Bereits zum fünften Mal veranstaltet die Gemeinde Überherrn das Horrorzelt, das sich inzwischen über die Grenzen des Saarlandes hinaus einen Namen gemacht hat. Welch schauriges Erlebnis diesmal auf die Besucher wartet und was sie wissen sollten.
Berus · Bereits zum fünften Mal veranstaltet die Gemeinde Überherrn das Horrorzelt, das sich inzwischen über die Grenzen des Saarlandes hinaus einen Namen gemacht hat. Welch schauriges Erlebnis diesmal auf die Besucher wartet und was sie wissen sollten.
18.10.2026 , 12:31 Uhr
Auch in diesem Jahr können sich Gruselfans auf eine weitere Ausgabe des Horrorzelts freuen. Dieses findet erneut am ehemaligen Sender Europe 1 in Berus statt.
Foto: HartigBis ins letzte Detail gestaltete Räume, enge Korridore, die ein beklemmendes Gefühl hinterlassen und die spannungsvolle Ungewissheit, wer oder was hinter der nächsten Ecke lauert – wer zu Halloween genau diesen Nervenkitzel sucht, dürfte wieder in Berus richtig sein: Bereits zum fünften Mal veranstaltet die Gemeinde Überherrn das Horrorzelt.
Dieses öffnet am Samstag, 24. und 31. Oktober, ab 19 bis 0 Uhr auf dem Gelände des ehemaligen Senders „Europe 1“ für Gruselfans erneut seine Pforten und lädt in eine kleine Welt des Horrors ein. Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr gibt es am Sonntag, 25. Oktober, zudem erneut den Family Day.
An diesem Tag können Kinder und Jugendliche ohne Altersgrenze sowie ängstliche Erwachsene die Räumlichkeiten komplett ohne Erschrecker erkunden. Zudem steht das Horrorzelt-Team persönlich für Fragen, Gespräche und Einblicke hinter den Kulissen zur Verfügung (siehe Info). Für das Horrorzelt setzt die Organisatorin und Kulturamtsbeauftragte der Gemeinde, Marsha-Jane Rodriguez, sowie ihr Team auf das Konzept aus drei Zelten und zwei Außenbereichen, das sich inzwischen bewährt hat.
Unter dem diesjährigen Motto „Sacrifice“ (Opfer) verwandelt das fast 50-köpfige Team das Gelände des Senders sowie den begehbaren Horrorparcous in eine düstere mittelalterliche Szenerie. „Hexen treiben ihr Unwesen, uralte Rituale werden lebendig und die Besucher geraten in eine Atmosphäre, die zwischen Fantasy, Horror und historischer Mystik schwebt“, kündigt die Gemeinde an. Dabei begegnen den mutigen Freiwilligen wieder mehrere Live-Erschrecker, die neben den unheimlichen Räumen und Spezialeffekten für eine Extra-Portion Grusel sorgen.
Einen besonderen Fokus richten die Verantwortlichen dabei auf die Kulissen, die wie immer handgemacht, detailverliebt und so immersiv sind, dass man sich mitten in einem Filmset wähnt, erzählt Rodriguez. „Das Gesamtkonzept, unter anderem aus Moos, Dreck, Erde und Blut macht die Illusion täuschend echt“, sagt sie.
Seit Ende September sind etwa 48 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, von denen sich manche eigens für den Aufbau Urlaub nehmen, im Einsatz, um das Festzelt sowie die Außenbereiche in eine atmosphärische Horrorwelt zu dekorieren – eine organisatorische, technische und handwerkliche Herausforderung, wie Rodriguez berichtet. Denn das Team hat nur rund fünf Wochen Zeit, aus gewöhnlichen Festzelten eine unheilvolle Schauerlandschaft zu schaffen.
Hierfür werden Hunderte Dachlatten, zahlreiche USB-Platten und Paletten, große Mengen an Stoffen, Möbel und Dekomaterialien, Kabelbindern und Bauschaum sowie mehrere Tausend Schrauben verwendet. Aber auch auf die Technik legt das Team großen Wert. Unter der Leitung des Hackerspace Saarbrücken entstehen ganze Serverräume, kilometerlange LAN‑Kabel werden verlegt, und die Licht‑ und Soundtechnik abgestimmt. Mit viel Herzblut schaffen sie jedes Jahr eine einmalige Kulisse.
Doch ihr Engagement und Mühen zahlen sich aus. Inzwischen hat sich das Horrorzelt einen Namen gemacht und Besucher strömen aus dem Saarland, Frankreich und Rheinland-Pfalz, unter anderem aus Ramstein nach Berus. „Es gibt in der Region nichts Vergleichbares“, sagt Rodriguez, die schon auf die Öffnung hin fiebert. „Ich freue mich auf die Schreie. Dann weiß man, dass es gut war.“ Ergänzend zum Horrorparcous gibt es ein Rahmenprogramm sowie eine Kids-Zone, Food-Stände, Musik, Feuershow und ein Aufenthaltsbereich. (pte)
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