Im zweiten gang anfahren oder doch den vierten gleich überspringen? Das bedeutet das schnelle Schalten für den Motor und die Spritkosten.

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Auch wenn der Anteil an Neuwagen mit Automatikgetriebe stetig wächst, greifen auf deutschen Straßen nach wie vor Millionen Autofahrer selbst zum Schalthebel. Angesichts hoher Kraftstoffpreise suchen viele nach Wegen, ihren Verbrauch zu senken. Eine Methode sorgt dabei regelmäßig für Diskussionen: Darf man Gänge beim Beschleunigen einfach überspringen oder ruiniert das die Mechanik? Das Techportal „Chip“ ist der Frage nachgegangen.
Die Antwort fällt weitgehend beruhigend aus. Das Auslassen einzelner Fahrstufen beim Hochschalten soll modernen Schaltgetrieben laut dem Portal in der Regel nicht schaden, wenn es korrekt ausgeführt wird. Gleichzeitig könne die Fahrweise dabei helfen, etwas Kraftstoff zu sparen – der genaue Effekt hänge von Fahrzeug und Motorisierung ab.
Zügig beschleunigen und Drehzahl senkenDer Grund für den Spareffekt liege im Zusammenspiel von Beschleunigung und Drehzahl. Das häufige Beschleunigen – besonders im Stadtverkehr – verbrauche nach Angaben von „Chip“ besonders viel Energie. Autofahrer sollten deshalb zügig auf das gewünschte Reisetempo kommen und danach möglichst in einem hohen Gang bei niedriger Drehzahl rollen.
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Genau hier setze das Überspringen an: Wer innerorts etwa im ersten und zweiten Gang anfahre und nach dem Beschleunigen direkt in den fünften Gang wechsle, senke die Motordrehzahl je nach Fahrzeug auf rund 1500 Umdrehungen pro Minute oder etwas mehr. Nach Empfehlungen des ADAC sollten Autofahrer ohnehin flott beschleunigen und bereits bei Drehzahlen von etwa 2000 Umdrehungen pro Minute hochschalten. Mit einer insgesamt verbrauchsbewussten Fahrweise ließen sich laut ADAC durch verschiedene Maßnahmen bis zu 20 Prozent Kraftstoff einsparen.
Warum das Getriebe heil bleibtSchaltgetriebe seien robuster konstruiert als vor einigen Jahrzehnten. Ein übersprungener Gang führe damit selten zu ungleichmäßigem Verschleiß noch zu Schäden. Im Gegenteil: Jeder vermiedene Schaltvorgang reduziere die Beanspruchung der Kupplung.
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Aufpassen müssten Fahrer lediglich bei kaltem Motor, so „Chip“. Solange das Triebwerk nicht warmgelaufen sei, sollten hohe Drehzahlen beim Beschleunigen vermieden werden. Ein echtes Risiko bestehe nach Einschätzung von „Chip“ vor allem beim Herunterschalten. Wer bei hohem Tempo versehentlich vom sechsten in den zweiten Gang wechsle, riskiere schädlich hohe Drehzahlen.
sf
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