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+++ Iran-Krieg +++: Medien: US-Militär erwägt Einsatz der „Mutter aller Bomben“ gegen Iran

Дата публикации: 15-10-2026 05:49:50

EU und Golfstaaten verschieben Gipfeltreffen in Riad +++ Eisenkot verspricht Ende der Hamas-Herrschaft in 18 Monaten +++ Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört +++ Der Newsblog

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Iran-Krieg: US-Militär erwägt Einsatz der „Mutter aller Bomben“ gegen Iran Live-Blog EU und Golfstaaten verschieben Gipfeltreffen in Riad +++ Eisenkot verspricht Ende der Hamas-Herrschaft in 18 Monaten +++ Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört +++ Der Newsblog

Bombe des Typs GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast: Setzen die USA ihre größte nicht-nukleare Bombe ein? Foto: dpa

EU und Golfstaaten verschieben Gipfeltreffen in Riad

Die Europäische Union hat das für den 24. Oktober geplante Gipfeltreffen mit den Golfstaaten in Saudi-Arabien verschoben. Einen Grund dafür nannte die EU nicht, sie erklärte lediglich, dass ein neuer Termin zu gegebener Zeit bekanntgegeben werde. Hintergrund der Entscheidung dürften allerdings zunehmende Sicherheitsbedenken wegen der Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen auf Saudi-Arabien sein. 

Trotz der Absage betonte die EU die große strategische Bedeutung der Beziehungen zu der Region. Sie bleibe entschlossen, die Partnerschaft weiter zu vertiefen, hieß es.

Eisenkot verspricht Ende der Hamas-Herrschaft in 18 Monaten

Israels Ex-Generalstabschef Gadi Eisenkot hat versprochen, die Herrschaft der islamistischen Hamas im Gazastreifen binnen 18 Monaten zu beenden, sollte er Ministerpräsident werden. Der wichtigste Rivale des amtierenden Regierungschefs Benjamin Netanjahu warf diesem vor, auch drei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober die Kriegsziele nicht erreicht zu haben. 

Die Bedrohungen an allen Kriegsfronten dauerten an, sagte Eisenkot vor Journalisten an der Grenze zum Gazastreifen. Der 66-jährige Vorsitzende der Partei Jaschar (hebräisch für „geradeaus“), die in der politischen Mitte angesiedelt ist, erinnerte an seinen Sohn und zwei seiner Neffen, die im Gaza-Krieg gefallen waren. 

„Innerhalb von 18 Monaten nach meinem Amtsantritt als Ministerpräsident wird die Hamas nicht mehr über den Gazastreifen herrschen“, sagte Eisenkot nach Angaben des Nachrichtenportals „ynet“. Man werde den militärischen Arm der Hamas zerschlagen. 

US-Militär erwägt Einsatz der „Mutter aller Bomben“ gegen Iran

Das US-Militär hat einem Medienbericht zufolge für den Fall neuer Kämpfe im Iran-Krieg Angriffspläne gegen Energie- und Atomanlagen der Islamischen Republik vorbereitet, die auch den Einsatz seiner schwersten konventionellen Bombe vorsehen. Dies berichtet der Sender CNN unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute US-Vertreter. 

Sollte US-Präsident Donald Trump entsprechende Angriffe anordnen, könnte demnach die GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast Bomb – auch bekannt als „Mutter aller Bomben“ – abgeworfen werden. Der Einsatz der größten nichtatomaren Waffe im US-Arsenal würde eine erhebliche Eskalation des Konflikts bedeuten. Den Insidern zufolge gibt es in Militärkreisen jedoch Zweifel, ob sich die strategischen Ziele mit der Bombe tatsächlich erreichen lassen. 

Der etwa zehn Tonnen schwere Sprengsatz wurde im Jahr 2003 erstmals getestet. Erstmals eingesetzt haben die US-Streitkräfte die Bombe im April 2017 im Kampf gegen die Islamisten-Miliz IS in Afghanistan. Ziel war damals ein Tunnelsystem der Extremisten.

