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+++ Iran-Krieg +++: Iran: Supertanker fährt in Straße von Hormus auf Seemine

Дата публикации: 17-10-2026 06:01:00

Saudischer Zivilschutz gibt Entwarnung für die Grenzregion+++ Raketen treffen Flughafen Aden – Angriff auf Saudi-Ölstadt abgewehrt +++ Der Newsblog.

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Iran-Krieg: Iran – Supertanker fährt in Straße von Hormus auf Seemine Live-Blog Saudischer Zivilschutz gibt Entwarnung für die Grenzregion+++ Raketen treffen Flughafen Aden – Angriff auf Saudi-Ölstadt abgewehrt +++ Der Newsblog.

Straße von Hormus: Die Meerenge zählt zu den wichtigsten Transportwegen für Öl und Flüssiggas. Foto: dpa

Behörde: Tanker vor saudi-arabischer Küste beschossen

Vor der saudi-arabischen Küste ist nach Behördenangaben ein Tanker von einem unbekannten Projektil getroffen worden. Der Vorfall habe sich am Freitag 68 Seemeilen (rund 125 Kilometer) nordöstlich der saudi-arabischen Stadt Dschubail ereignet, teilt die britische Seeschifffahrtsbehörde UKMTO mit. Der Tanker sei evakuiert und die Besatzung befinde sich in Sicherheit.

Berichte über Umweltschäden lägen nicht vor. In einer zweiten Meldung berichtet die UKMTO daraufhin, dass ein Tanker 78 Seemeilen nordöstlich von Dschubail von einem kleinen Boot aus mit einer raketengetriebenen Granate beschossen worden sei. Dabei sei das Heck auf der Backbordseite beschädigt worden. Die Besatzung sei auch in diesem Fall in Sicherheit. Das genaue Ausmaß der Schäden und mögliche Umweltschäden seien noch unklar. Ob es sich bei den beiden Berichten um denselben Vorfall handelt, kann die Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht unabhängig bestätigen.

Iran: Supertanker fährt in Straße von Hormus auf Seemine

In der Straße von Hormus ist ein Supertanker nach Angaben der Iranischen Revolutionsgarden auf eine Seemine aufgefahren. Es habe eine Explosion und einen Brand an Bord gegeben. Iranische Medien berichteten unter Berufung auf die Elite-Einheit des Militärs weiter, der Tanker habe mehr als zwei Millionen Barrel (Fässer je 159 Liter) Rohöl geladen. Das Schiff habe versucht, die Meerenge unerlaubt mit Täuschungsmanövern und der Unterstützung des US-Militärs zu passieren. Die Straße von Hormus sei geschlossen, betonten die Revolutionsgarden demnach. 

Die iranischen Angaben zu dem Vorfall ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Auch das Ausmaß des Brandes an Bord des Tankers blieb zunächst unklar, genauso wie Verbleib und Wohlergehen der Besatzungsmitglieder. Das zuständige Regionalkommando des US-Militärs (Centcom) und die britische Behörde für Sicherheit in der Schifffahrt (UKMTO) machten in der Nacht zunächst keine Angaben zu dem vom Iran berichteten Vorfall.

Saudischer Zivilschutz gibt Entwarnung für die Grenzregion

Der saudische Zivilschutz gibt am frühen Morgen nach einer Warnung vor Angriffen in der Stadt Abha nahe der jemenitischen Grenze wieder Entwarnung. Zuvor hatte der Zivilschutz vor Angriffen in der Region Dschasan und der südwestlichen Stadt Chamis Muschait gewarnt. In der Grenzregion häufen sich die Warnmeldungen, seit die Kämpfe im vergangenen Monat wieder aufgeflammt sind. Huthi-nahe Medien berichten zudem von Angriffen östlich der Stadt Saada im Nordwesten des Jemen. Die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition teilt mit, sie habe in dem Gebiet zwei Abschussvorrichtungen für ballistische Raketen zerstört.

