Bislang hat der Gladbacher HTC noch kein Spiel verloren und steht an der Tabellenspitze. Doch bei allem Erfolg macht sich die Mannschaft das Leben durch fehlende Effizienz bei Strafecken selbst schwer. Die nächste Chance zur Besserung: das Derby gegen Schwarz-Weiß Neuss.
16.10.2026 · 07:00 Uhr
Der Gladbacher HTC hat sich bislang nicht als besonders effizient bei Strafecken erwiesen.
Foto: Gladbacher HTCHockey · Bislang hat der Gladbacher HTC noch kein Spiel verloren und steht an der Tabellenspitze. Doch bei allem Erfolg macht sich die Mannschaft das Leben durch fehlende Effizienz bei Strafecken selbst schwer. Die nächste Chance zur Besserung: das Derby gegen Schwarz-Weiß Neuss.
Im fünften Heimspiel empfängt der Gladbacher HTC am vorletzten Hinrundenspieltag ab 13:15 Uhr ein Team aus der Nachbarschaft. Lokalkonkurrent Schwarz-Weiß Neuss reist die wenigen Kilometer nach Mönchengladbach. Sportlich ist die Ausgangslage eindeutig: Während die Gladbacher mit fast optimaler Ausbeute an der Tabellenspitze stehen, belegen die Neusser mit lediglich einem Saisonsieg den achten Rang, also einen Platz im unteren Drittel.
Bei den Neussern geht Chefcoach Matthias Gräber in seine elfte Saison. Der Klub hat einen großen personellen Umbruch hinter sich: Acht Abgängen stehen vier Zugänge gegenüber. Mit Anton Bauch wechselte unter anderem ein Spieler von Neuss zum GHTC und trifft nun auf seinen früheren Verein. Bis zum Sommer standen außerdem mit Daan Schenk und Wei Adams zwei langjährige Gladbacher im Neusser Kader.
Nach einem schwachen Saisonstart mit drei Niederlagen und drei Remis gelang den Neussern am vergangenen Spieltag mit einem 4:1 gegen den DTV Hannover der erste Sieg. Bei zwei der drei Remis sicherten sie sich zudem jeweils den Extrapunkt im Shoot-out. Besonders über die Rückkehr des U21-Nationalspielers Finn Langheinrich freuen sich die Neusser. Er wurde 2025 mit dem Crefelder HTC deutscher Meister und hat in Neuss seine Hockeywurzeln. Dort spielt er auch wieder mit seinem älteren Bruder Thore zusammen. Bester Torschütze der Neusser ist Bartosz Zaworski, der vier der insgesamt 13 Treffer erzielte.
Bei den Gladbachern fällt die Saisonbilanz mit sechs Siegen und einem Erfolg im Shoot-out dagegen nahezu makellos aus. Mit lediglich acht Gegentoren stellen sie die stärkste Defensive der Gruppe Nord. Auch die 18 Saisontore können sich sehen lassen. Nur Großflottbek und der Düsseldorfer HC (je 22) sowie Schwarz-Weiß Köln (19) haben in der Gruppe häufiger getroffen. Den Abgang von Laurens Halfmann und Kenton Melville sowie das Auslandsjahr von Quentin Halfmann haben die Gladbacher durch starke Neuzugänge aufgefangen. Alle drei waren treffsicher und spielstark. Die Neuen sind bereits früh zu Leistungsträgern geworden.
Trotzdem ist noch Luft nach oben. Auch wegen einer ausbaufähigen Chancen- und Eckenausbeute verliefen viele Spiele enger, als es aus Sicht der Gladbacher nötig gewesen wäre. Vier Siege fielen nur mit einem Tor Vorsprung aus, unter anderem am vergangenen Wochenende beim 2:1 gegen den DTV Hannover. „Man merkt, dass uns Niklas Braun bei den Strafecken noch fehlt“, sagte Trainer Roger Centron nach dem vergangenen Spieltag und sieht selbst noch Verbesserungsbedarf. Auch beim deutlichen 4:0 gegen Raffelberg vergab seine Mannschaft allein im dritten Viertel fünf Strafecken. Dafür funktionierte das Angriffsspiel umso besser. Die nächste Gelegenheit für eine bessere Eckenausbeute bietet das Derby gegen Neuss.
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