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Melanie kämpft nach Priester-Missbrauch um Schmerzensgeld

Дата публикации: 16-10-2026 11:09:00

Das Oberlandesgericht Köln sieht das Erzbistum in der Haftung. Im Berufungsverfahren steht eine Rekordsumme von 500.000 bis 600.000 Euro Schmerzensgeld im Raum.

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Das Oberlandesgericht Köln sieht das Erzbistum in der Haftung. Im Berufungsverfahren steht eine Rekordsumme von 500.000 bis 600.000 Euro Schmerzensgeld im Raum.

Melanie F. wurde als Jugendliche jahrelang von einem Priester missbraucht, der sie als Pflegevater aufgenommen hatte. Wie Sat.1 NRW berichtet, war F. zuvor bei einem Termin vor dem Landgericht zunächst mit ihrer Klage gescheitert. Das Gericht vertrat die Auffassung, der Priester habe privat gehandelt, und wies ihre Forderung gegen das Erzbistum ab. Melanie F. ging daraufhin in Berufung. Im Verfahren schilderte sie auch einen Schwangerschaftsabbruch, der ohne ihr Wissen durchgeführt worden war. Sie sei damals allein mit dem Arzt und einer Arzthelferin in einer Praxis gewesen. Es sei darauf geachtet worden, dass sie nicht mitbekomme, was geschehe. Anschließend sei der Eingriff vorgenommen worden. Infolge des jahrelangen Missbrauchs sei sie zweimal schwanger geworden und musste zwei Schwangerschaftsabbrüche über sich ergehen lassen. Zum genauen Alter lassen sich keine geprüften Angaben machen.

Hohe Schmerzensgeldsumme im Gespräch

F. verlangt 800.000 Euro, weil sie als Minderjährige jahrelang missbraucht worden war. Bislang lag die höchste Summe, die von einem deutschen Gericht in einem vergleichbaren kirchlichen Missbrauchsfall zugesprochen wurde bei 300.000 Euro. Das Oberlandesgericht bewertet die Verantwortlichkeit der Kirche nun grundsätzlich anders. Es stellt ein Schmerzensgeld zwischen 500.000 und 600.000 Euro in Aussicht. Damit würde es sich um eine Rekordsumme handeln.

Bereits 360.000 Euro hatte Melanie F. von einer unabhängigen Kommission erhalten. Dieser Betrag soll auf eine mögliche Zahlung angerechnet werden.

Urteil für den 26. November erwartet

Für Melanie F. steht nach eigener Darstellung vor allem die gerichtliche Anerkennung der Verantwortung der Kirche im Mittelpunkt. Die Entscheidung des Oberlandesgerichts soll am 26. November verkündet werden.

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