An einem Strand in Italien muss eine fünf Meter breite Zone vor dem Wasser für Rettungseinsätze freigehalten werden. Das war einem Touristen egal.
An einem Strand in Italien muss eine fünf Meter breite Zone vor dem Wasser für Rettungseinsätze freigehalten werden. Das war einem Touristen egal.
Ein slowakischer Tourist mietete am Strand von Cavallino-Treporti zwei Liegen und einen Sonnenschirm in der ersten Reihe auf dem Strandabschnitt zwischen Cavallino und Ca' di Valle.
Da ihm die Entfernung zum Meer nicht ausreichte, stellte er den Schirm eigenmächtig in den fünf Meter breiten Bereich an der Wasserkante, der für den Durchgang und insbesondere für Rettungseinsätze freigehalten werden muss, wie „Il Fatto Quotidiano“ berichtet.
Bademeister forderten den Urlauber mehrfach auf, den Sonnenschirm an seinen zugewiesenen Platz zurückzubringen. Da er sich weigerte, riefen die Mitarbeiter schließlich die Carabinieri. Erst nach deren Einschreiten gab der Tourist nach und räumte die Uferzone wieder frei.
Die Gemeinde Cavallino-Treporti will nun die Beschilderung laut dem italienischen Portal „Polesine24“ verbessern und die Kontrollen verstärken. Nach Ansicht der Bürgermeisterin gibt es ausreichend freie Strandabschnitte. Problematisch sei vielmehr das Verhalten einzelner Urlauber, die sich über die geltenden Regeln hinwegsetzten. Das Gebiet verfüge über zahlreiche freie Strandabschnitte, an denen regelmäßig Sonnenschirme und Ausrüstung aufgestellt werden könnten.
Auch im italienischen Latium wollten sich Touristen nicht an die Regeln halten. Die Sandstrände von Torvaianica locken Tausende von Badegästen an, doch nicht immer spielt das Meer mit. Wenn die Wellen immer höher werden und das Schwimmen lebensgefährlich wird, wird die rote Flagge gehisst.
So war es kürzlich an einem Tag mit besonders rauer See. Doch nicht alle hielten sich an das Badeverbot. Der 17-jährige Denis, der als Rettungsschwimmer am Strand eingeteilt war, musste innerhalb weniger Stunden acht Menschen retten und sicher ans Ufer bringen.