Trump macht Scherze über ausgeschaltete iranische Führungsspitze

US-Präsident Donald Trump hat im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg offenbar scherzhaft angedeutet, zu viele Mitglieder der iranischen Führung getötet zu haben. Bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Arizona fragte er das Publikum spöttisch, ob jemand von den Anwesenden gerne die Führung der Islamischen Republik übernehmen wolle. Bei den gemeinsamen amerikanisch-israelischen Angriffen zu Beginn des Krieges waren Irans Oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei, und große Teile der iranischen Führungsspitze getötet worden.

„Also bin ich wahrscheinlich ein bisschen zu weit gegangen. Das tut mir leid, denn ich weiß nicht mehr, mit wem zum Teufel wir es überhaupt noch zu tun haben. Aber das wird sehr bald ein Ende haben“, sagte Trump.

Iranischer Parlamentspräsident über USA: „Sie brechen ihre Versprechen“

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat seine Landsleute dazu aufgerufen, den USA gegenüber misstrauisch zu bleiben. Hauptanliegen Teherans sei es, einen weiteren US-Angriff zu verhindern, sagte Ghalibaf am Mittwoch in einer im iranischen Fernsehen übertragenen Rede. Selbst ein unterzeichnetes Abkommen mit Washington biete jedoch keine Garantie dafür. Auch während laufender Verhandlungen müsse der Iran auf einen Krieg vorbereitet sein.

„Sie brechen ihre Versprechen“, sagte Ghalibaf über die USA. Daher müssten die Iraner mutig gegen den „tyrannischen Feind“ kämpfen. „Erst dann werden wir eine nachhaltige Abschreckung erreicht haben“, sagte er. „Amerika muss bestraft werden. Amerika muss sein Verhalten ändern. Es muss begreifen, dass es sich mit dem iranischen Volk arrangieren muss.“

US-Militär: Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört. Vergangene Woche hätten US-Streitkräfte das Schiff angegriffen, da es im Golf von Oman auf einer Aufklärungsmission gewesen sei und Schiffe der US-Marine ins Visier genommen habe, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die Besatzung des Schiffs sei vor dem Angriff in Sicherheit gebracht worden. 

Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt in der Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitestgehend ungestört. Nach Kriegsbeginn brachte der Iran den Schiffsverkehr mit Drohungen und Angriffen fast zum Erliegen. Auch das US-Militär attackierte wiederholt zivile iranische Schiffe.

UN-Blauhelmchef warnt vor Folgen von Abzug aus dem Libanon

Der Leiter der Abteilung für Friedenssicherungseinsätze der Vereinten Nationen, Jean-Pierre Lacroix, hat vor den Folgen eines Abzugs von UN-Blauhelmen aus dem Libanon gewarnt. Die Soldaten der dort seit mehr als 48 Jahren aktiven Friedensmission Unifil würden unter anderem dazu beitragen, unbeabsichtigte Eskalationen zwischen libanesischen und israelischen Soldaten zu verhindern, sagte Lacroix der Nachrichtenagentur AP am Mittwoch in Beirut.

Wenn das Unifil-Mandat mit Jahresende ausläuft - so wie vom UN-Sicherheitsrat beschlossen -, wäre im Südlibanon nur noch die seit Jahrzehnten bestehende Beobachtermission UNTSO stationiert, sagte Lacroix. Aber die Frage sei, ob diese ohne militärischen Schutz der Unifil-Blauhelme agieren könne.

Der Libanon bekräftige seine Forderung nach einer Verlängerung des Unifil-Mandats. Der libanesische Präsident Joseph Aoun sagte am Mittwoch nach einem Treffen mit Lacroix, ein Abzug der Friedenstruppe „würde ein Vakuum schaffen, das negative Auswirkungen auf die Sicherheitslage in der Region hätte“.

