Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Wie extreme Linke und Terrorsympathisanten die Schülerproteste in Frankreich unterwandern

Дата публикации: 07-10-2026 03:30:00

Die Linkspopulisten von Jean-Luc Mélenchon setzen bei den Präsidentschaftswahlen auf junge Wähler. Dafür sind sie bereit, Gewalt zu legitimieren. Profitieren könnte am Ende die extreme Rechte.

Основное содержимое страницы с новостью.

Pro Artikel

Wie extreme Linke und Terrorsympathisanten die Schülerproteste in Frankreich unterwandern

Die Linkspopulisten von Jean-Luc Mélenchon setzen bei den Präsidentschaftswahlen auf junge Wähler. Dafür sind sie bereit, Gewalt zu legitimieren. Profitieren könnte am Ende die extreme Rechte.

Nora Bussigny07.10.2026, 05.30 Uhr

4 Leseminuten


Manche Schülerinnen und Schüler feiern die Nähe zu La France insoumise (LFI) offen. Proteste am 5. Oktober 2026 in Paris.

Manche Schülerinnen und Schüler feiern die Nähe zu La France insoumise (LFI) offen. Proteste am 5. Oktober 2026 in Paris.

Firas Abdullah / EPA

Innerhalb von kaum zehn Tagen sind die Schülerproteste in Frankreich eskaliert. 356 Gymnasien sind laut dem französischen Innenminister Laurent Nuñez betroffen, der am 30. September von 625 Festnahmen sprach. Am nächsten Tag brannten in Nantes zwei Gymnasien, in Marseille wurde ein Schulleiter mit Benzin übergossen.

Optimieren Sie Ihre Browsereinstellungen

NZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.

Bitte passen Sie die Einstellungen an.

Diese Taten sind nicht allein das Werk von wütenden Schülern, die unter Lehrermangel oder dem maroden Zustand einiger Schulen leiden. Rasch versuchten Gruppen der extremen Linken, die Proteste zu vereinnahmen, um den Staat zu destabilisieren. Beteiligt sind unter anderem Trotzkisten der Révolution permanente, Vertreter der Partei La France insoumise (LFI) des Präsidentschaftskandidaten Jean-Luc Mélenchon und radikale Umweltschützer von Extinction Rebellion.

Mélenchon ist bei jungen Wählern die Nummer eins

LFI spielt mit ihren «linksextremen Proxys» auch nach Einschätzung der französischen Geheimdienste eine zentrale Rolle bei den Protesten, wie die Regierung am 1. Oktober bekanntgab. Schon lange versucht die in der Nationalversammlung und im Europaparlament vertretene Partei, muslimische Wähler mit Stimmungsmache gegen Israel, antisemitischen Anspielungen und islamischer Identitätspolitik zu umwerben. Nun hat sie ein neues Betätigungsfeld gefunden: die Gymnasien.

Sobald eine Blockade in Gang ist, eilen die Aktivisten von LFI herbei, unter ihnen auch Abgeordnete, Europaabgeordnete und Bürgermeister. Sie beglückwünschen die Protestierenden und lassen sich mitten in den Blockaden filmen. Die Videos, welche die Politiker in den sozialen Netzwerken teilen, erzielen auf Tiktok und Instagram enorme Reichweiten. Auch dank speziellen Online-Kanälen, die Gymnasiasten und Parteikader vernetzen.

Manche gehen noch weiter. Der LFI-Abgeordnete Thomas Portes wurde dabei gefilmt, wie er versuchte, eine Festnahme zu verhindern. Der Bürgermeister von Saint-Denis, Bally Bagayoko, erklärte während einer Blockade, Gewalt könne «legitim sein». Solche Aktionen kommen zwar bei vielen Franzosen schlecht an – in einer Umfrage sagten 83 Prozent der Befragten, Politiker, die Gewalt an Gymnasien förderten, müssten strafrechtlich verfolgt werden. Dennoch verfolgt LFI damit ein klares Ziel.

Sie präsentiert sich als Stimme der Jugend, um bei den Präsidentschaftswahlen 2027 möglichst viele Erstwähler zu gewinnen. Schon bei den letzten Wahlen im Jahr 2022 lag der LFI-Chef Jean-Luc Mélenchon bei den 18- bis 24-Jährigen an erster Stelle.

