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Ryobi RDD18C1 im Test: Akku-Bohrschrauber mit bürstenlosem Motor & 18-V-System

Дата публикации: 04-10-2026 09:51:00

Bürstenloser Motor und 13-mm-Bohrfutter mit Metallhülse: Das bringt der Ryobi RDD18C1 in einem kompakten Gehäuse. Ob er im Alltag überzeugt, zeigt der Test.

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Bürstenloser Motor und 13-mm-Bohrfutter mit Metallhülse: Das bringt der Ryobi RDD18C1 in einem kompakten Gehäuse. Ob er im Alltag überzeugt, zeigt der Test.

Der RDD18C1 ist der kompakte Akku-Bohrschrauber in der zweiten Generation von Ryobis One+ HP Compact Series. Die HP-Serie steht bei Ryobi für höhere Leistung und einen bürstenlosen Antrieb.

Erhältlich ist das Gerät solo als RDD18C1-0 ohne Akku und Ladegerät oder in Sets, etwa als RDD18C1-220S mit zwei 2-Ah-Akkus, Ladegerät und Tasche. Die Solo-Version richtet sich an alle, die bereits Akkus aus dem One+-System besitzen. Dieses umfasst bei Ryobi über 200 Geräte, vom Akku-Rasenmäher über den Laubbläser bis zur Kühlbox. Der RDD18C1 zielt damit vor allem auf ambitionierte Heimwerker, die Werkstatt und Garten mit denselben Akkus betreiben wollen. Wir haben das Gerät zur Black Week privat im Set gekauft und nutzen es seit fast einem Jahr im Alltag. Wie sich der kompakte Akku-Bohrschrauber dabei schlägt, zeigt der Test.

Technische Daten

Der RDD18C1 arbeitet mit 18-V-Lithium-Ionen-Akkus des One+-Systems und einem bürstenlosen Motor. Ryobi nennt ein maximales Drehmoment von 60 Nm (Newtonmeter), Werte für den harten und weichen Schraubfall fehlen. Für die 18-V-Klasse sind 60 Nm üblich. Das Zweiganggetriebe erreicht 0 bis 450 und 0 bis 1700 U/min (Umdrehungen pro Minute), die Kupplung bietet 24 Drehmomentstufen. Das werkzeuglose Bohrfutter spannt bis 13 mm. Die maximale Bohrleistung liegt laut Hersteller bei 38 mm in Holz und 13 mm in Stahl. Eine Schlagfunktion fehlt. Das Gerät wiegt 0,85 kg ohne und 1,4 kg mit 2-Ah-Akku (RB1820C). Abmessungen nennt Ryobi nicht. Der Schalldruckpegel beträgt 80 dB(A) (Dezibel), der Schallleistungspegel 88 dB(A).

Verarbeitung und Design

Der Lieferumfang hängt von der Variante ab. Die Solo-Version RDD18C1-0 kommt in einem Karton aus über 75 % recyceltem Material. Neben dem Akku-Bohrschrauber liegt nur ein doppelseitiger Bit bei, Akku, Ladegerät und Koffer fehlen. Das Set RDD18C1-220S bringt zwei 2-Ah-Akkus, ein Ladegerät und eine Tasche mit. Unser Set aus der Black Week enthielt zwei 4-Ah-Akkus, ein Ladegerät und eine Tasche. Über eine Cashback-Aktion bekamen wir zusätzlich einen dritten Akku mit 2 Ah.

Das Gehäuse trägt Ryobis auffälliges, giftgrünes Farbschema. Die Verarbeitung ist solide, einige Übergänge und Kanten wirken aber etwas grob. Für ein Werkzeug dieser Preisklasse ist das in Ordnung, an die Fertigungsqualität von Bosch oder Makita reicht der Eindruck jedoch nicht ganz heran.

