Вход на сайт

Просмотр новости

Найдите то, что Вас интересует

Standort in der Krise: Nur die Rüstung rettet unsere Bilanz

Дата публикации: 20-10-2026 18:50:00

Merz wirbt beim Investitionsgipfel um Milliarden. Doch neue Projekte gehen zurück, und ausländische Kapitalzuflüsse nach Deutschland brechen 2026 deutlich ein.

Основное содержимое страницы с новостью.

Merz feiert in Berlin Milliardeninvestitionen und empfängt den Nvidia-Chef. Gleichzeitig legt Roche seine Investitionsentscheidungen für Deutschland auf Eis. Von einer breiten Renaissance des Industriestandorts kann so keine Rede sein.

Jensen Huang ist der Star des Berliner Investitionsgipfels. Der Nvidia-Chef spricht über die Zukunft der Industrie, über künstliche Intelligenz und neue Geschäfte. Bundeskanzler Friedrich Merz hat für ihn und rund 200 Unternehmenschefs den roten Teppich ausgerollt.

Roter Teppich für Nvidia-Chef

„Red Carpet for Investments“ heißt die Veranstaltung. Huang kündigt Beteiligungen an deutschen Technologieunternehmen an, darunter Agile Robots und Reflex Aerospace. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche legt die passende Zahl dazu vor: mehr als 225 Milliarden Euro an Investitionszusagen für Großprojekte. In dieser Summe stecken allerdings Investitionen deutscher und ausländischer Unternehmen. Wie viel davon tatsächlich aus dem Ausland kommt, bleibt offen.

Deutschlandchef Daniel Steiners begründet den Schritt mit den Sparplänen der Bundesregierung im Gesundheitswesen. Die Politik habe viel Vertrauen zerstört. Statt verlässlicher Bedingungen drohten höhere Belastungen für die Pharmaindustrie. Roche beschäftigt hierzulande mehr als 18.000 Menschen.

ANZEIGE

ANZEIGE

Ausländische Investitionen brechen 2026 drastisch ein

Was also ist der wirkliche Trend? Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft flossen 2025 rund 86 Milliarden Euro ausländische Direktinvestitionen nach Deutschland, 50 Prozent mehr als 2024. Doch die Erholung war offenbar kurz. Aktuelle Bundesbankdaten zeigen: Von Januar bis August 2026 kamen nur noch 42,7 Milliarden Euro ins Land.

Im gleichen Zeitraum 2025 waren es 78,9 Milliarden Euro. Ein Rückgang um 45,8 Prozent oder 36,1 Milliarden Euro. Die Kapitalzuflüsse aus dem Ausland sind binnen Jahresfrist fast um die Hälfte eingebrochen. Davon ist auf dem Berliner Investitionsgipfel wenig zu hören.

Milliardenzufluss ohne neue Fabriken

Und auch die Herkunft des Geldes von 2025 verdient einen genaueren Blick. Aus den USA kamen nur noch 11,8 Milliarden Euro, 44 Prozent weniger als im Vorjahr. Großbritannien dagegen verzeichnete einen sensationellen Anstieg: 26 Milliarden Euro, ein Plus von 284 Prozent. Rund 19 Milliarden Euro mehr als 2024. Doch welches britische Großprojekt steckt dahinter?

Das Institut der deutschen Wirtschaft nennt keines. Direktinvestitionen umfassen auch Unternehmenskäufe, reinvestierte Gewinne und konzerninterne Finanzierungen. Da es kaum neue Produktionsstandort mit britischen Eigentümern in Deutschland gibt, sieht es danach aus, als würden die Milliarden innerhalb bestehender Konzerne bewegt. Neu-Investitionen, die Arbeitsplätze bringen, sind es damit nicht.

Aus den übrigen EU-Staaten kamen im Jahr 2025 rund 43 Milliarden Euro, etwas weniger als im Vorjahr. Aus China gerade einmal 199 Millionen Euro. Die USA verlieren an Bedeutung, China spielt kaum eine Rolle. Europa einschließlich Großbritannien stellte mehr als 80 Prozent des ausländischen Kapitals.

