Zwei ausverkaufte Abende, ergreifende Balladen und ein generationsübergreifender Chor: So hat die Spielvereinigung Bebelsheim-Wittersheim mit ihrem Konzertprogramm „Herzenssache“ den Nerv des Publikums getroffen.
Wittersheim · Zwei ausverkaufte Abende, ergreifende Balladen und ein generationsübergreifender Chor: So hat die Spielvereinigung Bebelsheim-Wittersheim mit ihrem Konzertprogramm „Herzenssache“ den Nerv des Publikums getroffen.
18.10.2026 , 15:00 Uhr
Der eigens zusammengestellte Chor begleitete die Solistinnen und Solisten (von links) Eva Sandschneider, Jessica Oldenburger-Weis, Karin Hennrich, Bernd Fried, Organisator Jürgen Fuchs und Bernd Russy (rechts am Keyboard), gleichzeitig auch musikalischer Leiter bei mehreren Titeln während des Programms.
Foto: Wolfgang DegottZwei ausverkaufte Abende, frenetischer Applaus und stehende Ovationen: Mit ihrem Konzertprogramm „Herzenssache – Balladen und mehr“ hat die Spielvereinigung Bebelsheim-Wittersheim mit ihren vielen Helfern eindrucksvoll bewiesen, wie Musik Menschen unterschiedlicher Generationen verbinden kann. Sechs Solistinnen und Solisten, eine vierköpfige Live-Band, eine Trompeterin und ein Chor aus Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen nahmen das Publikum in der Festhalle Wittersheim mit auf eine emotionale Reise durch die Genres Pop, Rock und Musical.
Nach vier Jahren Pause knüpfte der Verein damit an seine erfolgreichen Musicalprojekte und Schlager-Open-Airs an. 27 Kompositionen, drei Zugaben und rund drei Stunden Programm sorgten für Abwechslung. Hinter dem Projekt steht Jürgen Fuchs aus Bebelsheim, Sportvorstand und Finanzverantwortlicher der Spielvereinigung, der die Idee entwickelt und die Organisation übernommen hatte. Die musikalische Leitung lag bei Bernd Russy aus Niederbexbach, der am Keyboard zugleich den Klang des Abends prägte.
Den ersten Szenenapplaus erntete Lokalmatadorin Eva Sandschneider mit „Non, je ne regrette rien“. Der Chanson von Edith Piaf, dem berühmten „Spatz von Paris“, wurde damit auch zum musikalischen Bekenntnis des Publikums: Diese Abende sollten in Erinnerung bleiben. Karin Hennrich setzte mit einer ruhigen Interpretation von „Irgendwie, irgendwo, irgendwann“ in der Fassung von Claudia Koreck einen weiteren Akzent. Jessica Oldenburger-Weis überzeugte unter anderem mit Lady Gagas gefühlvoller Ballade „Always remember us this way“ aus dem Musikdrama „A star is born“. Berührende Erinnerungen weckte Bernd Russy mit Elton Johns „Candle in the wind“, der Hommage an Prinzessin Diana. Bernd Fried ließ mit „Cello“ von Udo Lindenberg und Clueso sanfte Rockklänge aufleben. Jürgen Fuchs wiederum schlug mit „Berlin“ von Nik P. nachdenkliche Töne an. Das Lied erzählt von zwei Menschen, die ihre gemeinsame Reise immer wieder aufschieben – eine Geschichte über Wünsche, verpasste Gelegenheiten und die Frage, wann man seine Träume endlich verwirklicht.
Besonders viel musikalische Spannung entstand bei den Duetten. Eva Sandschneider und Bernd Russy präsentierten gemeinsam „Barcelona“, die monumentale Hymne von Queen-Frontmann Freddie Mercury und Opernlegende Montserrat Caballé.
Jessica Oldenburger-Weis und Jens Fried interpretierten „I Belong to You“ von Eros Ramazzotti und Anastacia. Karin Hennrich und Bernd Russy widmeten sich mit „Sind die Sterne gegen uns?“ einer gefühlvollen Ballade aus dem Musical „Aida“. Jessica Oldenburger-Weis und Jürgen Fuchs ergänzten das Programm unter anderem mit Heinz Rudolf Kunzes „Dein ist mein ganzes Herz“.
Auch Trompeterin Anna Altmeyer setzte besondere Akzente. Begleitet wurden die Solo-Interpreten neben Bernd Russy von Marc Rohe am Bass, dem Schlagzeuger Jürgen Staut und dem Gitarristen Michael Bedersdorfer.
Ein Höhepunkt war der Auftritt des Chores bei „We are the world“. Die 1985 von Michael Jackson und Lionel Richie komponierte Benefiz-Single, aufgenommen von der All-Star-Formation USA for Africa, erinnerte daran, welche Kraft gemeinsames Singen entfalten kann. Das Lied entstand einst, um den Opfern der Hungersnot in Äthiopien zu helfen. Seine Botschaft spiegelte auch den Leitgedanken des Abends wider: Zusammenhalt über alle Grenzen und Generationen hinweg. Ein weiteres Highlight war der Auftritt des Chors beim energiegeladenen Elektropop- und House-Hit „Papaoutai“, der von allen Solisten kraftvoll begleitet wurde „Die Interpreten haben sich Titel ausgesucht, die zu ihnen passen und für die sie stehen“, betonte Fuchs. Die Lieder seien für sie eine Herzenssache. Dass diese persönliche Verbundenheit auch beim Publikum ankam, zeigte der lang anhaltende Beifall.
Mit der dritten Zugabe, „Nessaja“ aus Peter Maffays Tabaluga-Musical, endete ein Konzertabend, der nicht nur Erinnerungen an große Melodien weckte, sondern auch Lust auf eine Fortsetzung machte. (ust/evy)
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