Ryobi RDD18C1-220S – Bilderstrecke

Ryobi RDD18C-220S – Bilderstrecke

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Ryobi RDD18C-220S – Bilderstrecke

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Der RDD18C1 ist nur etwas größer als unsere Handfläche. Ohne Akku wiegt er 0,85 kg, mit dem 2-Ah-Akku 1,4 kg. Der kleine Akku bringt damit rund 550 g auf die Waage. Das geringe Gewicht trägt dazu bei, dass das Gerät angenehm in der Hand liegt. Die Griffmulde ist ergonomisch geformt und gummiert. Ryobi nennt diese Fläche G5 Grip Zone und verspricht neben besserem Halt eine Dämpfung von Vibrationen. Der Halt ist gut.

Positiv fällt das Bohrfutter auf: Die drehbare Hülse, mit der man es öffnet und schließt, besteht aus Metall. Sie fühlt sich wertig und stabil an und spannt zuverlässig. Mit 13 mm Spannweite nimmt das Bohrfutter auch dickere Bohrer auf als die 10-mm-Futter vieler kompakter Geräte.

Der Akku rastet per Klickmechanismus ein. Zum Lösen drückt man gleichzeitig die zwei Entriegelungstasten am Akku. Das verhindert ein versehentliches Herausfallen. Andere Ryobi-Geräte samt Akkus nutzen wir bereits seit vielen Jahren ohne Probleme.

Ausstattung und Funktionen

Der RDD18C1 gehört zur zweiten Generation der One+ HP Compact Series. Ryobi verspricht damit mehr Leistung bei noch kompakterer Bauweise. Das wichtigste Merkmal ist der bürstenlose Motor. Er arbeitet ohne Kohlebürsten, die sich abnutzen. Das macht ihn nahezu verschleißfrei und effizienter als einen Bürstenmotor. Die Akkuladung reicht dadurch länger, und der Motor erwärmt sich weniger.

Der erste Gang mit bis zu 450 U/min eignet sich für Schraubarbeiten mit hohem Drehmoment, der zweite mit bis zu 1700 U/min zum Bohren. Für ein 18-V-Gerät liegt die Höchstdrehzahl eher am unteren Rand, viele Konkurrenten erreichen rund 2000 U/min. Die 24 Drehmomentstufen liegen leicht über dem Marktstandard von etwa 20 Stufen und erlauben eine feine Abstufung.

Die LED-Arbeitsleuchte sitzt im breit zulaufenden Gehäuseteil über dem Akku, unter einer durchsichtigen Kunststoffabdeckung. Sie leuchtet eher schwach. Zudem ist sie ungünstig platziert, um die Bohrstelle auszuleuchten. Eine Leuchte direkt am Bohrfutter wäre die bessere Lösung.

Die größte Stärke ist das Akkusystem. Bei Ryobi passen die One+-Akkus in über 200 Geräte, etwa Akku-Rasenmäher, Laubbläser und -sauger oder gar Kühlboxen. Die Akkugrößen reichen von 2 Ah mit 36 Wh (Wattstunden) über 4 Ah mit 72 Wh bis zu 12 Ah. Der 12-Ah-Akku wiegt allein 1,7 kg. Für einen Akku-Bohrschrauber ist das unnötig, für Gartengeräte kann er sinnvoll sein. Einer herstellerübergreifenden Allianz wie Power for All oder CAS gehört One+ nicht an. Die Ladezeit hängt von Akku und Ladegerät ab.

Praxistest

Der RDD18C1 hatte im Alltag bei keiner Aufgabe zu wenig Kraft. Er liegt gut in der Hand, und mit dem 4-Ah-Akku hält er außergewöhnlich lange durch. Schwächen zeigt er nur bei der Arbeitsleuchte, bei der Verarbeitung einiger Kanten und bei der eher niedrigen Höchstdrehzahl.

Schrauben in Holz

Beim Schrauben kamen wir nie an die Grenzen des Geräts. Den ersten Gang mit 450 U/min nutzen wir für längere Schrauben, die 24 Drehmomentstufen helfen beim bündigen Versenken. Ryobi gibt für die Reichweite des Akkus Schrauben im Format 4 x 40 mm an. Solche Größen bewältigt der RDD18C1 mit seinen 60 Nm mühelos.

