Luke Littler gilt derzeit als der Maßstab im Darts. Für viele Gegner beginnt die mentale Herausforderung bereits vor dem ersten geworfenen Pfeil. Ex-Weltmeister Rob Cross weiß jedoch aus eigener Erfahrung, wie man einen Ausnahmespieler auf der großen Bühne bezwingen kann.

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Luke Littler gilt derzeit als der Maßstab im Darts. Für viele Gegner beginnt die mentale Herausforderung bereits vor dem ersten geworfenen Pfeil. Ex-Weltmeister Rob Cross weiß jedoch aus eigener Erfahrung, wie man einen Ausnahmespieler auf der großen Bühne bezwingen kann.
Schließlich schlug er bei seinem WM-Triumph 2018 nacheinander Michael van Gerwen und Phil Taylor. Der Schlüssel zum Erfolg sei nicht, den Favoriten dauerhaft zu übertreffen, sondern geduldig auf die wenigen sich bietenden Chancen zu warten.
"Man bekommt gegen solche Spieler deutlich weniger Möglichkeiten als gegen andere Gegner. Deshalb musst du jede einzelne nutzen und versuchen, sie in eine Situation zu bringen, in der sie sich unwohl fühlen", wird Cross von "dartsnews.com" zitiert.
Nach Ansicht des Engländers liegt genau darin der Unterschied, wenn man gegen Ausnahmekönner wie Littler oder früher Van Gerwen und Taylor antritt. Cross vergleicht Duelle mit Van Gerwen mit einem langen Ballwechsel im Tennis.
"Früher war es gegen Michael wie ein Tennismatch. Du spielst den Ball zurück, bestehst den Test, dann kommt der nächste Ball und du musst wieder die richtige Antwort finden", erklärte Cross.
"Dann muss man zuschlagen"Deshalb sei es entscheidend, auch dann im Spiel zu bleiben, wenn der Gegner sein höchstes Niveau erreicht. "Manchmal reicht ein einziger Dart in einem Leg, um es zu gewinnen. Verpasst du diesen, kann das Match schnell außer Kontrolle geraten. Man muss an ihm dranbleiben und sich so tief wie möglich hineinbeißen", so der Engländer.
Für Cross entscheidet sich ein Spitzenspiel nicht nur auf dem Scoreboard, sondern vor allem im Kopf. Gelingt es, den Favoriten ins Grübeln zu bringen, könne sich ein Match komplett drehen. "Wenn du ihn nervös machen oder zum Nachdenken bringen kannst, dann entstehen Chancen."
Gerade in engen Partien steige der Druck mit jedem Leg. Selbst Spieler, die normalerweise nahezu fehlerfrei agieren, würden dann beginnen, über jeden einzelnen Wurf nachzudenken. "Wenn das Spiel in die Verlängerung geht und immer enger wird, musst du genau dort zuschlagen."
Cross sieht trotz Littlers Dominanz durchaus Möglichkeiten für die Konkurrenz. Vor allem in Turnieren mit kürzeren Spielformaten seien Überraschungen eher möglich als in langen Matches. "Es kommen jetzt Turniere mit kürzeren Formaten und Setplay. Das sind komplett andere Wettbewerbe."