Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband haben das „Naturwunder des Jahres 2026“ gekürt. Auch ein spektakulärer Naturschauplatz an der Saar war nominiert worden.
Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband haben das „Naturwunder des Jahres 2026“ gekürt. Auch ein spektakulärer Naturschauplatz an der Saar war nominiert worden.
30.09.2026 , 13:17 Uhr
„Deutschlands Naturwunder 2026“: Das ist das Ergebnis der Wahl
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Die Heinz Sielmann Stiftung und der Deutsche Wanderverband haben am Montag, 28. September, das „Naturwunder des Jahres 2026“ gekürt. Die Teufelsmauer in Sachsen-Anhalt setzte sich bei der Wahl knapp vor den Saalfelder Feengrotten in Thüringen durch. Auch ein spektakulärer Naturschauplatz kurz hinter der Grenze zum Saarland war nominiert worden.
Zur Wahl standen in diesem Jahr neun spektakuläre Naturorte aus den Bundesländern Sachsen, Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Thüringen und Schleswig-Holstein, darunter auch der Wiltinger Saarbogen bei Kanzem (Landkreis Trier-Saarburg) in Rheinland-Pfalz. „Viele dieser Orte beeindrucken nicht nur durch ihre außergewöhnliche Schönheit, sondern sind zugleich wichtige Lebensräume für seltene Tier-, Pilz- und Pflanzenarten“, erläutert die Heinz Sielmann Stiftung.
Über den Titel „Naturwunder des Jahres 2026“ darf sich nun die sagenumwobene Teufelsmauer im nördlichen Harzvorland freuen. „Die Teufelsmauer beeindruckt mit markanten Sandsteinfelsen, die sich wie eine natürliche Mauer durch die Landschaft ziehen“, so die Veranstalter. Der Name der Teufelsmauer geht auf eine alte Sage zurück: Demnach wollte der Teufel in nur einer Nacht eine Mauer errichten, um sich mit Gott die Herrschaft über die Erde zu teilen. Doch der Schrei eines Hahns ließ ihn glauben, die Nacht sei bereits vorüber, woraufhin er sein fast vollendetes Werk aus Wut wieder einriss.
Die rund 80 Millionen Jahre alten Formationen seien durch Hebung und Erosion entstanden und würden zu den bedeutenden Geotopen Deutschlands zählen. „Nährstoffarme Böden bieten spezialisierten Pflanzen Lebensraum, während die Felsen unter anderem Wanderfalken, Fledermäusen, Zauneidechsen und Schlingnattern Rückzugsorte bieten“, hieß es.
Wiltinger Saarbogen. Der Fluss windet sich durch das Tal und ist von Weinbergen und grünen Wäldern umgeben.
Foto: IMAGO/Zoonar/IMAGO/Zoonar.com/fotopingAuf Platz zwei und drei folgen die Saalfelder Feengrotten in Thüringen und das Brenner Moor (Schleswig-Holstein). Der Wiltinger Saarbogen bei Kanzem hinter der Saar-Grenze holt bei der Wahl Platz 6.
(Abstimmungsergebnis nach Wahlende vom 28. September 2026 um 6.15 Uhr)
Der Wiltinger Saarbogen ist der einzige noch weitgehend naturbelassene und nicht schiffbare Abschnitt der unteren Saar. „Stromschnellen, Stillwasserzonen, Feuchtgebiete und Röhrichte bilden ein vielfältiges Mosaik von Lebensräumen“, betonen die Veranstalter der Naturwunder-Wahl 2026.
Eisvogel, Biber, Graureiher und Kormoran seien hier zu Hause. Geführte Kanutouren würden es ermöglichen, die sensible Flusslandschaft naturverträglich zu erleben.
Diese Naturwunder zählen zu den schönsten in Deutschland 2026
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Das 167 Hektar große Naturschutzgebiet im Landkreis Trier-Saarburg erstreckt sich über Teile der Gemarkungen Wiltingen, Kanzem, Schoden und Filzen. Der etwa acht Kilometer lange Flussabschnitt im Wiltinger Saarbogen hat beim Saarausbau in den 1980er-Jahren keine nennenswerte Veränderung erfahren, da für die Großschifffahrt die Schleife durch den Saarkanal bei Kanzem abgeschnitten wurde.
Aus dem Nachbarland Rheinland-Pfalz war auch ein zweites Naturjuwel im Rennen um den Titel „Deutschlands Naturwunder 2026“: der Druidenstein im Westerwald. „Die Basaltsäulen des Druidensteins im Westerwald wirken wie sorgfältig aufeinandergestellte Steinpfeiler“, erklärt die Heinz Sielmann Stiftung.
Im vergangenen Jahr wurde die Breitachklamm in den Allgäuer Alpen zum Naturwunder des Jahres gekürt. Mit einem Wahlergebnis von 28,73 Prozent setzte sich die Breitachklamm deutlich gegen acht weitere Naturschönheiten durch. Auf den zweiten Platz kam der Blautopf aus Baden-Württemberg, gefolgt vom Wasserbaum bei Ockensen in Niedersachsen.
Auch die Reisereporter haben im Jahr 2026 in ihrem neuen Ranking die 21 schönsten Naturwunder Deutschlands gekürt, darunter auch die Saarschleife im Saarland.
(ceh)
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