Ohne Cristiano Ronaldo bleibt Portugal in der Nations League makellos. Jorge Jesus lässt die Tür für eine Rückkehr offen und spricht von einem Missverständnis.
Nach der Qualifikation für das Viertelfinale der Nations League zeigt sich Portugals Nationaltrainer Jorge Jesus offen für die Rückkehr von Superstar Cristiano Ronaldo.
Jesus sagte nach dem 2:1 gegen Norwegen in Porto: „Für mich ist Cris bei der nächsten Nominierung – sofern er bei Al-Nassr spielt – ein Kandidat für den Kader. Wenn er zurückkehren will, wird er zurückkehren.“
Portugals Rekordspieler und -torschütze Ronaldo hatte das Team unter der Woche verlassen, nachdem er beim 2:1 in Norwegen nicht eingesetzt worden und für das folgende Spiel in Dänemark nicht für die Startelf vorgesehen war.
Der 72 Jahre alte Jorge Jesus, der Ronaldo in der vorigen Saison bei Al-Nassr in Saudi-Arabien trainiert und den Club zur Meisterschaft geführt hatte, sprach von einem Missverständnis, das leicht zu klären sei. Die Entscheidung über eine Rückkehr Ronaldos im November würde nicht allein bei ihm liegen. „Ich weiß nicht, was passieren wird. Cris ist derjenige, der entscheiden wird.“
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Auch Portugals Verbandspräsident Pedro Proenca kündigte an, zwischen Ronaldo und Jesus zu vermitteln. „Jetzt, da diese vier Spiele vorbei sind, werden wir alle die Zeit und Ruhe haben, uns hinzusetzen und ein Missverständnis zu lösen.“ Bislang bestritt der 41-jährige Ronaldo für Portugal 234 Länderspiele, in denen er 146 Tore erzielte – beides Rekordmarken im internationalen Fußball.
Titelverteidiger Portugal gewann alle drei Nations-League-Spiele in der turbulenten Woche ohne Ronaldo und steht vorzeitig im Viertelfinale. In allen drei Spielen traf zudem der anstelle von Ronaldo als Mittelstürmer aufgebotene Goncalo Ramos.
Die Spieler der portugiesischen Nationalmannschaft zeigten sich öffentlich um Zusammenhalt bemüht. Der neue Kapitän Bruno Fernandes etwa nannte Ronaldo „das größte Symbol unserer Nationalmannschaft, unseres Fußballs und unseres Landes“.
Auch die beiden Außenverteidiger Nuno Mendes und Joao Cancelo äußerten sich. „Wenn Cris zurückkehrt, empfangen wir ihn mit offenen Armen“, sagte Mendes. Cancelo: „Wir alle wollen, dass die Situation ruhig und mit dem Respekt gelöst wird, den Cristiano verdient.“