Urgence Palestine will «antikoloniale Front» mit Schülern

Neben LFI sind an den Gymnasien viele ultralinke Kollektive und Aktivisten am Werk, aber auch Figuren wie Shahin Hazamy: ein Agent des iranischen Regimes, der von den französischen Geheimdiensten entlarvt worden ist und einen iranischen Presseausweis besitzt. Kürzlich wurde er wegen Verherrlichung des Terrorismus verurteilt (er hat Berufung eingelegt), weil er die Massaker des 7. Oktober gefeiert hat. In den sozialen Netzwerken verbreitet er unverpixelte Videos, die mehrere Millionen Mal angesehen wurden und Polizeigewalt gegen Schüler zeigen, ohne dass die Zuschauer den Kontext sehen.

Ähnlich wie Hazamy agitiert die in Pariser Vororten entstandene Bewegung RED Jeunes, die ebenfalls gegen angebliche «Islamophobie» kämpft und während der Ausschreitungen nach dem Champions-League-Final im letzten Juni bekannt geworden ist. RED Jeunes ist eng mit den Étudiants musulmans de France vernetzt, die laut einem Bericht der französischen Regierung aus dem Jahr 2025 als Jugendorganisation der Muslimbrüder fungieren.

Da bei den Schülerprotesten auch propalästinensische und proislamistische Gruppen mitmischen und die Proteste diese Woche mit dem Jahrestag des Massakers des 7. Oktober zusammenfallen, droht eine weitere Eskalation.

Am 7. Oktober organisiert die Gruppe Urgence Palestine in Paris einen «Marsch für Palästina», zum Gedenken an «3 Jahre Völkermord, 3 Jahre Widerstand». Die Organisation ruft alle ihre «Mitglieder, Sympathisant*innen und Freund*innen» dazu auf, «die Mobilisierung der Schüler*innen zu unterstützen und sich zu den Blockadepunkten zu begeben». Ziel sei eine «antikoloniale» Front.

Aktivisten von Urgence Palestine haben bei Demonstrationen auch schon jüdische Feministinnen angegriffen. Unter ihrem Einfluss drohen die Schülerproteste noch mehr in eine «Intifada» auszuarten. Zumal derartige Slogans schon jetzt bei Demonstrationen zu hören waren, neben antisemitischen Äusserungen.

Parallel dazu mobilisiert das Netzwerk Palestine Action, das in Grossbritannien als terroristisch eingestuft wird, aber in europäischen Städten wie Berlin, Paris und Rom agitieren darf. «Wir schliessen uns unseren palästinensischen Freunden im Widerstand an», heisst es in Aufrufen der Gruppe.

Die angeblich unabhängigen Parteigänger von LFI

Derweil versucht LFI, die keine Berührungsängste gegenüber radikalen propalästinensischen Gruppen wie Urgence Palestine hat, sich gegen den Vorwurf zu verwahren, sie unterwandere die Schülerproteste. Dennoch stehen mehrere Exponenten der Schülerproteste, die auf den ersten Blick unabhängig scheinen, in Verbindung mit der Partei.

Das gilt etwa für Ryad Rani, den Vorsitzenden der Schülergewerkschaft Union syndicale lycéenne. Von den Medien umworben, bestreitet er sämtliche Absprachen zwischen der Schülerbewegung und LFI. Er verschweigt jedoch, dass er bei den letzten Kommunalwahlen auf einer Liste von La France insoumise stand.

Zu nennen wäre auch Yassine Benyettou, der Sprecher des ultralinken Kollektivs Génération EDR, das unter anderem von den Étudiants musulmans de France mitbegründet wurde. Dem Kollektiv droht die Auflösung durch die französische Regierung, wegen seiner Nähe zur Jeune Garde – einer gewalttätigen linksextremen Gruppe, die vom LFI-Abgeordneten Raphaël Arnault mitbegründet und 2025 verboten wurde. Benyettou, der sich sehr aktiv in den Mobilisierungen der Gymnasiasten engagiert, war ebenfalls Kandidat von La France insoumise bei den Parlamentswahlen 2024.

Andere zelebrieren ihre Nähe zu LFI offen. Soumaya Sarré, Studentin und Sprachrohr von RED Jeunes, spornt die Schüler in den Vororten nicht nur dazu an, die Blockaden fortzusetzen. Auf ihrem Instagram-Account sind auch zahlreiche Selfies zu sehen, die sie an Veranstaltungen von LFI und an der Seite von LFI-Vertretern zeigen.