Raketen treffen Flughafen Aden – Angriff auf Saudi-Ölstadt abgewehrt

Auf dem internationalen Flughafen von Aden im Süden des Jemen schlagen zwei Raketen ein. Gleichzeitig fängt eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition nach eigenen Angaben eine ballistische Rakete auf die saudische Öl-Metropole Yanbu am Roten Meer ab. Die Sicherheitsbehörden in Aden machen die mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen für den Angriff auf den Flughafen verantwortlich. Opfer gibt es nicht, obwohl sich zum Zeitpunkt des Einschlags ein Passagierflugzeug auf den Start nach Kairo vorbereitet. Die Militärkoalition zerstört zudem zwei Marschflugkörper über dem Roten Meer sowie drei Drohnen in Saudi-Arabien, nennt jedoch keine Verantwortlichen. Über Yanbu wickelt das Königreich Ölexporte ab, um die strategisch wichtige Straße von Hormus zu umgehen.

Trump: Saudi-Arabien dürfte Israels Hilfe gegen Huthi annehmen

US-Präsident Donald Trump hält es für wahrscheinlich, dass Saudi-Arabien Hilfe von Israel im Kampf gegen die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz annehmen wird. Das sagte Trump am Freitag vor dem Weißen Haus, bevor er zu einer Wahlkampfveranstaltung im Bundesstaat Georgia abflog.

„Ich denke, das werden sie, ganz sicher“, sagte der Präsident. „Israel war Saudi-Arabien sehr hilfreich. Und ja, das würden sie sicherlich tun.“ Saudi-Arabien und Israel unterhalten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen, obwohl Trump während seiner Amtszeit versucht hat, dies zu fördern.

Die Huthi gelten derzeit als effektivster bewaffneter Stellvertreter des Irans. Experten zufolge verfolgen sie jedoch auch eigene Ziele. Unabhängig davon üben sie mit ihren Angriffen auf Ziele in Saudi-Arabien zunehmenden Druck auf einen wichtigen Verbündeten der USA aus.

US-Pressefotografin bei Siedlergewalt im Westjordanland verletzt

Bei Übergriffen israelischer Siedler auf palästinensische Dörfer im Westjordanland ist eine Journalistin der „Washington Post“ verletzt worden. Mehrere Maskierte hätten am Freitag das Dorf Abu Falah angegriffen und sie geschlagen, berichtete die Fotografin Heidi Levine. Die Angreifer seien mit Flaschen und Schleudern bewaffnet gewesen. „Sie haben mich etwa zehn Minuten lang getreten“, sagte Levine. 

„Ich habe versucht, meine Kameras und meine Tasche festzuhalten.“ Levine sagte, sie sei durch die Aufschrift „PRESSE“ auf ihrer Weste als Journalistin zu erkennen gewesen. Sie habe im Krankenhaus behandelt werden müssen. Ihr Helm und ihre Schutzweste hätten sie wohl vor schlimmeren Verletzungen bewahrt. Das israelische Militär bestätigte, dass eine Journalistin verletzt wurde und verurteilte die Gewalt.

Zahl der Angriffe in Straße von Hormus nimmt offenbar zu

In der Straße von Hormus ist es nach Angaben der britischen Seehandelsaufsicht (UKMTO) in den vergangenen Wochen zu besonders vielen Angriffe auf Schiffe gekommen. Im Oktober habe man bereits zur Monatsmitte so viele Attacken registriert wie seit März zu Beginn des Irankrieges nicht mehr, teilte die Behörde am Freitag mit. 

Allerdings falle es zunehmend schwer, die tatsächliche Zahl der Angriffe präzise zu erfassen, da die meisten Schiffe inzwischen darauf verzichteten, diese zu melden. Dennoch meldete die UKMTO für die Woche bis Freitag zehn Angriffe in der Meerenge. Ein Schiff sank.