Deutschlands Investitionsparadox

Noch deutlicher wird die Schwäche bei konkreten Projekten. Germany Trade & Invest registrierte 2025 nur noch 1564 neue ausländische Investitionsvorhaben, 9,3 Prozent weniger als 2024 unter der damals noch amtierenden Ampelregierung. Ihr angekündigtes Volumen sank von 23,2 auf 11,8 Milliarden Euro. Fast eine Halbierung. Wie passt das zu den zunächst gestiegenen Kapitalzuflüssen, die die Bundesbank für 2025 noch misst?

Die Antwort lautet wieder: Die Zentralbank zählt auch Unternehmenskäufe, reinvestierte Gewinne und Finanzierungen innerhalb internationaler Konzerne. Germany Trade & Invest dagegen erfasst nur neue Ansiedlungen und Erweiterungen. Es floss also mehr ausländisches Kapital nach Deutschland, während gleichzeitig deutlich weniger Geld für neue Investitionsprojekte ausgegeben wurde.

Hoffnung ruht auf der Rüstung

Auch der Blick auf die gefeierten Großprojekte lohnt sich. Die Chipfabrik von TSMC in Dresden mit einem geplanten Volumen von mehr als zehn Milliarden Euro wurde 2023 beschlossen, als das Duo Olaf Scholz und Robert Habeck noch regierte. Damals fiel auch die Entscheidung für das 2,3 Milliarden Euro teure Lilly-Werk in Alzey. Merz kann sich die laufenden Projekte nicht als eigene Ansiedlungserfolge zurechnen.

Eine Ausnahme könnte die Rüstungsindustrie sein. Der Staat erhöht seine Verteidigungsausgaben massiv, die NATO-Staaten bestellen Waffen und Munition. Das schafft Absatzperspektiven und veranlasst Unternehmen, ihre Produktionskapazitäten auszubauen. Doch wie viel ausländisches Kapital tatsächlich in neue deutsche Rüstungsfabriken fließt, lässt sich aus den veröffentlichten Direktinvestitionszahlen nicht zuverlässig herausrechnen. Denn ein ausländischer Rüstungsauftrag ist zunächst ein Exportgeschäft. Erst wenn das Geld in neue Produktionsanlagen fließt, entsteht daraus eine Investition am deutschen Standort.

Deutschlands Investitionsproblem lässt sich nicht mit Gipfeln lösen

Noch ernüchternder ist der langfristige Vergleich. Nach Berechnungen von Allianz Research lagen die gesamten Investitionen in Deutschland 2025 um 6,4 Prozent unter dem Niveau von 2019. Im übrigen Euroraum stiegen sie um 6,7 Prozent, in den USA um 20,2 Prozent. Hohe Energiekosten, Steuern, Abgaben und Bürokratie bremsen den Standort weiterhin.

Merz hat recht, wenn er um Investoren wirbt. Auch Nvidia kann der deutschen Industrie helfen. Aber ein Gipfel ersetzt keine Standortpolitik. Die Zahl neuer ausländischer Investitionsprojekte sinkt, die Kapitalzuflüsse sind 2026 um fast die Hälfte gefallen. Von einer breiten Renaissance des Industriestandorts kann keine Rede sein. Allenfalls die Rüstungsindustrie erlebt einen Boom, finanziert durch staatliche Milliardenaufträge.

Схожие новости

#Наименование новостиТональностьИнформативностьДата публикации
1German economy lost 420 bln euro of investments due to crises — research014.5919-10-2026
2„Historische Stagnation“ raubt Deutschlands Wirtschaft 470 Milliarden Euro018.8619-10-2026
3МЭР прогнозирует снижение инвестиций в России в 2026 году на 0,5%0024-09-2025
4В Германии оценили ущерб инвестициям из-за кризисов019.0119-10-2026
5Deutsche Wirtschaft wächst trotz Krisen und Risiken06.0525-08-2026
6ВВП Германии рос во втором квартале самыми быстрыми темпами с 2022 года012.9424-08-2026
7МЭР в прогнозе закладывает возвращение инвестиций к росту в 2028-2029 гг. до 2,5% и 3%021.1624-09-2026
8МЭР ожидает снижения роста инвестиций в основной капитал в РФ до 0,5%0014-04-2023
9МЭР ожидает роста реально располагаемых доходов на уровне 1% в 2026 году026.6724-09-2026
10МЭР улучшило прогноз по росту инвестиций в основной капитал в 2023 году до 6%0012-09-2023

Классификация: Экономика. Схожих патентов: 0. Схожих новостей: 10. Тональность: 0. Информативность: 13.33. Источник: rss.focus.de.