Zwei verfeindete Familien, ein Rätsel: Die Klasse 8a hat ein Musical selbst geschrieben. Rund 200 Besucher feierten die Premiere.
Wadern · Zwei verfeindete Familien, ein Rätsel: Die Klasse 8a hat ein Musical selbst geschrieben. Rund 200 Besucher feierten die Premiere.
15.10.2026 , 16:00 Uhr
Freundschaft, Liebe und Toleranz stehen im Mittelpunkt des Musicals, das die Klasse 8a selbst geschrieben und aufgeführt hat.
Foto: ERICH BRÜCKER/Foto-AG der GASKurz vor den Herbstferien feierte in der Sporthalle der Graf-Anton-Schule in Wadern ein besonderes Projekt Premiere. Die Klasse 8a brachte nach längerer Zeit wieder ein eigenes Musical auf die Bühne: „Das Rätsel der drei Wünsche“. Erstmals stammen die Geschichte und die Texte komplett von den Jugendlichen selbst. Im vergangenen Schuljahr entwickelten sie die Ideen, schrieben sie auf und vertonten sie mit bekannten und beliebten Musikstücken.
Jutta Backes, Klassen- und Musiklehrerin der 8a, fasst die Handlung so zusammen: „Zwei verfeindete Familien und ein Rätsel, das auf mysteriöse Weise zu den Kindern dieser Familien gelangt. Werden sie das Rätsel lösen können?“ Im Mittelpunkt steht die Feindschaft zwischen der deutschen Familie Müller und der türkischen Familie Ispas.
Eines Tages lässt eine dunkel gekleidete, anonyme Gestalt namens „Mastermind“ auf geheimnisvolle Weise Briefe auftauchen. Die Briefe enthalten ein rätselhaftes Geheimnis. Während die Familien weiter streiten, verlieben sich zwei Kinder aus den verfeindeten Familien ineinander. Gemeinsam versuchen sie, das Geheimnis zu lösen.
Ob ihnen das gelingt und wenn ja, zu welchem Preis, erfahren die Zuschauer im Verlauf eines spannenden Abenteuers. Am Ende erkennen zunächst die Kinder und schließlich auch die Erwachsenen: Zusammenhalt, Freundschaft, Liebe und Toleranz sind wichtiger als alle materiellen Wünsche. Diese Erkenntnis überwindet soziale und kulturelle Grenzen. Letztlich sind wir alle Menschen.
„Das war aber auch eine ganze Menge Arbeit, aber es hat auch wahnsinnig viel Spaß gemacht“, fasst Backes das vergangene Jahr zusammen. Die Jugendlichen feilten an den Texten, probten Mimik und Gestik und sangen die Musikstücke immer wieder. Zunächst entwickelten sie eine Grundidee für die Geschichte. Danach schrieben sie Szene für Szene das Musical. Dabei arbeiteten sie weitgehend selbstständig, übernahmen Verantwortung und bewiesen Teamgeist.
Jede Schülerin und jeder Schüler war in die Arbeit eingebunden. Ob Musikauswahl, Geschichte, Chorgesang, Kostüm und Maske oder Licht- und Tontechnik: Jeder hatte eine Aufgabe, die zu den persönlichen Neigungen und Stärken passte. Die Parallelklasse half beim Bemalen der Kulissen. Diese wurden von der Firma HABA gebaut und gesponsert.
Auch zahlreiche Lehrkräfte packten mit an, etwa beim Transport der Kulissen, beim Soufflieren oder bei der Koordination der Darsteller hinter der Bühne. „Ein echtes Gemeinschaftsprojekt eben“, fasst Backes zusammen. Michael Rheinheimer, Konrektor der Graf-Anton-Schule, zeigte sich stolz: „Ich bin begeistert, was die Klasse 8a da auf die Bühne gestellt hat.“ Rund 200 Besucher belohnten die Darsteller mit tosendem Applaus und „Standing Ovations“.
Nach der Uraufführung blieben die Besucher bei Getränken und Snacks noch zusammen. Für die Bewirtung sorgte der Jahrgang 10. Die Premiere zeigte eindrucksvoll, wie viel Kreativität und Engagement in den Schülerinnen und Schülern der Graf-Anton-Schule stecken. (nlk/ceh)