Raus aus der Vorstadt, hinein in ein Leben abseits von Stromnetz und Komfort: Eine fünfköpfige Familie aus den USA wagt den Neuanfang in den Rocky Mountains.
Raus aus der Vorstadt, hinein in ein Leben abseits von Stromnetz und Komfort: Eine fünfköpfige Familie aus den USA wagt den Neuanfang in den Rocky Mountains.
Anna und Brock lernten sich als Kinder in North Carolina kennen und wurden während des Studiums ein Paar. Nach sechs Ehejahren und der Geburt von drei Söhnen – Samuel (4), Judah (2) und Titus (6 Monate) – leben sie heute mit ihren Kindern in einer etwa 93 Quadratmeter großen Hütte in den Rocky Mountains. Ihr Haus wird mit Solarenergie betrieben und sie nutzen Regen- und Schmelzwasser. Ihre Geschichte erzählt das „People“-Magazin.
„Wir hatten eine gemeinsame Vision von einem Lebensstil, bei dem wir uns auf die wesentlichen Dinge konzentrieren und unsere Kinder frei von vielen gesellschaftlichen Zwängen aufziehen können, während wir jeden Tag als Familie auf unserem Grundstück zusammenarbeiten“, so Anna zu „People“.
Als sich die Gelegenheit ergab, eine Hütte in den Rocky Mountains zu kaufen, fasste das Paar den Entschluss, den Sprung zu wagen. Der Umzug in die abgelegene Hütte war das Ergebnis jahrelanger Vorbereitung. Zuvor lebten sie in einem deutlich größeren Vorstadthaus. Brock arbeitete als Ingenieur und Anna kümmerte sich um die Familie. Sie lebten zunächst von einem Einkommen, tilgten Schulden und planten Brocks berufliche Zukunft so, dass er remote arbeiten konnte.
In den Bergen mussten sie viele praktische Fähigkeiten erst entwickeln. Brock baute unter anderem die Solaranlage und das Wasserfiltersystem, während das Regen- und Schmelzwasser in Zisternen gesammelt wurde.
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Trotz täglicher Herausforderungen wie Lecks, schwierigen Straßenverhältnissen oder unerwarteten Reparaturen bereuen Anna und Brock die Entscheidung nicht. „Unser Leben ist jetzt bewusster und zielgerichteter, aber ich würde nicht jeden Tag als friedlich bezeichnen“; so Anna gegenüber „People“.
Wer einen Geschmack von einem autarken Leben bekommen möchte, kann sich an den Belgier Julien wenden. Der 29-Jährige hat sich in der nordspanischen Region Asturien niedergelassen, um künftig weitgehend autark zu leben. Für den Umbau eines alten Anwesens sucht er nun Unterstützung durch Freiwillige, wie aus einer Anzeige auf der Plattform „Workaway“ hervorgeht.
Ein komplett unabhängiges Leben, das auf jeglichen Zukauf von Lebensmitteln, externen Strom und öffentliche Wasser- oder Abwassersysteme verzichtet, führen in Deutschland nur sehr wenige Einzelpersonen oder kleine Gruppen.
Es gibt einzelne Gemeinden in Deutschland, die sich bei Wärme und Strom größtenteils selbst versorgen (z. B. das brandenburgische Feldheim mit ca. 130 Einwohnern oder Grossbardorf in Bayern), was jedoch nicht bedeutet, dass die Einwohner dort bei Nahrung oder Wasser komplett autark sind.