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Frühstücks-Quarch: Warum man beim Laufen sogar Bücher schreiben kann

Дата публикации: 17-10-2026 04:00:00

Philosoph Christoph Quarch kommen die besten Gedanken immer, wenn er läuft. Woran das liegt und warum schon die alten Griechen im Gehen philosophierten, sagt er im Gespräch mit uns.

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Laufen, so weit die Füße tragen. Das ist eine Redensart - und die hat auch ihren Grund: Wenn es um Kondition und Ausdauer beim Laufen geht, sind wir Menschen kaum zu toppen, vorausgesetzt, wir haben gut trainiert. Der Grund ist ziemlich einfach: Von der anatomischen und physiologischen Grundausstattung her ist der menschliche Organismus darauf ausgelegt, selbst bei sehr warmen Temperaturen sehr lange Strecken im Laufschritt zurückzulegen. Damit erklärt sich ein Teil des aktuellen Lauf-Hypes - egal ob allein oder in der Gruppe, bergauf oder Marathon, mit oder ohne Ausrüstung.

Gibt es auch eine geistige Dimension des Laufens?

Aber steckt da vielleicht noch mehr dahinter? Gibt es auch eine geistige Dimension des Laufens? Christoph Quarch kommen die besten Gedanken immer, wenn er läuft. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch erinnert sich der Philosoph an einen einstündigen Waldlauf, bei dem ihm ein ganzes Kapitel zu einem Buch eingefallen ist.

Ich sehe mich heute noch, wie ich dann schweißgebadet am Rechner saß, um meine Einfälle in die Tasten zu klopfen.

Seitdem vertritt Quarch die These, dass die körperliche Bewegung auch den Geist in Bewegung versetzen kann. "Das bestätigt auch die Hirnforschung: Beim Laufen werden bestimmte Neurotransmitter aktiviert, die unsere Hirntätigkeit steigern", so der Philosoph.

Schon die alten Griechen philosophierten im Gehen

Es muss aber nicht gleich ein schweißtreibender Langstreckenlauf sein. Es genügt auch schon ein Spaziergang, um unser Hirn auf Trab zu bringen. Das wussten schon die antiken Philosophen, erklärt Quarch.

In der Schule von Aristoteles pflegte man, im Gehen zu philosophieren - beim 'peripatein', wie das auf Griechisch heißt. Deshalb nannte man diese Leute dann auch die Peripatetiker.

Auch Friedrich Nietzsche soll gewusst haben, dass man beim Gehen gute Gedanken hat: "Er hat seine Texte auch beim Gehen entwickelt. Nietzsche sagte auch: Das Sitzfleisch ist die eigentliche Sünde wider den Heiligen Geist."

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