Netanjahu will keinen neuen Angriff auf Iran vor Wahl am 27. Oktober

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt einen erneuten Angriff auf den Iran vor der Parlamentswahl im eigenen Land am 27. Oktober ab. Zugleich warnte er am Mittwoch im israelischen Armeerundfunk jedoch die Führung in Teheran und ihre Verbündeten vor Angriffen auf Israel. „Das ist für uns nicht günstig, das ist nicht gut“, sagte Netanjahu in dem Interview auf die Frage nach einem möglichen Präventivschlag. Damit wies er auch Vorwürfe politischer Gegner zurück, er suche vor der Wahl eine militärische Konfrontation. Netanjahu wiederholte seine Warnung an den Iran, Israel werde im Falle eines Angriffs mit aller Härte reagieren.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz warnte zudem die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz vor einem Angriff. Die Hisbollah werde „einen schweren Schlag erleiden und weitere Gebiete im Südlibanon verlieren“, sagte Katz. Er äußerte sich von der von Israel besetzten sogenannten Sicherheitszone im Südlibanon aus. Diese Gebiete würden Teil der permanenten israelischen Sicherheitszone werden. Die israelischen Streitkräfte seien auf einen entsprechenden Einsatz vorbereitet. Katz fügte hinzu, eine Million Schiiten würden vertrieben, und die Hochburg der Hisbollah in Beirut würde nicht verschont. Israel war in diesem Jahr nach Raketenangriffen der Hisbollah in den Südlibanon einmarschiert. Hunderttausende Menschen wurden durch die Kämpfe bereits vertrieben.

EU kritisiert Wahlaufschub in den Palästinensergebieten

Die EU übt scharfe Kritik an der Verschiebung der Wahlen in den Palästinensergebieten. Die Entscheidung der Palästinensischen Autonomiebehörde, die ursprünglich für den 28. November vorgesehenen Parlamentswahlen sowie die für Anfang 2027 geplante Präsidentschaftswahl auf September 2027 zu verschieben, sei äußerst bedauerlich, heißt es in einer von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas im Auftrag der 27 Mitgliedstaaten veröffentlichten Erklärung. Demokratische und transparente Wahlen im gesamten besetzten palästinensischen Gebiet seien seit Langem überfällig. 

Die Palästinenser müssten die Möglichkeit haben, ihre politische Führung und ihre Vertreter in den Institutionen zu wählen. Die Palästinensische Autonomiebehörde wird seit mehr als 20 Jahren von Präsident Mahmud Abbas geführt; seine reguläre vierjährige Amtszeit endete bereits 2009. Als Gründe für die Absage der Wahlen im Westjordanland, in Ost-Jerusalem und im Gazastreifen wurden militärische Einschränkungen durch Israel, der Ausbau jüdischer Siedlungen, Angriffe bewaffneter Siedler sowie die fehlende Bewegungsfreiheit genannt.

Russland nimmt Dieselexporte wieder auf

Russland hat nach einer Vereinbarung mit den USA seine Dieselausfuhren wieder aufgenommen. Daten des Anbieters LSEG vom Mittwoch zufolge wurde im Ostsee-Hafen Primorsk ein Tanker mit rund 40.000 Tonnen schwefelarmem Diesel beladen. Das Schiff wurde demnach am Dienstag beladen und befindet sich auf dem Weg nach Marokko.

US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche erklärt, Russland habe zugestimmt, die Weltmärkte mit Diesel zu versorgen. Das soll die Kraftstoffpreise senken. Seine Regierung setzte daraufhin die US-Sanktionen gegen russischen Treibstoff vorübergehend aus, die wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängt worden waren. Trump und seine Republikaner stehen vor den Zwischenwahlen zum Kongress Anfang November wegen der hohen Spritpreise unter Druck, die sich im Zuge des von den USA begonnenen Krieges gegen den Iran massiv verteuert haben.

Der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Nowak sagte, es liefen Verhandlungen zwischen Russland und den USA, um einen Vertrag über die Diesellieferungen fertigzustellen. Es werde ein Mechanismus gesucht, der die Lieferungen trotz der westlichen Sanktionen gegen russische Unternehmen ermögliche.

Iran hält US-Angriff vor Kongresswahlen für möglich

Der Iran hält trotz gegenteiliger Aussagen von US-Präsident Donald Trump neue Angriffe noch vor den Kongresswahlen für möglich. Dies sei eine „durchaus realistische Möglichkeit, da die Trump-Regierung vor den Midterms einen Erfolg vorweisen muss“, sagte der Sprecher der iranischen Revolutionsgarden, Hussein Mohebi, im Interview der Zeitung „Tehran Times“. 

