Ein Besucher suchte bei einem Nachlassverkauf in Michigan nach Schallplatten. Stattdessen fand er ein jahrzehntelang verschollenes Gemälde, das für mehr als 1,35 Millionen Dollar versteigert wurde.
Ein Besucher suchte bei einem Nachlassverkauf in Michigan nach Schallplatten. Stattdessen fand er ein jahrzehntelang verschollenes Gemälde, das für mehr als 1,35 Millionen Dollar versteigert wurde.
Bei einem Nachlassverkauf im US-Bundesstaat Michigan hat ein Besucher eine außergewöhnliche Entdeckung gemacht: Die Person war eigentlich auf der Suche nach Schallplatten, fand dabei aber ein jahrelang verschollenes Gemälde, wie CBS News berichtet. Das Werk hat kürzlich für einen Millionenbetrag den Besitzer gewechselt.
Während des Nachlassverkaufs dachte der Besucher, ihm kommt der Name darauf bekannt vor. Für 30 Dollar (etwa 26,60 Euro) kaufte er schließlich das Werk „Alderman Merriam's Shells“ aus 1951 der Künstlerin Gertrude Abercrombie.
Das Auktionshaus Freeman’s schreibt, dass auf dem Gemälde eine Gruppe von Muscheln aus der Sammlung von Robert Merriam zu sehen ist. Er war unter anderem Stadtrat (Alderman) des 5. Bezirks von Chicago. In dem Bereich verbrachte auch die Künstlerin den Großteil ihres Lebens.
Es wurden nun über 1,35 Millionen Dollar (etwa 1,19 Millionen Euro) für „Alderman Merriam's Shells“ bei der Auktion geboten und damit viel mehr als der Schätzpreis vermuten ließ. Dieser lag zwischen 150.000 bis 250.000 Dollar (circa 133.200 bis 222.000 Euro).
Zack Wirsum vom Auktionshaus Freeman’s berichtet CBS News, wie er erfuhr, dass das seit Jahrzehnten verschollene Gemälde gefunden wurde: „Ich sah die Betreffzeile ‚Gertrude Abercrombie gefunden‘ und war, wissen Sie, zunächst eher skeptisch. Doch sobald ich darauf geklickt hatte, dachte ich: Oh mein Gott. Das ist es, das ist es.“
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Dem Artikel zufolge stammte das Gemälde aus dem Nachlassverkauf von Dr. John T. Reynolds. Über ihn schreibt Freeman’s: „,Alderman Merriam’s Shells' wurde Ende 1951 fertiggestellt und laut Abercrombies eigenen Aufzeichnungen Anfang 1952 an Dr. John Reynolds als Bezahlung für eine Operation übergeben.“
Danach tauchte es auch noch in Ausstellungen auf – ein letztes Mal 1953 im Chicago Design Center. Schließlich verschwand es.
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Abercrombie lebte von 1909 bis 1977. Das Art Institute of Chicago schreibt, sie sei für ihre komplexen Selbstporträts und rätselhaften Gemälde von kargen Innenräumen und illusorischen Landschaften gefeiert worden. Sie studierte Romanistik an der University of Illinois sowie Aktzeichnen an der School of the Art Institute of Chicago.
Laut der Website sagte sie, „der Surrealismus ist wie für mich gemacht“. Sie sei „ein ziemlich realistischer Mensch, mag aber nicht alles, was ich sehe. Also träume ich davon, dass es sich verändert. Dann verändere ich es so, wie ich es mir wünsche. Es ist fast immer ziemlich real. Nur Geheimnisvolles und Fantasie wurden hinzugefügt. Alle Albernheiten wurden entfernt. Es wird zu meinem eigenen Traum.“
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