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Alpenklima

Дата публикации: 03-06-2026 09:00:00

Inversionswetterlagen und Niederschlagsarmut sorgen für markanten Schneemangel im Winterhalbjahr 2025/26

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Alpenklima

Ausgabejahr 2026
Datum 03.06.2026

Inversionswetterlagen und Niederschlagsarmut sorgen für markanten Schneemangel im Winterhalbjahr 2025/26

München / Offenbach, 03. Juni 2026 – Das Winterhalbjahr 2025/26 zeigte im Alpenraum klimatisch große Ähnlichkeiten mit dem gleichen Zeitraum im Winter 2024/25: Es war in den Zentral- und Ostalpen ausgesprochen niederschlags- und schneearm. Insgesamt gab es viel Sonnenschein, vor allem in den Bergen, und überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Dies berichten der Deutsche Wetterdienst (DWD), GeoSphere Austria und das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz in der neuen Ausgabe ihrer gemeinsamen Publikationsreihe „Alpenklima – Klimazustand in den Zentral- und Ostalpen“.

Oben blau, unten grau
Ebenso wie im vorangegangenen Winterhalbjahr gab es häufig Inversionswetterlagen, also Sonne und milde Temperaturen in den Bergen bei gleichzeitig frostigen Temperaturen unter dem Nebel oder Hochnebel in niedrigeren Lagen. Bedingt durch diese zahlreichen Inversionswetterlagen war die Temperaturabweichung in den Hochlagen im Vergleich zum vieljährigen Mittel (1991–2020) größer als in den außeralpinen Tieflagen. Besonders ausgeprägt war dies im Dezember mit einer positiven Abweichung von 3,4 Grad Celsius (°C) in Lagen oberhalb von 1 500 Metern im Vergleich zu einer Abweichung von +2 °C in den tiefen Lagen.

Schneearmut: viel zu mild oder nur zu trocken?
Eine Folge dieser anhaltend hochdruck- und hochnebelbestimmten Witterung war der markante Schneemangel. Die mittleren Schneehöhen im DACH-Alpenraum im Winterhalbjahr 2025/26 gehören zu den fünf niedrigsten seit 1991. Das Winterhalbjahr war zwar überdurchschnittlich warm, doch der Schneemangel in den Hochlagen resultierte vor allem aus fehlendem Niederschlag. In den Nordalpen der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz) war es der zweittrockenste Winter seit 1991, in den Südalpen sogar der trockenste. Einzig im Februar fiel mehr Niederschlag als im Klimamittel 1991–2020. Anders als beim Naturschnee war die von Hochdruck und Inversionen geprägte Witterung jedoch günstig für die technische Beschneiung und die Konservierung des „Kunstschnees“. Wie bereits im Vorjahr konnten sich entsprechend ausgestattete Wintersportregionen nur dadurch eine gute Saison sichern.

Über die Publikationsreihe „Alpenklima“
Der Alpenraum ist von den Folgen des menschengemachten Treibhauseffekts stärker betroffen als andere Regionen oder Naturräume. In dieser hochsensiblen Region sind die Auswirkungen des Klimawandels deutlich sichtbar. Umso wichtiger sind Informationen und Analysen zum Klima in diesem einzigartigen Ökosystem. Mit der gemeinsamen Publikationsreihe „Alpenklima – Klimazustand in den Zentral- und Ostalpen“ bieten der DWD, die GeoSphere Austria und das Bundesamt für Meteorologie und Klimatologie MeteoSchweiz grenzübergreifende Informationen zum Klimazustand der Alpen. Die Klimaentwicklung in den einzelnen Ländern wird so in einen größeren Kontext gestellt und genau beobachtet, um diesen wertvollen Natur-, Lebens- und Wirtschaftsraum vor den Auswirkungen des Klimawandels besser zu schützen.

Das Bulletin „Alpenklima“ ist hier online verfügbar.

Fachliche Ansprechpartner beim Deutschen Wetterdienst:
Regionales Klimabüro München
Helene-Weber-Allee 21
80637 München
Tel. 069-8062 9225
Fax: 069-8062 9230
E-Mail: alpenklima(at)dwd.de

Abbildungen zur Pressemitteilung:

Windräder und Funkmasten auf einem Feld unter dicht bewölktem Himmel mit hellen Wolken am Horizont. (Quelle DWD)

Abb. 1: Windenergieanlagen im Forschungspark Windenergie WiValdi des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Krummendeich (Quelle: Michael Frech, DWD)

Zoom Ausschnitt aus einer Karte, auf der die Alpen dunkle rot markiert sind, sowie eine Temperaturanzeige mit einer entsprechenden Beschreibung. (Quelle DWD)

Abb2: Abweichung der Monatsmitteltemperatur im Dezember 2025 im Vergleich zum Klimamittel 1991–2020. (Quelle: DWD, GeoSphere Austria, MeteoSchweiz)

Zoom Ein Säulendiagramm mit Angaben zur Niederschlagsmenge und Schneehöhe in den Nord- und Südalpen. (Quelle DWD)

Abb3: Monatliche Abweichungen des Niederschlags und der Schneehöhe im Winterhalbjahr 2025/26 im Vergleich zum Klimamittel 1991–2020. (Quelle: DWD, GeoSphere Austria, MeteoSchweiz)

Zoom

Hinweis an die Redaktion: Diese Abbildungen bieten wir Ihnen als Anhang zu dieser Pressemitteilung auf der DWD-Homepage unter www.dwd.de/presse in einer druckbaren Auflösung an.

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