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Kissen, Decken, Licht: So wird Ihr Wohnzimmer herbstlich

Дата публикации: 10-10-2026 11:06:00

Die Herbstgarderobe fürs Wohnzimmer: Diese Dinge machen es gemütlich

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Mit Stoffen, mehreren Lichtquellen und Fundstücken aus der Natur schaffen Sie mehr Behaglichkeit, ohne neue Möbel kaufen zu müssen. – gerade im Herbst

Im Herbst holen wir Pullover, Mäntel und Stiefel wieder aus dem Schrank. Aber warum machen wir das nicht genauso bei unserem Wohnzimmer? Denn auch ein Raum braucht nicht gleich eine komplett neue Einrichtung, nur weil es draußen plötzlich um fünf dunkel wird. Oft reichen weichere Materialien, wärmeres Licht und ein paar andere Farben und derselbe Raum fühlt sich auf einmal völlig anders an. Hier meine Tipps, wie ich als Interior-Designerin den Herbst einziehen lasse.

Andrea Dittrich ist Interior-Designerin, SPIEGEL-Bestseller-Autorin und Gründerin von myherzenshaus®. Sie ist Teil unseres Expertennetzwerks EXPERTS Circle.

Tauschen Sie die Kissen aus

Wahrscheinlich die einfachste Veränderung überhaupt und trotzdem macht sie erstaunlich viel aus. Im Sommer mag ich Leinen und leichte Stoffe. Im Herbst darf es wieder etwas kuscheliger werden: Wolle, Samt, Bouclé, Strick. Am schönsten finde ich es, wenn verschiedene Strukturen zusammenkommen. Leinen neben Samt, Leder neben Wolle oder vielleicht ein Fellkissen dazwischen.

Und nein: Herbst bedeutet nicht automatisch Orange. Schokoladenbraun, Cognac, warmes Taupe, Bordeaux, Oliv oder Aubergine können genauso herbstlich aussehen – nur eben ein bisschen weniger nach Kürbisverkaufsstand.

Die Decke ist der Kaschmirpullover Ihres Wohnzimmers

Wenn es ein Herbststück gibt, bei dem ich nicht sparen würde, dann ist es eine richtig schöne Decke. Eine, unter die Sie sich schon legen möchten, wenn Sie sie nur sehen. Wolle, Kaschmir oder ein schönes Fell bringen sofort Wärme in den Raum – optisch und tatsächlich.

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Und bitte nicht millimetergenau über die Sofalehne falten. Wir sind schließlich nicht in der Handtuchabteilung eines Kaufhauses. Legen Sie sie ruhig etwas lässiger hin. Sie darf aussehen, als hätten Sie gerade noch mit einem Buch darunter gelegen. Denn genau dafür ist sie schließlich da.

Wechseln Sie einfach das Licht – nicht die Möbel

Wenn ein Wohnzimmer abends nicht gemütlich wirkt, sind erstaunlich oft gar nicht Sofa oder Teppich schuld. Es ist das Licht. Die große Deckenlampe darf deshalb spätestens im Herbst öfter Pause machen. Viel schöner sind mehrere kleine Lichtinseln: eine Stehleuchte neben dem Sofa, eine Tischleuchte auf dem Sideboard, vielleicht noch eine kleine Lampe auf der Fensterbank.

Und achten Sie auf die Lichtfarbe. Am Abend darf Licht richtig warm sein. Um die 2000 Kelvin funktionieren dafür wunderbar. Tageslicht heben wir uns lieber fürs Büro auf. Oder für den OP-Saal.

Machen Sie den Kamin an – oder schummeln Sie ein bisschen

Wenn Sie einen Kamin haben: anmachen. Sofort. Kaum etwas verändert einen Raum schneller als dieses warme, flackernde Licht. Kein Kamin? Dann dürfen Sie schummeln. Auf Streaming-Plattformen finden Sie Kaminfeuer, das einfach über den Fernseher laufen kann.

Natürlich riecht es nicht nach Holz und wärmt auch eher überschaubar. Aber große Deckenlampe aus, Kaminfeuer auf dem Bildschirm an, zwei Kerzen dazu – und selbst der Fernseher darf plötzlich zur Herbstdeko werden.

Gehen Sie für die Deko einfach nur vor die Haustür

Für schöne Herbstdeko müssen Sie nicht zwingend in ein Geschäft. Die Natur schmeißt uns gerade ziemlich viel davon direkt vor die Füße. Kastanien, Nüsse, Zapfen, Quitten, Zweige, Kürbisse – fertig ist eigentlich schon die komplette Herbstkollektion. Ein paar Nüsse in einer schönen Schale, Quitten auf einem Holztablett oder Zweige in einer großen Vase reichen völlig.

Und natürlich dürfen Kürbisse sein. Wenn Ihnen Orange zu sehr nach Halloween aussieht, nehmen Sie weiße oder grüne Sorten. Die können sogar ziemlich elegant.

Ihr Wohnzimmer braucht keine neue Einrichtung

Sofa, Esstisch und Sessel dürfen selbstverständlich bleiben. Wir ziehen dem Raum einfach eine andere Schicht an: weichere Materialien, wärmere Farben, schönes Licht, ein bisschen Natur und viel Kerzenlicht. Genau deshalb empfehle ich bei großen Möbelstücken fast immer eine möglichst zeitlose Basis. Wenn die stimmt, müssen Sie nicht viermal im Jahr Ihr Wohnzimmer neu erfinden. Sie wechseln ein paar Dinge – und plötzlich fühlt sich derselbe Raum wieder ganz anders an. Eigentlich wie bei einem guten Outfit: Die Basics bleiben. Die Jahreszeit kommt obendrauf.

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