Die Islamische Republik sei auf ein solches Szenario vorbereitet, sagte er weiter. Zuletzt war die Sorge vor einer erneuten Eskalation im Irankrieg gestiegen. Trump dementierte vergangenen Donnerstag, den Iran vor den Kongresswahlen Anfang November angreifen zu wollen. Die US-Regierung führe „konstruktive Gespräche“ mit Teheran, hieß es.

Containerschiff sinkt offenbar nach Minentreffer vor Straße von Hormus

Ein Containerschiff ist nach Angaben der iranischen Revolutionsgarden in den Gewässern südlich der Straße von Hormus auf eine Seemine gelaufen und gesunken. Das Schiff sei in Brand geraten, teilt die Marine der Garden mit. Der Frachter mit rund 2500 Containern an Bord habe versucht, eine nicht genehmigte und gefährliche Route zu befahren, heißt es in der von staatlichen Medien verbreiteten Erklärung weiter. Zugleich rufen die Revolutionsgarden Schiffe und Fischer in der Region zur Vorsicht auf.

Huthi-Miliz meldet zwei Tote in jemenitischer Provinz Hudaida

Bei einem Luftangriff im Jemen sollen in der Provinz Hudaida zwei Menschen getötet worden sein. Das Gesundheitsministerium der vom Iran unterstützten Huthi-Miliz teilte am Mittwoch mit, der Angriff im Gebiet des Hafenterminals Ras Issa habe sich am Dienstag ereignet. Es machte Saudi-Arabien verantwortlich. Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition griff am Dienstag auch eine Ölanlage in der Hauptstadt Sanaa an. Am Mittwoch waren in Saudi-Arabiens Hauptstadt Explosionen zu hören, wie Einwohner Riads der Nachrichtenagentur AP berichteten.

Frau bei israelischem Angriff in Gaza getötet

Bei einem israelischen Angriff auf eine Wohnung in der größten Stadt des Gazastreifens soll eine Frau getötet worden sein. Das teilte das Schifa-Krankenhaus in der Stadt Gaza am Mittwoch mit. Das israelische Militär erklärte, der Angriff habe einem Mitglied der militant-islamistischen Hamas gegolten. Das Ergebnis werde aber noch geprüft. Seit dem 10. Oktober 2025 gilt im Gazastreifen eine Waffenruhe, die die schwersten Gefechte beendet hat. 

Israel greift jedoch weiterhin beinahe täglich Ziele in dem Palästinensergebiet an. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums im Gazastreifen wurden seit Beginn der Waffenruhe fast 1.500 Palästinenserinnen und Palästinenser getötet. Das Ministerium unterscheidet in seiner Statistik nicht zwischen Kämpfern und Zivilisten. UN-Organisationen und unabhängige Experten halten die Zahlen grundsätzlich für belastbar.

Angriff auf saudischen Ölkonzern Aramco löst Brand aus

Bei einem Angriff auf das Gelände des saudischen Ölkonzerns Aramco ist in einem Verwaltungsgebäude ein Feuer ausgebrochen. Verletzte wurden nicht gemeldet, teilte das saudische Energieministerium mit. Zuvor hatte die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition vor anfliegenden Raketen gewarnt, die auf die Ostprovinz gerichtet gewesen seien. Die Region zählt zu den wichtigsten Erdölfördergebieten des Landes, Aramco zu den größten Ölproduzenten der Welt.

Die Vorfälle ereigneten sich am Dienstagabend, als die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen und die saudisch geführte Koalition gegenseitig Angriffe meldeten. Unklar ist noch, ob ein direkter Treffer oder Trümmer abgefangener Geschosse den Brand ausgelöst haben. Auch das Ausmaß des Schadens ist derzeit nicht bekannt.

