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Mehr Orientierung: Neuer Wartebereich soll Notaufnahme entlasten

Дата публикации: 17-09-2026 04:00:00




Ein neuer Anmelde- und Wartebereich im St.-Bernhard-Hospital setzt auf Ruhe, Orientierung und erste Diagnostik zu Stoßzeiten. Warten bleibt dennoch nötig.



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Mehr Orientierung Neuer Wartebereich soll Notaufnahme entlasten

17.09.2026 · 06:00 Uhr

Chefarzt Oleg Volovitch, die Pflegefachkräfte Süeda Tezcan und Carola Moises sowie die pflegerische Bereichsleitung Rebecca Juretzka im neuen Anmelde- und Wartebereich der Notaufnahme.

Chefarzt Oleg Volovitch, die Pflegefachkräfte Süeda Tezcan und Carola Moises sowie die pflegerische Bereichsleitung Rebecca Juretzka im neuen Anmelde- und Wartebereich der Notaufnahme.

Foto: St.-Bernhard-Hospital Kamp-Lintfort

Kamp-Lintfort · Ein neuer Anmelde- und Wartebereich im St.-Bernhard-Hospital setzt auf Ruhe, Orientierung und erste Diagnostik zu Stoßzeiten. Warten bleibt dennoch nötig.

Die Modernisierung der Notaufnahme im St.-Bernhard-Hospital geht weiter: Nach einem neuen, separaten Eingang für eine „besser strukturierte Patientenzuleitung“ und einem weiteren Schockraum für die Notfallversorgung ist in den vergangenen Wochen auch ein komplett neu gestalteter Anmelde- und Wartebereich entstanden. „Ziel war es, sowohl eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität für Patientinnen und Patienten als auch eine Optimierung von organisatorischen Abläufen zu schaffen“, teilte das Krankenhaus mit. „Damit verbessert das St.-Bernhard-Hospital nach eigenen Angaben weiter die Rahmenbedingungen für eine moderne und qualitativ hochwertige Notfallversorgung“.

Wohnzimmeratmosphäre

Entstanden sei ein Raum mit Wohnzimmeratmosphäre, so das Krankenhaus weiter: „Gepolsterte Stühle, Grünpflanzen, Akustikpaneele, ein Wasserspender und dezente Duftstoffe schaffen eine freundlichere und ruhigere Umgebung. Auch ein Fernseher, auf dem künftig ruhige Naturfilme gezeigt werden, soll zur Entspannung beitragen.“

„Wir sind nicht perfekt, aber wir möchten uns immer einen Schritt weiterentwickeln“, sagte der Chefarzt der Klinik für Akut- und Notfallmedizin, Oleg Volovitch. „Warum soll sich ein Wartezimmer wie ein Wartezimmer anfühlen? Wir wollten es anders machen.“ Denn gerade Patientinnen und Patienten in der Notaufnahme seien aufgrund akuter Symptome oft verunsichert und hätten ein besonderes Bedürfnis nach Wohlbefinden, Orientierung, Information und medizinischer Sicherheit. All das soll auch die Neugestaltung des Anmelde- und Wartebereichs vermitteln.

Leuchtende Hinweisschilder

Zur besseren Orientierung für Patientinnen und Patienten sowie Angehörige wurde auch die Anmeldung in das neue Konzept einbezogen: Leuchtende Hinweisschilder informieren darüber, ob Patientinnen und Patienten eintreten, klingeln oder kurz warten müssen. Auch personell hat das St.-Bernhard-Hospital die Notaufnahme verstärkt, um insbesondere zu den Stoßzeiten bei Bedarf bereits erste diagnostische Maßnahmen wie Laboruntersuchungen oder EKG-Untersuchungen einzuleiten.

Der Gedanke für die Neugestaltung entstand in einer Arbeitsgruppe. Insbesondere Mitarbeitende der Notaufnahme selbst konnten eigene Ideen einbringen. Das Konzept kommt an. „Wir wurden bereits von Angehörigen gefragt, wo es die dekorativen Blumen gibt, die das Wartezimmer schmücken – ein Zeichen dafür, dass die Gestaltung nicht nur auffällt, sondern offenbar auch gefällt“, berichtete Rebecca Juretzka, pflegerische Bereichsleitung der Notaufnahme.

„Wir behandeln alle gleich, aber nicht alle gleichzeitig“

Eines aber könne auch ein neu gestalteter Anmelde- und Wartebereich nicht ändern: In einer Notaufnahme werde es Situationen geben, in denen Menschen warten müssen. „Wir können Wartezeiten nicht verhindern, aber wir können sie angenehmer gestalten“, sagte Juretzka. Denn in einer Notaufnahme gilt: „Wir behandeln alle gleich, aber nicht alle gleichzeitig.“

Dabei gilt das in Notaufnahmen übliche Triage-System. Das bedeutet, dass sich die Reihenfolge der Patientinnen und Patienten nach der medizinischen Dringlichkeit richtet, nicht nach dem Zeitpunkt der Anmeldung. So kann es sein, dass Patientinnen und Patienten, die sich später in der Notaufnahme angemeldet haben, früher behandelt werden – aufgrund einer womöglich schwerwiegenderen Erkrankung oder Verletzung. Zum besseren Verständnis für diese Regelung weist ein großes Schild im Wartebereich darauf hin.

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