Indem LFI eine frustrierte Jugend unter dem Slogan der «Konvergenz der Kämpfe» umwirbt, hat sie der gewalttätigen und antisemitischen Ultralinken Tür und Tor geöffnet. Angesichts der gewaltigen Schäden und der zunehmenden Wut der französischen Öffentlichkeit versucht Jean-Luc Mélenchon bereits, die Protestierenden zur Ruhe aufzurufen, allerdings vergeblich.

Am Ende könnte es die extreme Rechte sein, die von den gewalttätigen Aktionen der extremen Linken profitiert.

Nora Bussigny ist Journalistin und Buchautorin in Frankreich. Zuletzt von ihr erschienen: Les nouveaux antisémites. Enquête d’une infiltrée dans les rangs de l’ultragauche. Verlag Albin Michel. – Aus dem Französischen übersetzt.

17 Kommentare

Agnes Juillerat

08.10.2026

Ein Student des Institut Catholique in Paris berichtet, wo heute ebenfalls blockiert und demonstriert wurde. In erster Reihe auch Vermummte und die Palästinenser Flagge. Der Unterricht fand online statt und der Teilnehmende stellt überrascht fest, dass sich innerhalb seines Kurses 15 von den gesamthaft 17 Studenten beteiligen.

Agnes Juillerat

08.10.2026

Eine Meinung purer Vernunft zum Thema von Madeleine de Jessey, Lehrerin für Klassische Philologie, die bedauert, dass Identität und Meinung der Oberschüler einen solchen Platz eingenommen haben – zum Nachteil des Wissens. Diese Tendenz, gefördert durch die Ablehnung der Vertikalität zwischen Lehrern und Schülern führt ihrer Meinung nach zu einer Politisierung der Schule. Sie bekräftigt jedoch, dass nur Wissen es einem ermöglicht, sich mit Relevanz zu behaupten. Zur beklagten Dichte in Klassenzimmern, die ausschliesslich in Abschlussklassen bis 39 Schüler erreichen kann, im Durchschnitt sind es 32: Gerade anhand meines Klassenfoto aus den Fünfzigern nachgeprüft. Wir waren ebenfalls 39 innerhalb einer Gesamtschule, die alle Schüler von der 1. Primar bis zur 7. Primar umfasste. Der Lehrer hat den Unterricht zur allgemeinen Zufriedenheit nur deshalb gemeistert, weil, wie von Lehrerin Jessey erwähnt, die Vertikalität zu dieser Zeit zwischen Lehrern und Schülern noch intakt war.

Passend zum Artikel

Die Unruhen wegen Lehrermangel und maroder Schulen in Frankreich eskalieren. Vielfach ist unklar, ob es überhaupt noch Schüler sind, die Feuer legen. Zum Gesicht der Bewegung ist Ryad Rani geworden – ein 18-jähriger Aktivist mit Verbindung zu La France insoumise.

Eine junge französische Journalistin deckt die Verstrickungen zwischen Islamisten und Linksextremen in Frankreich, Belgien und den USA auf. Ihr Buch «Die neuen Antisemiten» ist auch für Deutschsprachige lehrreich.

Der Fall von Quentin Deranque offenbart auch, wie Linksextreme Universitäten gekapert haben – und auf welches Wohlwollen sie in manchen Redaktionen zählen können.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1Франция пылает на фоне погромов: политики сулят падение режима08.9318-10-2026
2¿Quién está detrás de las protestas estudiantiles en Francia?06.405-10-2026
3Видео: По чьему приказу разносят Францию08.2819-10-2026
4Студенческий бунт: протесты молодежи во Франции бьют по выборам-2027011.5816-10-2026
5Frankreich: Die Schüler-Revolte ist berechtigt – ein Kommentar08.4414-10-2026
6Кандидат в президенты Франции заявил о надвигающемся кризисе режима09.3118-10-2026
7"Будет намного хуже". Лидер Евросоюза готовится к катастрофе09.4417-10-2026
8Лидер левой партии: протесты во Франции будут иметь политические последствия0018-09-2025
9Hunderte Verletzte und Festnahmen in Frankreich06.6901-10-2026
10Können Schülerproteste Frankreich gerechter machen?011.4816-10-2026

Классификация: Мнения. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 10.95. Источник: www.nzz.ch.