Nvidia-Chef Jensen Huang kommt nach Berlin. Gemeinsam mit Kanzler Friedrich Merz spricht er über Deutschlands Zukunft als Wirtschafts- und Technologiestandort.
Nvidia-Chef Jensen Huang kommt am Montag nach Berlin und richtet eine Warnung an Deutschland: „Nichts schmerzt mich mehr zu sehen, als dass ein hochtechnologisiertes Land wie Deuschland, so abgehängt wird.“
Diese Kritik äußerte Hunag bereits am Mittwoch auf einem Pressegespräch in London. Zugleich sagte er aber auch, dass Deutschland viel Talent habe und einfach loslegen müsse. Er vermutet, dass es vielleicht die europäische Herangehensweise sei, Dinge zu sehr zu zerdenken.
Auf der „Invest in Germany Summit“ am Montagabend wird die Bundesregierung voraussichtlich ein Kooperationsabkommen mit dem US-amerikanischen Chiphersteller Nvidia bekannt geben. Nächste Woche soll der Einsatz künstlicher Intelligenz in der deutschen Industrie ausgeweitet werden, teilte die Bundesregierung am Freitag mit. Der Plan werde Partner über Nvidia hinaus einbeziehen und einen wichtigen Beitrag zur industriellen KI leisten.
Der Deal würde physische KI-Werkzeuge für das Training von Robotern und selbstfahrenden Fahrzeugen unterstützen und dazu beitragen, leistungsstarke KI-Modelle für den industriellen Einsatz zu entwickeln.
Nvidia unterstützt dabei den Aufbau einer KI-Fabrik in Deutschland, die industrielle KI-Workloads für europäische Fertigungsunternehmen unterstützen wird. Die industrielle KI-Fabrik wird mit 10.000 GPUs ausgestattet sein. Aber es bleibt nicht nur bei dem Verkauf von Chips: Die Technologie hilft Unternehmen auch dabei, ihre Fabriken digital zu planen, zu simulieren und KI-Anwendungen zu entwickeln.
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Beispiele, wie die deutsche Industrie in der der neuen KI-Infrastruktur mitwirken kann, sind Schaeffler und BMW. Durch die Nutzung von Nvidias Omniverse-Ökosystems mit Anwendungen von Siemens, erstellt Schaeffler digitale Zwillinge seiner Anlagen. Auch BMW entwickelt digitale Zwillinge seiner Produktionsanlagen, unter anderem mithilfe der Nvidia Omniverse-Bibliotheken.
Die Unternehmen bauen dabei zunächst ein digitales Abbild ihrer Fertigungsstätten und testet am Computer, wo die Maschinen stehen sollen und wie Roboter zwischen ihnen arbeiten. Erst, wenn die Planung funktioniert, wird sie in der echten Fabrik umgesetzt.
Am Montagabend wird Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gemeinsam mit Jensen Huang eine Podiumsdiskussion auf dem „Invest in Germany Summit“ im Kraftwerk Berlin halten.
Von Krischan Orth, wallstreetONLINE Redaktion
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