Mit den Turnieren in Neuseeland und Australien macht die World Series of Darts in diesem Monat wieder Station auf der Südhalbkugel. Allerdings fehlen mit Weltmeister Luke Littler, Luke Humphries und Michael van Gerwen gleich drei der größten Stars. Für Ex-Profi Vincent van der Voort ist das kein Zufall, sondern ein Zeichen für das nachlassende Interesse der Topspieler an der Turnierserie.

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Mit den Turnieren in Neuseeland und Australien macht die World Series of Darts in diesem Monat wieder Station auf der Südhalbkugel. Allerdings fehlen mit Weltmeister Luke Littler, Luke Humphries und Michael van Gerwen gleich drei der größten Stars. Für Ex-Profi Vincent van der Voort ist das kein Zufall, sondern ein Zeichen für das nachlassende Interesse der Topspieler an der Turnierserie.
Im Podcast "Darts Draait Door" erklärte der Niederländer, dass die Reisen nach Australien und Neuseeland früher deutlich begehrter gewesen seien. "Vor zehn Jahren waren die Spieler noch richtig enttäuscht, wenn sie nicht nominiert wurden", sagte Van der Voort. Damals habe die Tour noch drei Turniere umfasst und den Profis die Möglichkeit geboten, Sport und Urlaub miteinander zu verbinden.
"Michael van Gerwen hat sich damals Sehenswürdigkeiten angeschaut und die Reise genossen. Heute muss die PDC die Spieler regelrecht überreden, überhaupt mitzufliegen", so der 49-Jährige.
Van der Voort hinterfragt deshalb auch den ursprünglichen Sinn der World Series. Die Turnierserie sollte den Dartsport weltweit etablieren und neue Märkte erschließen. Aus seiner Sicht sei dieses Ziel jedoch kaum erreicht worden.
"Vor zehn Jahren dachte ich, daraus würden irgendwann Ranglistenturniere entstehen und der Sport würde international wachsen. Tatsächlich hat sich aber kaum etwas verändert – eher das Gegenteil", erklärte der Niederländer.
Absagen verständlichDie Absagen von Littler, Humphries und Van Gerwen bleiben für die Organisatoren dennoch ein Problem. Für Van der Voort liegt der Grund ohnehin nicht am Geld. Die Spitzenspieler seien während der Saison nahezu ständig unterwegs und würden ihre freien Wochen bewusst anders nutzen. So verbringt Littler seine Pause derzeit lieber in den USA – unter anderem in Freizeitparks.
"Ich kann verstehen, dass ihm das mehr Spaß macht als die lange Reise nach Australien. Es geht nicht ums Geld, sondern einfach darum, worauf man Lust hat", sagte Van der Voort mit einem Augenzwinkern. Für den weiteren Saisonverlauf hat er dennoch einen Wunsch: "Hoffentlich fasst Luke im Urlaub keine Darts an. Dann wird der Herbst vielleicht etwas spannender."