Katar sagt Unterstützung für Wiederaufbau im Libanon zu

Katar will den Libanon beim Wiederaufbau seiner Wirtschaft, seines maroden Stromnetzes und der vom Krieg zerstörten Infrastruktur im Süden des Landes unterstützen. Wichtig sei Katar auch die Förderung des libanesischen Militärs als „nationale Institution, die die Sicherheit, Einheit und Stabilität des Landes wahrt“, sagte der katarische Ministerpräsident Scheich Mohammed bin Abdulrahman Al Thani am Freitag nach einem Treffen mit seinem libanesischen Amtskollegen Nawaf Salam in Beirut. 

Zur Verbesserung des Stromnetzes hat QatarEnergy dem Regierungschef zufolge eine Vereinbarung mit dem französischen Konzern TotalEnergies getroffen habe, um gemeinsam ein Solarkraftwerk im Libanon zu bauen. „Die katarische Seite wird das Projekt finanzieren, umsetzen und in Betrieb nehmen, ohne dass dem libanesischen Staat dabei Kosten entstehen“, sagte Salam. 

Auch der Konflikt Israels mit der libanesischen Hisbollah und die Folgen für die Menschen im Südlibanon waren Themen von Gesprächen des katarischen Ministerpräsidenten in Beirut. Al Thani sagte, Israel solle sich aus dem Libanon zurückziehen und seine Angriffe in dem Land einstellen.

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Libanons Premierminister Nawaf Salam (rechts) und Qatar's Außenminister Sheikh Mohammed bin Abdulrahman bin Jassim Al-Thani in Beirut. Lebanese Government Press Office / AFP

Wadephul: „Europa ist im Fadenkreuz Irans“

Bundesaußenminister Johann Wadephul warnt neben der Bedrohung durch Russland auch vor hybriden Angriffen des Iran in Europa. „Europa ist im Fadenkreuz Irans“, sagt Wadephul bei einer Pressekonferenz mit dem portugiesischen Außenminister Paulo Rangel in Berlin. Der Minister verweist darauf, dass Großbritannien einen versuchten Anschlag auf einen militärischen Stützpunkt in Fairfield dem Iran zugeschrieben habe. „Wir nehmen die feindseligen Aktivitäten Irans nicht hin, die sich gegen Jüdinnen und Juden hier in Deutschland und unsere offene Gesellschaft insgesamt richten“, sagt Wadephul.

Verletzte bei Angriff israelischer Siedler im Westjordanland

Israelische Siedler haben Augenzeugen zufolge im Westjordanland Palästinenser angegriffen. Unter den mindestens zwei Verletzten in dem Dorf Abu Falah sei auch eine Fotojournalistin der „Washington Post“, teilen palästinensische Sanitäter mit. Zu dem Angriff kam es während der Olivenernte. Etwa 80 schwarz gekleidete und maskierte Siedler hätten Olivenbäume in Brand gesetzt und Steine geworfen, berichteten Augenzeugen der Nachrichtenagentur Reuters. 

Die Palästinenser hätten sich mit Steinwürfen verteidigt. Während der Zusammenstöße seien mindestens zwei Jeeps des israelischen Militärs durch das Gebiet gerast. Die Soldaten hätten Tränengas in Richtung der Palästinenser abgefeuert. Zudem seien Schüsse aus scharfen Waffen zu hören gewesen. Das israelische Militär nahm zu dem Vorfall zunächst nicht Stellung. Auch die „Washington Post“ äußerte sich vorerst nicht zu dem Vorfall.

UN-Sicherheitsrat verurteilt Huthi-Angriffe auf Saudi-Arabien

Der UN-Sicherheitsrat hat die anhaltenden Angriffe der Huthi-Miliz auf Ziele in Saudi-Arabien scharf verurteilt. In einer einstimmig verabschiedeten Erklärung bezeichnete das Gremium Angriffe auf zivile Flughäfen und andere Einrichtungen als rücksichtslos.

In dem Text bekundete der Rat seine Solidarität mit Saudi-Arabien. Zudem bekräftigte er das dem Königreich nach dem Völkerrecht zustehende Recht auf Selbstverteidigung. Die 15 Mitglieder des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen geben nur selten einstimmige Erklärungen zu globalen Konflikten ab.