Vier Verletzte in Riad durch Raketen-Trümmer

In der saudischen Hauptstadt Riad sind nach offiziellen Angaben vier Menschen durch Trümmerteile abgefangener Raketen verletzt worden. 15 Wohnhäuser seien leicht beschädigt worden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur SPA am Mittwoch unter Berufung auf den Sprecher des Zivilschutzes. Die von der mit dem Iran verbündeten Huthi-Miliz im Jemen abgefeuerten Raketen seien abgefangen und zerstört worden, sagte der Sprecher. Verletzt wurden demnach zwei Frauen, ein Mann und ein Kind.

Iran greift kleinere Öltransporter um Straße von Hormus an

Der Iran nimmt nach Ansicht von Experten zunehmend Schiffe ins Visier, die in und nahe der Straße von Hormus Öl von einem Tanker auf einen anderen umladen. Damit wolle die Führung in Teheran die Möglichkeiten einschränken, auf diese Weise Öl durch die Meerenge zu transportieren, erklärte die in Washington beheimatete Denkfabrik Institute for the Study of War im Kurznachrichtendienst X. Außerdem entwickle der Iran womöglich Raketen weiter, um Schiffe zu bedrohen, die in der Gegend Öl auf vom Iran nicht genehmigten Routen transportieren.

Der Militärberater der iranischen Führung, Mohsen Resaei, hatte am Wochenende im Staatsfernsehen erklärt, die iranischen Streitkräfte griffen jede Nacht im Durchschnitt fünf Schmugglerschiffe an. Damit spielte er offenbar auf Versuche der USA an, Öllieferungen durch die Meerenge zu geleiten und das Öl dann auf größere Tanker umzuladen, die im Golf von Oman warten.

US-Senatoren fordern von Trump Ende des Diesel-Abkommens mit Russland

Sechs US-Senatoren aus den Reihen der Republikaner um Donald Trump fordern gemeinsam mit sechs Demokraten von dem US-Präsidenten ein Ende des Diesel-Abkommens mit Russland. Der Vorstoß markiert eine Abkehr von der bislang fast uneingeschränkten Unterstützung der Republikaner für Trumps außenpolitische Entscheidungen.

In einem am Dienstag veröffentlichten Brief der zwölf Politiker heißt es, das Diesel-Abkommen verschaffe Russland mehr Treibstoff zur Finanzierung seines Krieges gegen die Ukraine und bringe US-Bürgern keine Vorteile. „Moskau die Möglichkeit zu geben, russischen Diesel frei auf den Weltmärkten zu verkaufen, schadet den US-Sicherheitsinteressen und ist ein Verrat am ukrainischen Volk, das sich weiterhin gegen den mörderischen, illegalen Krieg von Wladimir Putin verteidigt“, hieß es. Das Abkommen sei ein Geschenk an einen Gegner und ein Verrat an Verbündeten. Es müsse rückgängig gemacht werden.

Netanjahu warnt Palästinenser vor Angriffen vor der Wahl

Bei einem Besuch im besetzten Westjordanland hat Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Palästinenser vor Angriffen auf sein Land vor der in zwei Wochen anstehenden Parlamentswahl gewarnt. „Wir sind auf jedes Szenario vorbereitet“, sagte er in einem von seinem Büro verbreiteten Video vor Ort. Vorbereitet sei Israel auch auf eine sogenannte „Waffenwende“. 

Israelische Medien deuteten dies als Warnung davor, dass Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gegen israelische Soldaten vorgehen könnten. Die „Times of Israel“ betonte, solche Angriffe gebe es nur selten. „Sicherheitskräfte der PA stimmen sich seit langem mit Israel in Sicherheitsfragen im Westjordanland ab.“

Der Konflikt mit den Palästinensern ist ein wichtiges Wahlkampfthema. Rechte Politiker versuchen bei ihrer Wählerschaft zu punkten, indem sie ein hartes Vorgehen gegen palästinensische Gewalt versprechen. Die zunehmenden Angriffe radikaler israelischer Siedler auf Palästinenser im Westjordanland thematisieren sie dagegen kaum. In Israel wird am 27. Oktober ein neues Parlament gewählt. Laut Umfragen könnte es für Netanjahus Lager schwierig werden, eine Mehrheit zu sichern.

