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SPD Witzhelden startet in Kommunalwahlkampf: Neuer Anlauf für Kauf der Alten Post

Дата публикации: 25-02-2025 15:00:00




Nach der Wahl ist vor der Wahl: Die SPD Witzhelden ist direkt nach der Bundestagswahl in den Modus für die Kommunalwahl im September gewechselt. Wichtiges Vorhaben: ein neuer Anlauf zum Kauf der Alten Post durch die Stadt.



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SPD Witzhelden startet in Kommunalwahlkampf Neuer Anlauf für Kauf der Alten Post

Leichlingen · Nach der Wahl ist vor der Wahl: Die SPD Witzhelden ist direkt nach der Bundestagswahl in den Modus für die Kommunalwahl im September gewechselt. Wichtiges Vorhaben: ein neuer Anlauf zum Kauf der Alten Post durch die Stadt.

Wolfgang Legrand, Yvonne Göckemeyer, Manfred Aust (v.l.) sind sozusagen seit Montag im Wahlkampfmodus für die Kommunalwahl.

Foto: Ines Räpple

Kurz nach der für die Sozialdemokraten ernüchternden Bundestagswahl richtet sich der Fokus der SPD Witzhelden nach vorn: Am 14. September steht in Nordrhein-Westfalen die Kommunalwahl an, und der Ortsverein will wieder stark im Leichlinger Stadtrat vertreten sein. Auf der Jahreshauptversammlung der Witzheldener am 10. März sollen Ratsmitglied und Vorsitzende Yvonne Göckemeyer und die derzeitigen Sachkundigen Bürger Wolfgang Legrand, Jerome Schaumann und Robert Schilling nominiert werden. Mit 75 Jahren und nach bald 36 Jahren im Rat tritt Manfred Aust nicht erneut an und zieht sich in den Hintergrund als so genannter Huckepack – Ersatz für einen Witzhelden-Vertreter – für den Wahlkreis 16 zurück. „Ich habe schon damit gedroht, dass ich im Bezirksausschuss und im Jugendhilfeausschuss bleibe, nur die Ratssitzungen erspare ich mir“, sagt er lachend.

„Wir wollen eine Verjüngung und eine gute Mischung von Jung und Alt, erfahren und nicht so erfahren“, erläutert die 61-jährige Göckemeyer, die seit 2020 Ratsmitglied ist. Wolfgang Legrand (71) kandidiert auch im Kreis und „will noch eine Legislaturperiode mitgestalten“. Schaumann musste sich vor fünf Jahren nach einer Legislatur aus dem Rat verabschieden, für Schilling wäre es die erste Amtszeit im Rat.

Bei der Zwischenbilanz und einem Ausblick auf die nächsten Monate fehlte die junge Garde wegen beruflicher Verpflichtungen beziehungsweise Krankheit. Das sind die Themen, die die SPD Witzhelden vorantreiben will:

Alte Post Seit zehn Jahren verfällt das denkmalgeschützte Gebäude zunehmend, damals hat die letzte Gastronomin, Maria Hoffmann, die Gaststätte an einen Investor verkauft. Der Antrag, dass die Stadt die Immobilie kauft, wurde 2021 bereits einmal im Stadtrat abgelehnt. Nun startet die SPD Witzhelden einen neuen Versuch in Absprache mit dem Verkehrs- und Verschönerungsverein. Der VVV Witzhelden wolle die Kosten für eine denkmalgerechte Sanierung mithilfe von Fördermitteln zu 90 Prozent abdecken und begleiten und die anschließende Bewirtschaftung/Nutzung in einem Genossenschaftsmodell ermöglichen. „Die Anträge zur Förderung kann nur der Eigentümer stellen, darum muss die Stadt das Haus kaufen“, betont Göckemeyer und ist zuversichtlich für die Zeit nach der Sanierung. „Der Betrieb als Genossenschaft sollte dann laufen. Man weiß ja, dass in Witzhelden alle an einem Strang ziehen.“ Die Kosten schätzt die Ratsfrau auf knapp 200.000 Euro inklusive Nebenkosten.

Barrierearmut Die SPD-Fraktion beantragt „Arbeiten zur Erreichung von Barrierearmut im Ortskern Witzhelden und im Stadtzentrum Leichlingen“. Auf die zahlreichen Problemstellen hat Göckemeyer zueltzt eine Frau hingewiesen, deren Tochter im Rollstuhl sitzt. Im Antrag wird der Bechhauser Weg als Beispiel genannt, wo die Grauwackesteine an der Gehwegabsenkung schadhaft seien.

Wertstoffhof Die SPD aus dem Höhendorf setzt sich dafür ein, dass die Witzheldener an allen Öffnungstagen zur Abgabe zum Wertstoffhof in Hilgen fahren können und nicht nur samstags. Der Weg sei kürzer als nach Leichlingen, und alle Höfe würden unter dem Dach des BAV laufen.

Bebauungsplan Bereits im vergangen Juli hat die SPD einen Bebauungsplan für den Ortskern Witzhelden beantragt. Hintergrund ist die immer noch unfertige Denkmalsatzung. „Wir haben Angst, dass es nichts mehr zu schützen gibt, wenn wir warten, bis die fertig ist“, sagt das SPD-Trio. Das Problem ist eine unbesetzte Stelle bei der Bezirksregierung. Die erwarteten „Umwälzungen“ im historischen Ortskern und in angrenzenden Bereichen sollen im städtebaulich geordneten Bahnen verlaufen, wie es im Antrag heißt. Als Beispiel nennt Manfred Aust den Kirmesplatz, wo gegen die Bebauung eines Investors inzwischen vor dem Verwaltungsgericht geklagt wird. „Manche Investoren haben kein Gefühl für Maßstäblichkeit“, sagt Göckemeyer, „das hören wir aus allen Fraktionen.“

Blick durch eines der Fenster der Alten Post. Hier wartet viel Arbeit.

Foto: Ines Räpple

Tempo 30 Der Lückenschluss im Ortskern – und in der Innenstadt – beim Tempolimit soll ebenfalls erneut angepackt werden. „Regelmäßig werden wir darauf angesprochen, dass grade ältere Leute die Straße nicht alleine überqueren können“, berichten Göckemeyer und Aust. Allerdings ist Straßen NRW für die Landstraßen zuständig, die in den Ort münden und hat das schonmal angelehnt. „Durch eine Novellierung können sie aber nun großzügiger sein und auch Schulwege mit einbeziehen.“

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