Die Dengmerter Kerb ist eröffnet. 69 Stände und spektakuläre Fahrgeschäfte locken nach St. Ingbert. Eine Attraktion feiert dabei ein überraschendes Comeback.
St. Ingbert · Die Dengmerter Kerb ist eröffnet. 69 Stände und spektakuläre Fahrgeschäfte locken nach St. Ingbert. Eine Attraktion feiert dabei ein überraschendes Comeback.
11.10.2026 , 15:00 Uhr
Blick vom Rathaus auf die eine Hälfte der Kirmes mit ihren Fahrgeschäften und Buden
Foto: Christine FunkVor der Geisterbahn warten die Besucher geduldig, während der Break Dance mit rasanten Drehungen und einer Laser- und Feuershow die Blicke auf sich zieht. Auf der Dengmerter Kerb in St. Ingbert ist einiges geboten. Insgesamt 69 Stände sind auf dem Marktplatz und rund um das Rathaus aufgebaut.
Bei der Eröffnung im Kuppelsaal des Rathauses bedankte sich Bürgermeisterin Nadine Backes insbesondere bei den Schaustellern. Sie seien es, die mit ihren Fahrgeschäften und Buden die Kirmes möglich machten. Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn.
Thomas Sonnier, Vorsitzender des saarländischen Schaustellerverbands, betonte die Bedeutung des Volksfestes. Die Dengmerter Kerb sei eine ganz wichtige Veranstaltung zu dieser Jahreszeit und die größte Kerb dieser Art in der Region. Zudem seien in St. Ingbert einige der schönsten Karussells vertreten, die das Saarland zu bieten habe. Von der großen Schaukel über den Breakdance und die Berg-und-Tal-Bahn bis hin zu Kinderkarussells reiche das Angebot. Sonnier freute sich besonders darüber, dass in diesem Jahr wieder eine Geisterbahn auf der Kirmes stehe. Rund 20 Jahre habe es eine solche nicht mehr gegeben.
Der Break Dance sorgt mit rasanten Drehungen und Feuereffekten für spektakuläre Momente auf der Kirmes.
Foto: Christine FunkAls besondere Überraschung hatte er einen Autoscooter mit der Aufschrift „St. Ingbert“ mitgebracht, den er bei der Begrüßung enthüllte. Dabei erinnerte er daran, dass 1926 das erste Autoscooter-Fahrzeug dieser Art gebaut worden sei. Nach der Kirmesrede von Ortsvorsteherin Irene Kaiser und ihrem Stellvertreter Fabian Roschy sowie dem Fassbieranstich war die Dengmerter Kerb dann offiziell eröffnet.
Besonders großer Andrang herrschte am Eröffnungsabend vor der Geisterbahn und dem „Break Dance“. Vor der Geisterbahn mussten die Besucher etwa zehn bis 15 Minuten warten. Der „Break Dance“ lockte mit rasanten Drehungen sowie einer Laser- und Feuershow. Auch das Fahrgeschäft „Chaos“ zog zahlreiche Kirmesgäste an.
Leonid, Kajar und zwei weitere Freunde haben sich bereits in die Geisterbahn hineingewagt. Diese sei ziemlich dunkel gewesen – und ein bisschen gruselig, erzählen sie. Erschreckt hätten sie sich schon ein bisschen.
Adriana Brad nutzt eine kurze Pause, um ein Foto von ihrer Tochter und deren beiden Freundinnen zu machen. Die drei Mädchen Midea, Karla und Maya müssen sich kurz erholen, bevor es weitergeht. Ihr nächstes Ziel steht schon fest: die „Miami“. Die sei zwar nicht ganz so schnell wie andere Fahrgeschäfte, erzählt Karla, sorge aber trotzdem für Gänsehaut. Besonders der Moment, in dem die Bahn oben stoppe und man über die gesamte Kirmes blicken könne, habe es den Mädchen angetan. Fast alle Fahrgeschäfte haben sie an diesem Tag schon ausprobiert. Nur das „Chaos“ lassen sie aus. Das sei „ganz schlimm“, sagt Karla. Zunächst geht es hoch hinaus: Während das Fahrgeschäft hin und her schwingt, drehen sich die Gondeln zusätzlich um die eigene Achse.
Kirmesgast Gennadii ist gemeinsam mit seiner Frau und der zweijährigen Tochter auf dem Kirmesplatz unterwegs. Das kleine Mädchen trägt bereits zwei große Kuscheltiere im Arm. Ein drittes hat der Vater gerade am Schießstand gewonnen. Doch damit soll es noch nicht genug sein. Gennadii möchte mit seiner Tochter gleich zum nächsten Stand weiterziehen.
Als es am Samstagabend auf 20.10 Uhr zugeht, werden die Lichter auf dem Kirmesplatz gedimmt, und die Musik verstummt. Für zehn Minuten richtet sich der Blick der Besucher in den Himmel. Das Feuerwerk bildet den Höhepunkt des Eröffnungsabends und lässt die Kirmes für einen Moment stillstehen, bevor das bunte Treiben weitergeht.
Bis Dienstag, 13. Oktober, können Besucher die Fahrgeschäfte und Buden noch genießen. Am letzten Tag steht die Kirmes mit vergünstigten Preisen ganz im Zeichen der Familien. Und wer nach vier Kirmestagen noch nicht genug hat, kann sich bereits den nächsten Termin vormerken: Von Freitag, 16. Oktober, bis Sonntag, 18. Oktober, geht das Vergnügen bei der Nachkirmes auf dem Marktplatz weiter. (pn/hcr)
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