Trump warnt Huthi-Miliz: „Ich werde niemals vergessen“

US-Präsident Donald Trump hat die Angriffe der Huthi-Miliz im Jemen auf das benachbarte Saudi-Arabien verurteilt und zugleich eine Warnung ausgesprochen. „Die Huthi benehmen sich äußerst schlecht“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. „Ich dachte, sie hätten vor einem Jahr ihre Lektion gelernt, als wir sie in Grund und Boden bombardiert und auf ihre Bitte hin damit aufgehört haben.“ Nun seien sie wahrscheinlich auf Geheiß des Irans wieder aktiv und würden Saudi-Arabien angreifen. Dabei versuchten sie gezielt, die Ölpreise in die Höhe zu treiben, „wahrscheinlich vor den US-Wahlen – NICHT NETT“, kritisierte Trump. 

Mit Blick auf die in drei Wochen stattfindenden wichtigen Zwischenwahlen sagte der US-Präsident, jemand sollte der Huthi-Miliz erklären, dass er selbst nicht bei den Wahlen antrete – und schob dann eine Warnung nach: „Aber ich werde nach den Wahlen da sein und ich werde niemals vergessen!“

Die USA sind ein wichtiger Verbündeter Saudi-Arabiens und haben Truppen auf einer Luftwaffenbasis in dem Wüstenstaat stationiert. Das Königreich gerät in dem erneut eskalierten Krieg im Jemen selbst immer wieder unter Beschuss und sah sich auch mit Angriffen auf seine Öl-Infrastruktur konfrontiert. Am Samstag waren bei dem verheerendsten Angriff in Saudi-Arabien seit rund zehn Jahren am Flughafen Riad mindestens 13 Menschen getötet und 300 weitere verletzt worden. 

Militärkoalition: Einwohner sollen Gebiet um Ölanlage in Sanaa räumen

Die von Saudi-Arabien angeführte Militärkoalition gegen die Huthi-Miliz im Jemen hat Einwohner der jemenitischen Hauptstadt Sanaa aufgefordert, ein Gebiet um eine staatliche Ölanlage zu verlassen. Auch nahe gelegene Lagerflächen sollten vor bevorstehenden Operationen geräumt werden, erkläre der Sprecher des Bündnisses, Turki al-Maliki. Die Räumung des Gebiets auf einem Hügel im Westen Sanaas diene der Sicherheit der Bevölkerung.

Der Huthi-Militärsprecher Jahja Sari teilte mit, es werde eine „harte und schmerzhafte“ Reaktion geben, sollte Sanaa angegriffen werden. Die Miliz erklärte zudem, Anlagen des staatlichen saudischen Ölkonzerns Aramco seien legitime Angriffsziele, von denen sich die Bevölkerung und Beschäftigte fernhalten sollten.

Am Montag hatte ein Sprecher des Politbüros der Huthi, Mohammed al-Buchaiti, dem Sender Sky News gesagt, wenn Saudi-Arabien auf Forderungen nach einem Kriegsende nicht eingehe, würden die Militäroperationen der Huthi fortgesetzt, „bis alle saudischen Ölanlagen und lebenswichtigen Einrichtungen zerstört sind“.

Geheimdienstchef: Irans Pläne an Stützpunkt Fairford kein Einzelfall

Der britische Inlandsgeheimdienst MI5 sieht den Iran hinter einer ganzen Reihe zunehmend hochkarätiger, mutmaßlicher Anschlagsversuche auf Großbritannien und andere Staaten. Der Zwischenfall Ende September am von den USA genutzten Stützpunkt Fairford sei kein einmaliges Ereignis gewesen, sagte MI5-Chef Ken McCallum am Dienstag.

Der Iran versuche mittlerweile, auch stärker geschützte Ziele wie Militärstützpunkte anzugreifen, nicht nur in Großbritannien, sondern weltweit. Damit eskaliere die Führung in Teheran nach Brandstiftungen und Sabotageakten, die Handlanger in Großbritannien verübt hätten, weiter, sagte McCallum.

