Die französische Großbank greift im deutschen Tagesgeld-Markt an. Ihr neuer Aktionszins liegt deutlich über dem regulären Satz. COMPUTER BILD zeigt, welche Bedingungen gelten und wie das Konto im aktuellen Vergleich abschneidet.

Die französische Bank verlangt ein bankinternes Girokonto als Verrechnungskonto.
Foto: Crédit Agricole, Luxento Studio/Getty Images
Die französische Großbank greift im deutschen Tagesgeld-Markt an. Ihr neuer Aktionszins liegt deutlich über dem regulären Satz. COMPUTER BILD zeigt, welche Bedingungen gelten und wie das Konto im aktuellen Vergleich abschneidet.
Crédit Agricole Savings zahlt beim Tagesgeld Flex jetzt 4,10 Prozent Zinsen per annum (p.a.). Das Angebot gilt für Kunden, die erstmals ein Tagesgeld Flex eröffnen. Der Aktionszins ist vier Monate garantiert, anschließend greift der variable Standardzins von derzeit 2,50 Prozent p.a. Das Guthaben bleibt täglich verfügbar.
Das Konto lässt sich bereits ab 10 Euro eröffnen. Es lassen sich maximal 25.000 Euro anlegen. Die Zinsen werden monatlich berechnet und kapitalisiert; die Zinszahlung erfolgt jährlich am 1. Januar. Eine feste Laufzeit gibt es nicht.
Bis zu rund 343 Euro Zinsen in vier MonatenWer 25.000 Euro für vier Monate zu 4,10 Prozent p.a. anlegt, erhält unter Berücksichtigung der monatlichen Kapitalisierung rechnerisch rund 343 Euro Zinsen vor Steuern. Bei einer einfachen anteiligen Rechnung ohne Zinseszinseffekt wären es rund 341,67 Euro. Crédit Agricole Savings berechnet die Zinsen nach der 30/360-Methode.
Der Aktionszins liegt 1,60 Prozentpunkte über dem aktuellen EZB-Einlagensatz von 2,50 Prozent. Für die Geldanlage ist ein Girokonto bei Crédit Agricole Savings als Verrechnungskonto Pflicht; das Girokonto ist kostenlos. Es wird im Rahmen der Registrierung automatisch eröffnet. Einen Mindestgeldeingang, Gehalts- oder Renteneingang oder bestimmte Kartenumsätze verlangt die Bank dafür nicht. Eine Debit- oder Kreditkarte gehört nicht zum Konto. Das Konto muss damit nicht als klassisches Gehalts- oder Alltagskonto genutzt werden.
Einlagenschutz aus FrankreichHinter Crédit Agricole Savings steht CA Consumer Finance S.A., ein französisches Kreditinstitut der Crédit Agricole Gruppe. Die Einlagen unterliegen der französischen gesetzlichen Einlagensicherung. Geschützt sind grundsätzlich bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank. Da das Tagesgeld Flex lediglich höchstens 25.000 Euro zulässt, liegt die gesamte mögliche Anlagesumme innerhalb der gesetzlichen Sicherungsgrenze.
Tagesgeld-Zinsen im VergleichIm aktuellen Tagesgeld-Vergleich von COMPUTER BILD führt Revolut mit 4,25 Prozent p.a. Der Aktionszins gilt für maximal vier Monate und bis 25.000 Euro. Ab dem zweiten Zyklus sind jeweils drei Kartenzahlungen über mindestens 5 Euro nötig. Neue Tagesgeldkonten unterliegen der deutschen Einlagensicherung bis 100.000 Euro.
Auf Rang zwei folgt die Bigbank mit 4,15 Prozent p.a. für vier Monate. Crédit Agricole Savings liegt mit 4,10 Prozent p.a. nur knapp dahinter und bietet mit aktuell 2,50 Prozent p.a. einen vergleichsweise hohen variablen Anschlusszins. Im aktuellen Marktvergleich rangieren die drei Angebote damit an der Spitze.
Ein Unterschied zu Revolut: Für die 4,10 Prozent bei Crédit Agricole Savings sind keine regelmäßigen Kartenzahlungen erforderlich. Dafür liegt der maximale Anlagebetrag ebenfalls bei vergleichsweise niedrigen 25.000 Euro.
Fazit: Der Aktionszins von 4,10 Prozent p.a. gehört derzeit zu den höchsten Tagesgeld-Zinsen am Markt. Das Geld bleibt flexibel verfügbar, und auch der aktuelle Anschlusszins von 2,50 Prozent p.a. kann sich sehen lassen. Allerdings ist das Tagesgeld Flex auf 25.000 Euro begrenzt und setzt ein kostenloses Girokonto bei Crédit Agricole Savings als Verrechnungskonto voraus.
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