Bohren in Holz und Metall

Auch beim Bohren hatte der RDD18C1 keine Probleme. Ryobi nennt eine maximale Bohrleistung von 38 mm in Holz und 13 mm in Stahl. Letzteres entspricht der Spannweite des Bohrfutters. Ohne Schlagfunktion ist das Gerät für Mauerwerk und Beton aber nicht vorgesehen, dafür braucht es einen Schlagbohrschrauber oder einen Bohrhammer. Störend ist beim Bohren die schwache Leuchte über dem Akku. Sie hilft kaum dabei, Bohrlöcher oder Schraubenköpfe zu erkennen.

Akku und Laufzeit

Mit einem der beiden 4-Ah-Akkus mussten wir in einem halben Jahr gelegentlicher Nutzung kein einziges Mal nachladen. Das passt zu den Herstellerangaben: Ryobi nennt für den 4-Ah-Akku (RB1840X) 1600 eingedrehte Schrauben im Format 4 x 40 mm pro Ladung. Mit 2 Ah (RB1820C) sollen es 600 Schrauben sein, mit 2,5 Ah (RB1825C) 1000 und mit 5 Ah (RB1850X) 2400. Der 4-Ah-Akku schafft damit fast dreimal so viel wie die 2-Ah-Akkus aus dem regulären Set. Ersatzakkus sind problemlos erhältlich.

Handhabung

Dank des kompakten Formats und des Gewichts von 0,85 kg oder 1,4 kg mit kleinem Akku führt man den RDD18C1 angenehm einhändig. Das kommt auch Überkopfarbeiten entgegen. Mit dem 4-Ah-Akku wird das Gerät etwas schwerer, bleibt aber gut ausbalanciert. Die gummierte Griffmulde bietet sicheren Halt.

Preis

Die Solo-Version RDD18C1-0 bekommt man bei eBay ab 85 Euro. Für einen bürstenlosen 18-V-Akku-Bohrschrauber mit 60 Nm, 13-mm-Bohrfutter und Zugang zum vielseitigen One+-System ist das fair. Das Set mit zwei 2-Ah-Akkus und Ladegerät kostet aktuell 200 Euro (eBay) und ist damit etwas zu teuer. Einzeln gibt es die Akkus ab 40 Euro (2 Ah) und 53 Euro (4 Ah), ein Ladegerät für einen Akku ab 24 Euro. Gerät, 4-Ah-Akku und Ladegerät kosten so zusammen rund 162 Euro.

Richtig lohnend wird es bei Aktionen: Zur Black Week haben wir das Gerät mit zwei 4-Ah-Akkus, Ladegerät und Tasche für 129 Euro bei Bauhaus gekauft. Über eine Cashback-Aktion kam ein weiterer 2-Ah-Akku hinzu. Einzeln kostet dieses Paket ohne Tasche rund 255 Euro, wir zahlten also nur gut die Hälfte. Nach Registrierung gewährt Ryobi drei Jahre Garantie.

Fazit

Der Ryobi RDD18C1 ist ein kompakter, kräftiger Akku-Bohrschrauber mit bürstenlosem Motor. Im Alltagstest war er nie zu schwach, lag gut in der Hand und überzeugt mit einer Bohrfutterhülse aus Metall. Mit dem 4-Ah-Akku hält er sehr lange durch. Schwächen sind die schwache und ungünstig platzierte Leuchte, einige grob verarbeitete Kanten und die eher niedrige Drehzahl im zweiten Gang.

Für den bürstenlosen Motor, das vielseitige Akkusystem und die sonstige Ausstattung ist der RDD18C1 fair bepreist. Die Solo-Version ist für Besitzer von One+-Akkus eine klare Empfehlung. Das reguläre Set ist derzeit etwas zu teuer. In Aktionen wie der Black Week lohnt es sich dagegen enorm, Neueinsteiger sollten deshalb gezielt auf solche Angebote achten. Interessant ist das Gerät vor allem für ambitionierte Heimwerker, die auch Gartengeräte mit demselben Akku betreiben wollen.

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