Die britische Polizei hatte am 27. September drei verdächtige Fahrzeuge gestoppt, die offenbar auf dem Weg zum Luftwaffenstützpunkt waren, den die USA auch für Einsätze im Iran-Krieg nutzten. In den Fahrzeugen entdeckten Ermittler Brandbeschleuniger, aber keinen Sprengstoff. Premierminister Andy Burnham hatte am Montag gesagt, die iranische Revolutionsgarde sei mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit dafür verantwortlich gewesen.

Mehrere Fluggesellschaften streichen Flüge nach Saudi-Arabien

Wegen der zunehmenden Angriffe der jemenitischen Huthi-Miliz auf Saudi-Arabien haben mehrere Fluggesellschaften aus der Golfregion ihre Verbindungen in das Land gestrichen. Qatar Airways setzte ihre Flüge von und nach Riad sowie Dammam nach eigenen Angaben vorübergehend aus. Das Unternehmen begründete den Schritt mit der aktuellen Lage. Auch Etihad Airways annullierte alle Verbindungen zwischen Abu Dhabi und den saudi-arabischen Städten Riad, Dschidda und Dammam wegen „regionaler Störungen“. Sämtliche Flüge zwischen Abu Dhabi und Riad seien bis zum 19. Oktober gestrichen, teilte die Fluggesellschaft mit. 

Die US-Airline Delta hat den Start ihrer neuen Non-Stop-Strecke nach Riad verschoben. Erste Flüge sollten eigentlich ab Ende Oktober starten, nun wurde das Startdatum auf März kommenden Jahres verschoben.

Nach Zwangspause in Riad: Reiche auf Heimweg nach Berlin

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) ist nach einer Zwangspause in Saudi-Arabien auf dem Heimweg nach Berlin. Eine Sprecherin ihrer Ressorts bestätigte am Abend, dass die Ministerin auf dem Rückweg nach Deutschland ist. Reiche hatte nach Angriffen auf den Flughafen von Riad in Saudi-Arabien festgesessen, der Flughafen wurde gesperrt. 

Bei einem Anschlag auf den internationalen Flughafen der saudischen Hauptstadt waren am Wochenende mindestens zwölf Menschen getötet und mehr als 300 weitere verletzt worden. Danach hatte es weitere Attacken gegeben. Saudi-Arabien macht die Huthi-Miliz im Jemen dafür verantwortlich. Reiche hatte vor den Angriffen an Konferenzen in Riad teilgenommen.

Anschlagspläne auf britische Militärbasis wohl vom Iran gesteuert 

Der britische Premierminister Andy Burnham vermutet den Iran hinter den mutmaßlichen Anschlagsplänen auf den Militärflugplatz RAF Fairford. Burnham erklärte am Montag im Parlament, das Vorhaben sei vermutlich in der Islamischen Republik koordiniert und mit hoher Wahrscheinlichkeit von den iranischen Revolutionsgarden (IRGC) gelenkt worden. „Wir werden diese Bedrohungen auf eigenem Boden nicht dulden“, sagte Burnham. Die Führung in Teheran wies die Vorwürfe als unbegründet zurück.

Die mutmaßlichen Pläne waren am 27. September bekannt geworden, als die Polizei fünf britische Staatsbürger im Alter zwischen 23 und 25 Jahren nahe dem Stützpunkt im Westen Englands festnahm. Ein Landwirt hatte die Behörden alarmiert, nachdem er maskierte Männer und drei weiße Transporter beobachtet hatte. In den Fahrzeugen wurde Benzin, jedoch kein einsatzfähiger Sprengstoff gefunden.

Der Vorfall hatte erhebliche geopolitische Konsequenzen: Die USA zogen nach Angaben des Verteidigungsministeriums in der Folge ihre zwölf auf der Basis stationierten B-1-Bomber ab. Die britische Regierung hatte den Vereinigten Staaten die Erlaubnis erteilt, von Fairford aus Angriffe auf iranische Raketenstellungen zu fliegen. Die Revolutionsgarden hatten den Stützpunkt deshalb im Juli als legitimes Ziel bezeichnet.

Wir werden diese Bedrohungen auf eigenem Boden nicht dulden. Andy Burnham

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