Die pbb direkt erhöht ihre Festgeldzinsen bei mehreren Laufzeiten. Besonders kräftig fällt der Sprung bei zwei und drei Jahren aus. COMPUTER BILD zeigt, was Sparer künftig bekommen und welche Banken noch mehr zahlen.

Die pbb direkt hebt die Festgeldzinsen an. In der Spitze sind künftig 3,60 Prozent pro Jahr drin.
Foto: Jason marz/GettyImages, pbb direkt
Die pbb direkt erhöht ihre Festgeldzinsen bei mehreren Laufzeiten. Besonders kräftig fällt der Sprung bei zwei und drei Jahren aus. COMPUTER BILD zeigt, was Sparer künftig bekommen und welche Banken noch mehr zahlen.
Die pbb direkt schraubt an ihren Festgeldkonditionen. Ab dem 26. Oktober 2026 steigen die Zinsen bei Laufzeiten von zwei, drei, fünf und zehn Jahren. Am stärksten fällt die Erhöhung beim zweijährigen Festgeld aus: Statt bislang 3,00 Prozent pro Jahr gibt es künftig 3,35 Prozent. Bei drei Jahren steigt der Zinssatz von 3,25 auf 3,50 Prozent. Der Zins für fünf Jahre erhöht sich von 3,35 auf 3,55 Prozent, bei zehn Jahren geht es von 3,50 auf 3,60 Prozent.
Unverändert bleiben die 2,50 Prozent p. a. für zwölf Monate. Die aktuell noch auf der Website ausgewiesenen Konditionen entsprechen den bisherigen Zinssätzen.
Größter Zinssprung bei zwei JahrenDen größten Zinsschritt macht die pbb direkt bei zwei Jahren. Hier steigt der Zins um 0,35 Prozentpunkte von 3,00 auf 3,35 Prozent pro Jahr. Bei drei Jahren beträgt der Aufschlag 0,25 Prozentpunkte, bei fünf Jahren 0,20 und bei zehn Jahren 0,10 Prozentpunkte.
Damit sticht die zweijährige Laufzeit vor allem durch die kräftigste Erhöhung hervor. Der absolute Höchstzins von 3,60 Prozent erfordert dagegen eine Bindung über zehn Jahre. Zwischen zwei und zehn Jahren liegen beim Zinssatz lediglich 0,25 Prozentpunkte, die Kapitalbindung verlängert sich jedoch um acht Jahre.
Das bietet das Festgeld der pbb direktBeim Festgeld der pbb direkt können Anleger zwischen Laufzeiten von einem, zwei, drei, fünf und zehn Jahren wählen. Der Zinssatz wird für die gewählte Laufzeit fest vereinbart. Die Mindestanlage beträgt 1.000 Euro, eine feste Obergrenze nennt die Bank nicht. Kontoeröffnung und Kontoführung sind kostenlos. Voraussetzung für die Festgeldanlage ist ein ebenfalls kostenloses Tagesgeldkonto bei pbb direkt, das als Verrechnungskonto dient.
Bei Laufzeiten von zwei, drei, fünf und zehn Jahren können Kunden wählen, ob die Zinsen jährlich auf das Tagesgeldkonto ausgezahlt oder bis zum Laufzeitende wiederangelegt werden sollen. Bei der zweiten Variante entsteht ein Zinseszinseffekt.
Hinter pbb direkt steht die Deutsche Pfandbriefbank AG. Sie gehört der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) an. Damit sind Einlagen im Rahmen der gesetzlichen deutschen Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Kunde geschützt. Zusätzlich ist die Deutsche Pfandbriefbank dem Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken angeschlossen.
Festgeld-Vergleich: Andere Banken zahlen noch mehrSo deutlich die Zinserhöhung der pbb direkt ausfällt, einen Vergleich mit anderen Festgeldangeboten sollten Sparer nicht auslassen. Besonders bei den für viele Anleger interessanten kürzeren Laufzeiten gibt es derzeit höhere Zinsen.
Für ein Jahr zahlt die Opel Direktbank aktuell 3,49 Prozent pro Jahr und damit deutlich mehr als die 2,50 Prozent bei pbb direkt. Auch bei zwei Jahren liegt die Opel Direktbank mit 3,55 Prozent vor den 3,35 Prozent von pbb direkt. Die Einlagen bei der Opel Direktbank sind allerdings über die französische gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 Euro pro Person geschützt.
Wer Wert auf eine deutsche gesetzliche Einlagensicherung legt, findet bei der Bank of Scotland eine interessante Alternative. Dort gibt es aktuell 3,40 Prozent für ein Jahr und 3,50 Prozent für zwei Jahre. Für drei Jahre sind sogar 3,60 Prozent pro Jahr drin. Damit übertrifft die Bank of Scotland die pbb direkt sowohl bei zwei als auch bei drei Jahren. Die Bank of Scotland ist eine Geschäftsbezeichnung der Lloyds Bank GmbH, deren Einlagen über die Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) gesetzlich bis insgesamt 100.000 Euro je Kunde geschützt sind.
Fazit: Gute Erhöhung, aber vergleichen lohnt sich
Die neuen Festgeldzinsen machen das Angebot der pbb direkt ab dem 26. Oktober attraktiver. Den größten Zinssprung gibt es bei zwei Jahren: Der Satz steigt um 0,35 Prozentpunkte auf 3,35 Prozent p. a. Drei Jahre bringen künftig 3,50 Prozent, fünf Jahre 3,55 Prozent. Den Höchstzins von 3,60 Prozent gibt es erst bei zehn Jahren.
Der Vergleich zeigt allerdings: Beim Zins ist pbb direkt derzeit nicht die erste Wahl. Wer sein Geld für zwei Jahre anlegen möchte, bekommt bei der Opel Direktbank mit 3,55 Prozent mehr. Mit deutscher gesetzlicher Einlagensicherung bietet die Bank of Scotland aktuell 3,50 Prozent für zwei Jahre und 3,60 Prozent für drei Jahre.
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