USA: Iran traf Containerschiff in der Straße von Hormus

Irans Revolutionsgarden haben nach Angaben des US-Militärs ein Containerschiff in der Straße von Hormus mit einem Geschoss getroffen. Die „GFS PRIDE“ sei dort aber – anders als vom Iran dargestellt – am Mittwoch nicht auf eine Seemine gefahren, betonte das für den Nahen Osten zuständige Regionalkommando Centcom auf der Plattform X. Durch die Bestätigung des Angriffs ließ es aber auch erkennen, dass die Durchfahrt durch die für den weltweiten Ölhandel zentrale Meerenge für Handelsschiffe aktuell mit Risiken verbunden ist.

Die Hafenbehörde in Singapur hatte bereits am Mittwoch gemeldet, dass die „GFS PRIDE“ und ein weiteres in Singapur registriertes Schiff von unbekannten Geschossen getroffen worden seien, während sie die Meerenge passierten. Die „GFS PRIDE“ sei dabei beschädigt worden, habe Feuer gefangen und sei inzwischen gesunken, hieß es. Die 21 Besatzungsmitglieder seien rechtzeitig evakuiert worden. 

Angriff in Aden im Jemen – Regierungsmitglieder unverletzt

Im Jemen ist der Sitz der international anerkannten Regierung in der südlichen Hafenstadt Aden mit Raketen angegriffen worden. Die Gegend um den Al-Maaschik-Palast sei unter Beschuss geraten, sagten Augenzeugen und Regierungsvertreter der Deutschen Presse-Agentur. Über das Ausmaß der Schäden oder mögliche Opfer gab es zunächst keine Angaben. Es war auch unklar, ob das Palastgebäude selbst getroffen wurde. 

Der von der Huthi-Miliz kontrollierte Fernsehsender Al-Masirah berichtete, ein „Militär-Hauptquartier, das von saudischen Offizieren geführt wird“, sei angegriffen worden. Vermutet wurde eine Attacke der Huthi, die den Angriff zunächst aber nicht für sich beanspruchten. Auch saudische Medien berichteten, dass die Huthi-Miliz den Palast angegriffen habe. Die hohen Vertreter der jemenitischen Regierung seien bei dem Angriff nicht verletzt worden, hieß es weiter. 

20 Huthi-Angriffe am Flughafen Riad im Laufe von zwei Wochen

Die Huthi-Miliz im Jemen hat nach saudischen Angaben den internationalen Flughafen von Riad in den vergangenen zwei Wochen 20-mal angegriffen. Das sagte Turki al-Maliki, Sprecher des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses zum Kampf gegen die Huthi. Dabei seien insgesamt 17 Menschen getötet und mehr als 330 verletzt worden. Auch die indische Botschaft in Riad hatte ein Todesopfer in diesem Zeitraum gemeldet, weshalb teils von 18 Toten am Flughafen Riad die Rede war. Zudem seien zwei Menschen bei einem Huthi-Angriff auf den Flughafen Abha im Süden des Landes getötet und 28 weitere verletzt worden, teilte al-Maliki mit.

IEA will Ölreserven schneller freigeben

Mit Blick auf die hohen Kraftstoffpreise will die Internationale Energieagentur (IEA) Ölnotreserven wie von Deutschland und den übrigen G7-Staaten gefordert beschleunigt freigeben. Angesichts der angespannten Lage auf den Dieselmärkten solle der Freigabe von Diesel dabei Vorrang eingeräumt werden, teilte die IEA nach einer Verwaltungsratssitzung in Paris mit. Konkret geht es darum, die im März als Reaktion auf den Iran-Krieg beschlossene Freigabe von Ölreserven zu beschleunigen und so bald wie möglich abzuschließen.

Die IEA hatte die Freigabe einer Rekordmenge von 400 Millionen Barrel Rohöl aus strategischen Ölreserven beschlossen. Davon seien bislang aber erst rund 330 Millionen Barrel tatsächlich geflossen, teilte die IEA mit. Dabei hätten einige Länder allerdings schon größere Mengen freigegeben, als sie ursprünglich zugesagt hatten. Die Freigabe der noch ausstehenden, im März zugesagten Bestände werde nun rund 100 Millionen Barrel auf den Markt bringen, darunter 20 Millionen Barrel Diesel.

