Der Smart-Home-Anbieter Shelly steht vor einer Übernahme durch Schneider Electric. Für Nutzerinnen und Nutzer bleiben viele Fragen offen.

Der geplante Deal könnte im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden.
Foto: JOEL SAGET/GettyImages
20.10.2026, 06:36 Uhr
COMPUTERBILD Redaktion
Der Smart-Home-Anbieter Shelly steht vor einer Übernahme durch Schneider Electric. Für Nutzerinnen und Nutzer bleiben viele Fragen offen.
Der Smart-Home-Anbieter Shelly könnte schon bald zu Schneider Electric gehören. Der französische Konzern will den bulgarischen Hersteller übernehmen und bietet den Aktionären 70 Euro je Aktie. Damit würde Shelly mit rund 1,2 Milliarden Euro bewertet. Noch liegt das Angebot laut Unternehmensmitteilung allerdings nicht offiziell vor. Für den Abschluss sind außerdem die Zustimmung der Behörden und mindestens 95 Prozent aller Aktien erforderlich.
Übernahme soll Anfang 2027 abgeschlossen werdenGelingt es Schneider Electric, die erforderliche Beteiligung von 95 Prozent zu erreichen, könnte das Unternehmen die übrigen Anteile übernehmen und
Shellyanschließend von der Börse nehmen. Beide Seiten rechnen derzeit damit, die Transaktion im ersten Quartal 2027 abzuschließen. Für Beschäftigte gibt es zunächst eine Zusage: Firmensitz, Standorte und Belegschaft sollen mindestens drei Jahre erhalten bleiben. Die Übernahme würde zudem gut in das bestehende Geschäft von Schneider Electric passen. Das Unternehmen ist bereits im Bereich Stromverteilung und Gebäudeautomation aktiv und bietet mit Wiser eigene Smart-Home-Lösungen an. Shelly hat sich dagegen vor allem mit kompakten Schaltern, Steckdosen und Sensoren etabliert. Mit den Geräten lassen sich beispielsweise Lampen oder Rollläden per
Smartphonesteuern.
Wer bereits Produkte von Shelly nutzt, muss vorerst nichts unternehmen. Die Mitteilung nennt weder Änderungen an den Geräten noch an der zugehörigen App. Deshalb bleibt zunächst alles beim Alten. Für viele Nutzerinnen und Nutzer dürfte vor allem die Kompatibilität der Geräte wichtig sein. Zahlreiche Modelle arbeiten mit Sprachassistenten wie
Alexasowie Plattformen wie
Google Homeoder Home Assistant zusammen. Einige Produkte lassen sich sogar direkt über das heimische
WLANsteuern, ohne dass dafür eine Internetverbindung nötig ist.
Offen bleibt bislang, wie Schneider Electric künftig mit den Verbindungen zu anderen Systemen umgehen wird. Ob die bestehenden Schnittstellen unverändert erhalten bleiben, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Unklar ist außerdem, ob sich für Kundinnen und Kunden künftig etwas bei den Kosten ändert. Schon heute bietet Shelly neben kostenlosen Grundfunktionen ein kostenpflichtiges Premium-Abonnement an. In der Mitteilung ist von Möglichkeiten die Rede, das Geschäft mit Software und Abonnements auszubauen. Konkrete Änderungen, neue Preise oder Einschränkungen bei kostenlosen Funktionen werden jedoch nicht angekündigt.
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