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Bei Verstopfung hilft ein Glas warmes Wasser am Morgen

Дата публикации: 11-09-2026 06:27:00

Verstopfungen sind lästig. Durch eine ballaststoffreiche Ernährung, richtige Sitzhaltung auf Toilette und ausreichende Flüssigkeitszufuhr lässt sich vorbeugen.

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Verstopfungen sind lästig. Durch eine ballaststoffreiche Ernährung, richtige Sitzhaltung auf Toilette und ausreichende Flüssigkeitszufuhr lässt sich vorbeugen.

Die häufigsten Ursachen für Verstopfung sind eine ballaststoffarme Ernährung, zu wenig Flüssigkeit und Bewegungsmangel. Auch Stress, Veränderungen im Alltag oder auf Reisen sowie das häufige Unterdrücken des Stuhldrangs können die Darmtätigkeit beeinträchtigen. Darüber hinaus können bestimmte Medikamente oder Erkrankungen eine Verstopfung verursachen.

Erkennen lässt sich eine Verstopfung vor allem daran, dass

  • der Stuhlgang deutlich seltener erfolgt als gewöhnlich
  • der Stuhl hart und trocken ist
  • oder die Entleerung nur mit starkem Pressen möglich ist.

Viele Betroffene haben außerdem das Gefühl, dass sich der Darm nicht vollständig entleert hat. Auch Blähungen, ein Völlegefühl oder Bauchschmerzen können auftreten.

Dr. Christoph Nitsche ist Facharzt für Innere Medizin und Notfallmedizin. Er ist Teil unseres Expertennetzwerks EXPERTS Circle.

Ein Glas Wasser am Morgen kann Darmtätigkeit anregen

Bei Verstopfung helfen oft einfache Maßnahmen – vorausgesetzt, es steckt keine Erkrankung dahinter. Ich empfehle zunächst ausreichend zu trinken, sich regelmäßig zu bewegen und die Ballaststoffzufuhr langsam zu steigern.

Pflaumen und Flohsamenschalen können Verdauung fördern

Bewährt haben sich zudem Quellstoffe wie Flohsamenschalen. Sie binden Wasser, erhöhen das Stuhlvolumen und können dadurch die Darmentleerung erleichtern. Wichtig: Flohsamenschalen immer mit ausreichend Flüssigkeit einnehmen.

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Auch Trockenpflaumen oder Pflaumensaft können helfen, da sie unter anderem Sorbit enthalten, das Wasser in den Darm zieht.

Auf Toilette nicht stark pressen

Auch die Sitzhaltung kann die Darmentleerung durchaus erleichtern. Beim klassischen Sitzen auf der Toilette ist der Enddarm nicht optimal ausgerichtet. Hilfreich kann es sein, die Füße auf einen kleinen Hocker zu stellen, sodass die Knie etwas höher als die Hüften stehen. Dadurch wird die Körperhaltung einer Hocke angenähert und der Beckenboden kann sich leichter entspannen.

Wichtig ist vor allem: nicht stark pressen und sich ausreichend Zeit lassen. Langes Sitzen auf der Toilette – insbesondere mit dem Smartphone – sollte vermieden werden, da es den Druck auf den Enddarm erhöht und Hämorrhoiden begünstigen kann.

Ballaststoffreiche Ernährung entscheidend

Eine gute Toilettenhaltung ersetzt allerdings keine ausgewogene Ernährung. Insbesondere eine ballaststoffreiche Ernährungsweise kann die Darmtätigkeit unterstützen. Diese trägt dazu bei, dass der Stuhl weicher und leichter auszuscheiden ist.

Erwachsenen empfehle ich mindestens 30 Gramm Ballaststoffe pro Tag. Wer bisher wenig davon zu sich nimmt, sollte die Zufuhr allerdings schrittweise erhöhen. Eine abrupte Umstellung kann Blähungen, Bauchschmerzen oder Völlegefühl verursachen.

Am besten kommen Ballaststoffe aus verschiedenen natürlichen Lebensmitteln: Vollkornprodukten, Gemüse, Hülsenfrüchten, Obst, Nüssen und Samen. Dabei macht nicht ein einzelnes Lebensmittel den Unterschied, sondern die Vielfalt vieler verschiedener.

Bei bestimmten Darmerkrankungen kann eine andere Empfehlung gelten. Hier sollte die Ballaststoffzufuhr individuell mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.

Regelmäßig bewegen, viel trinken

Wichtig ist zudem, ausreichend zu trinken. Ballaststoffe binden Wasser und können bei zu geringer Flüssigkeitszufuhr die Verdauung belasten. Nur bei ausreichend Flüssigkeit können die Ballaststoffe im Darm ihre Wirkung entfalten.

Auch regelmäßige Bewegung spielt eine wichtige Rolle, denn körperliche Aktivität kann die Darmbewegung anregen. Darüber hinaus ist es ratsam, sich für den Toilettengang ausreichend Zeit zu nehmen. Eine möglichst regelmäßige Tagesroutine kann ebenfalls dazu beitragen, die Verdauung langfristig zu stabilisieren.

Hält die Verstopfung länger an, tritt sie wiederholt auf oder kommen starke Bauchschmerzen, Erbrechen oder Blut im Stuhl hinzu, sollte man nicht mit Hausmitteln experimentieren, sondern ärztlichen Rat einholen.

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