EU und Golfstaaten verschieben Gipfeltreffen in Riad

Die Europäische Union hat das für den 24. Oktober geplante Gipfeltreffen mit den Golfstaaten in Saudi-Arabien verschoben. Einen Grund dafür nannte die EU nicht, sie erklärte lediglich, dass ein neuer Termin zu gegebener Zeit bekanntgegeben werde. Hintergrund der Entscheidung dürften allerdings zunehmende Sicherheitsbedenken wegen der Angriffe der mit dem Iran verbündeten Huthi-Rebellen aus dem Jemen auf Saudi-Arabien sein. 

Trotz der Absage betonte die EU die große strategische Bedeutung der Beziehungen zu der Region. Sie bleibe entschlossen, die Partnerschaft weiter zu vertiefen, hieß es.

Eisenkot verspricht Ende der Hamas-Herrschaft in 18 Monaten

Israels Ex-Generalstabschef Gadi Eisenkot hat versprochen, die Herrschaft der islamistischen Hamas im Gazastreifen binnen 18 Monaten zu beenden, sollte er Ministerpräsident werden. Der wichtigste Rivale des amtierenden Regierungschefs Benjamin Netanjahu warf diesem vor, auch drei Jahre nach dem Hamas-Massaker vom 7. Oktober die Kriegsziele nicht erreicht zu haben. 

Die Bedrohungen an allen Kriegsfronten dauerten an, sagte Eisenkot vor Journalisten an der Grenze zum Gazastreifen. Der 66-jährige Vorsitzende der Partei Jaschar (hebräisch für „geradeaus“), die in der politischen Mitte angesiedelt ist, erinnerte an seinen Sohn und zwei seiner Neffen, die im Gaza-Krieg gefallen waren. 

„Innerhalb von 18 Monaten nach meinem Amtsantritt als Ministerpräsident wird die Hamas nicht mehr über den Gazastreifen herrschen“, sagte Eisenkot nach Angaben des Nachrichtenportals „ynet“. Man werde den militärischen Arm der Hamas zerschlagen. 

US-Militär erwägt Einsatz der „Mutter aller Bomben“ gegen Iran

Das US-Militär hat einem Medienbericht zufolge für den Fall neuer Kämpfe im Iran-Krieg Angriffspläne gegen Energie- und Atomanlagen der Islamischen Republik vorbereitet, die auch den Einsatz seiner schwersten konventionellen Bombe vorsehen. Dies berichtet der Sender CNN unter Berufung auf mit dem Vorgang vertraute US-Vertreter. 

Sollte US-Präsident Donald Trump entsprechende Angriffe anordnen, könnte demnach die GBU-43/B Massive Ordnance Air Blast Bomb – auch bekannt als „Mutter aller Bomben“ – abgeworfen werden. Der Einsatz der größten nichtatomaren Waffe im US-Arsenal würde eine erhebliche Eskalation des Konflikts bedeuten. Den Insidern zufolge gibt es in Militärkreisen jedoch Zweifel, ob sich die strategischen Ziele mit der Bombe tatsächlich erreichen lassen. 

Der etwa zehn Tonnen schwere Sprengsatz wurde im Jahr 2003 erstmals getestet. Erstmals eingesetzt haben die US-Streitkräfte die Bombe im April 2017 im Kampf gegen die Islamisten-Miliz IS in Afghanistan. Ziel war damals ein Tunnelsystem der Extremisten.

