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Frau verliert bei Vinted-Deal Tausende Euro: Betrüger gibt sich als Käufer aus

Дата публикации: 15-10-2026 10:46:00

Für eine Frau aus Kärnten wurde ein Online-Modeverkauf zum finanziellen Fiasko: Nachdem sie sensible Daten preisgab, kassierten Betrüger ihr Konto ab.

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Für eine Frau aus Kärnten wurde ein Online-Modeverkauf zum finanziellen Fiasko: Nachdem sie sensible Daten preisgab, kassierten Betrüger ihr Konto ab.

Ein ärgerlicher Betrugsfall ereignete sich im Bezirk Klagenfurt in Österreich. Eine 40-jährige Frau verlor mehrere Tausend Euro, nachdem ein Unbekannter das Geld von ihrem Konto abbuchte. Laut dem Nachrichtenportal „Heute“ entwendete der bislang nicht identifizierte Täter einen mittleren vierstelligen Betrag. Die Betroffene hatte zuvor vertrauliche Bankdaten auf einer gefälschten Website eingegeben.

Die Täter verlagerten die Kommunikation auf WhatsApp

Ausgangspunkt war ein Inserat für eine Jacke auf der Plattform Vinted. Ein vermeintlicher Interessent meldete sich und lenkte das Gespräch zügig auf den Messenger WhatsApp um. Anschließend schickte der Betrüger der Verkäuferin einen manipulierten Link.

Während die Verkäuferin glaubte, sie würde eine Zahlung erhalten, buchten die Betrüger Geld von ihrem Konto ab. (Symbolbild)

Während die Verkäuferin glaubte, sie würde eine Zahlung erhalten, buchten die Betrüger Geld von ihrem Konto ab. (Symbolbild) Imago/Wavebreak Media Ltd

Nachdem die Kärntnerin den Link geöffnet hatte, gab sie ihre persönlichen Angaben preis. Wie „Heute“ meldet, wurde das Geld anschließend sofort vom Konto abgebucht. Bislang ist unklar, wer hinter den Taten steckt.

Warnsignale: So lassen sich Vinted-Betrüger erkennen

Vinted gilt als gefragte Plattform für den Handel mit gebrauchten Waren. Kriminelle nutzen jedoch die unkomplizierte Abwicklung gezielt aus. Nach Angaben des juristischen Fachportals „Jurawelt“ gehören gefälschte Zahlungsnachweise, Phishing-Links, Identitätsdiebstahl, Betrug über externe Messenger wie WhatsApp sowie Warenbetrug, bei dem die Artikel entweder gar nicht oder in abweichender Form geliefert werden, zu den gängigen Methoden.

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Über die Plattform und die Vinted-App sind Verkäufer besser vor Betrug geschützt. (Symbolbild)

Über die Plattform und die Vinted-App sind Verkäufer besser vor Betrug geschützt. (Symbolbild) Imago/Rüdiger Wölk

Eine besonders perfide Variante ist die sogenannte „Zalando-Masche“. Bei diesem Dreiecksbetrug werden echte Bestellungen beim Online-Modehändler ausgelöst. Der Vinted-Nutzer bekommt jedoch mit der Ware ebenso die Rechnung zugeschickt.

Laut „Jurawelt“ gelten folgende Hinweise als Warnsignale:

  • auffällig günstige Preise
  • anonyme Profile ohne bisherige Aktivität
  • übernommene Produktbilder
  • die Bitte, den Austausch oder die Bezahlung außerhalb der Vinted-App fortzuführen
Vinted-Nutzer sollten keine Daten an Dritte weitergeben

Bei Zahlungen, die über die Secondhandplattform abgeschlossen werden, gelangen Bankdaten von Käufern und Verkäufern nicht zur anderen Person. Das Geld wird erst nach Bestätigung des Käufers freigegeben, wie auf einer Hilfeseite erklärt wird.

Bankdaten sollten nicht an Fremde weitergegeben werden. Die Zahlungsdienstleister auf Vinted sind Mangopay SA und Vinted Pay UAB. Sie betreiben den Vinted-Geldbeutel, in dem Verkäufer-Einnahmen sicher gespeichert werden und von dem aus Auszahlungen nur auf Euro-Konten in der Europäischen Union beziehungsweise im Europäischen Wirtschaftsraum möglich sind.

Weitere Maßnahmen gegen Betrug

Um Nutzer besser zu schützen, sichert Vinted Käufe über den „Kaufen“-Button mit einer Rückerstattungsmöglichkeit ab, sofern der Artikel beschädigt, nicht geliefert oder deutlich anders als beschrieben ist. Das Geld wird erst nach Bestätigung des Käufers freigegeben. Die Plattform setzt zudem Anti-Spam-Filter, Datenschutzmaßnahmen und Risikoanalysen ein, um verdächtige Aktivitäten zu erkennen. Kommunikation erfolgt über ein internes Tool, Bewertungen sind erst nach abgeschlossenen Bestellungen möglich.

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