ungeeignet ist“, betonte Gruber.

KI-Routenplanung in den Allgäuer Alpen

Wie schnell eine fehlerhafte KI-Routenplanung problematisch werden kann, zeigt ein weiterer Vorfall in den Allgäuer Alpen. Zwei Wanderer vertrauten bei ihrer Tourenplanung auf die Angaben einer KI und gerieten dadurch auf einen alten Jägersteig.

Dieser führte laut dem „Österreichischem Rundfunk Kärnten“ über Gräben und war als Route nicht geeignet. Die Wanderer verloren daraufhin die Orientierung und mussten mit einem Hubschrauber gerettet werden.

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