Trump macht Scherze über ausgeschaltete iranische Führungsspitze

US-Präsident Donald Trump hat im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg offenbar scherzhaft angedeutet, zu viele Mitglieder der iranischen Führung getötet zu haben. Bei einer Veranstaltung im US-Bundesstaat Arizona fragte er das Publikum spöttisch, ob jemand von den Anwesenden gerne die Führung der Islamischen Republik übernehmen wolle. Bei den gemeinsamen amerikanisch-israelischen Angriffen zu Beginn des Krieges waren Irans Oberster Führer, Ajatollah Ali Chamenei, und große Teile der iranischen Führungsspitze getötet worden.

„Also bin ich wahrscheinlich ein bisschen zu weit gegangen. Das tut mir leid, denn ich weiß nicht mehr, mit wem zum Teufel wir es überhaupt noch zu tun haben. Aber das wird sehr bald ein Ende haben“, sagte Trump.

Iranischer Parlamentspräsident über USA: „Sie brechen ihre Versprechen“

Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat seine Landsleute dazu aufgerufen, den USA gegenüber misstrauisch zu bleiben. Hauptanliegen Teherans sei es, einen weiteren US-Angriff zu verhindern, sagte Ghalibaf am Mittwoch in einer im iranischen Fernsehen übertragenen Rede. Selbst ein unterzeichnetes Abkommen mit Washington biete jedoch keine Garantie dafür. Auch während laufender Verhandlungen müsse der Iran auf einen Krieg vorbereitet sein.

„Sie brechen ihre Versprechen“, sagte Ghalibaf über die USA. Daher müssten die Iraner mutig gegen den „tyrannischen Feind“ kämpfen. „Erst dann werden wir eine nachhaltige Abschreckung erreicht haben“, sagte er. „Amerika muss bestraft werden. Amerika muss sein Verhalten ändern. Es muss begreifen, dass es sich mit dem iranischen Volk arrangieren muss.“

US-Militär: Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben ein Schiff mit Iran-Verbindungen zerstört. Vergangene Woche hätten US-Streitkräfte das Schiff angegriffen, da es im Golf von Oman auf einer Aufklärungsmission gewesen sei und Schiffe der US-Marine ins Visier genommen habe, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. Die Besatzung des Schiffs sei vor dem Angriff in Sicherheit gebracht worden. 

Vor dem Ende Februar von den USA und Israel begonnenen Krieg gegen den Iran verlief die Schifffahrt in der Straße von Hormus zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman weitestgehend ungestört. Nach Kriegsbeginn brachte der Iran den Schiffsverkehr mit Drohungen und Angriffen fast zum Erliegen. Auch das US-Militär attackierte wiederholt zivile iranische Schiffe.

UN-Blauhelmchef warnt vor Folgen von Abzug aus dem Libanon

Der Leiter der Abteilung für Friedenssicherungseinsätze der Vereinten Nationen, Jean-Pierre Lacroix, hat vor den Folgen eines Abzugs von UN-Blauhelmen aus dem Libanon gewarnt. Die Soldaten der dort seit mehr als 48 Jahren aktiven Friedensmission Unifil würden unter anderem dazu beitragen, unbeabsichtigte Eskalationen zwischen libanesischen und israelischen Soldaten zu verhindern, sagte Lacroix der Nachrichtenagentur AP am Mittwoch in Beirut.

Wenn das Unifil-Mandat mit Jahresende ausläuft - so wie vom UN-Sicherheitsrat beschlossen -, wäre im Südlibanon nur noch die seit Jahrzehnten bestehende Beobachtermission UNTSO stationiert, sagte Lacroix. Aber die Frage sei, ob diese ohne militärischen Schutz der Unifil-Blauhelme agieren könne.

Der Libanon bekräftige seine Forderung nach einer Verlängerung des Unifil-Mandats. Der libanesische Präsident Joseph Aoun sagte am Mittwoch nach einem Treffen mit Lacroix, ein Abzug der Friedenstruppe „würde ein Vakuum schaffen, das negative Auswirkungen auf die Sicherheitslage in der Region hätte“.

Netanjahu will keinen neuen Angriff auf Iran vor Wahl am 27. Oktober

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu lehnt einen erneuten Angriff auf den Iran vor der Parlamentswahl im eigenen Land am 27. Oktober ab. Zugleich warnte er am Mittwoch im israelischen Armeerundfunk jedoch die Führung in Teheran und ihre Verbündeten vor Angriffen auf Israel. „Das ist für uns nicht günstig, das ist nicht gut“, sagte Netanjahu in dem Interview auf die Frage nach einem möglichen Präventivschlag. Damit wies er auch Vorwürfe politischer Gegner zurück, er suche vor der Wahl eine militärische Konfrontation. Netanjahu wiederholte seine Warnung an den Iran, Israel werde im Falle eines Angriffs mit aller Härte reagieren.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz warnte zudem die vom Iran unterstützte libanesische Hisbollah-Miliz vor einem Angriff. Die Hisbollah werde „einen schweren Schlag erleiden und weitere Gebiete im Südlibanon verlieren“, sagte Katz. Er äußerte sich von der von Israel besetzten sogenannten Sicherheitszone im Südlibanon aus. Diese Gebiete würden Teil der permanenten israelischen Sicherheitszone werden. Die israelischen Streitkräfte seien auf einen entsprechenden Einsatz vorbereitet. Katz fügte hinzu, eine Million Schiiten würden vertrieben, und die Hochburg der Hisbollah in Beirut würde nicht verschont. Israel war in diesem Jahr nach Raketenangriffen der Hisbollah in den Südlibanon einmarschiert. Hunderttausende Menschen wurden durch die Kämpfe bereits vertrieben.

EU kritisiert Wahlaufschub in den Palästinensergebieten

Die EU übt scharfe Kritik an der Verschiebung der Wahlen in den Palästinensergebieten. Die Entscheidung der Palästinensischen Autonomiebehörde, die ursprünglich für den 28. November vorgesehenen Parlamentswahlen sowie die für Anfang 2027 geplante Präsidentschaftswahl auf September 2027 zu verschieben, sei äußerst bedauerlich, heißt es in einer von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas im Auftrag der 27 Mitgliedstaaten veröffentlichten Erklärung. Demokratische und transparente Wahlen im gesamten besetzten palästinensischen Gebiet seien seit Langem überfällig. 

Die Palästinenser müssten die Möglichkeit haben, ihre politische Führung und ihre Vertreter in den Institutionen zu wählen. Die Palästinensische Autonomiebehörde wird seit mehr als 20 Jahren von Präsident Mahmud Abbas geführt; seine reguläre vierjährige Amtszeit endete bereits 2009. Als Gründe für die Absage der Wahlen im Westjordanland, in Ost-Jerusalem und im Gazastreifen wurden militärische Einschränkungen durch Israel, der Ausbau jüdischer Siedlungen, Angriffe bewaffneter Siedler sowie die fehlende Bewegungsfreiheit genannt.

Russland nimmt Dieselexporte wieder auf

Russland hat nach einer Vereinbarung mit den USA seine Dieselausfuhren wieder aufgenommen. Daten des Anbieters LSEG vom Mittwoch zufolge wurde im Ostsee-Hafen Primorsk ein Tanker mit rund 40.000 Tonnen schwefelarmem Diesel beladen. Das Schiff wurde demnach am Dienstag beladen und befindet sich auf dem Weg nach Marokko.

US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche erklärt, Russland habe zugestimmt, die Weltmärkte mit Diesel zu versorgen. Das soll die Kraftstoffpreise senken. Seine Regierung setzte daraufhin die US-Sanktionen gegen russischen Treibstoff vorübergehend aus, die wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine verhängt worden waren. Trump und seine Republikaner stehen vor den Zwischenwahlen zum Kongress Anfang November wegen der hohen Spritpreise unter Druck, die sich im Zuge des von den USA begonnenen Krieges gegen den Iran massiv verteuert haben.

Der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Nowak sagte, es liefen Verhandlungen zwischen Russland und den USA, um einen Vertrag über die Diesellieferungen fertigzustellen. Es werde ein Mechanismus gesucht, der die Lieferungen trotz der westlichen Sanktionen gegen russische Unternehmen ermögliche.

HB Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige

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