Rund um den Würzbacher Weiher ließ Reichsgräfin Marianne von der Leyen einst eine Parklandschaft mit Schlössern errichten. Heute führt ein fünf Kilometer langer Rundweg an den erhaltenen Bauten vorbei. Alle Infos zur Strecke.
Blieskastel · Rund um den Würzbacher Weiher ließ Reichsgräfin Marianne von der Leyen einst eine Parklandschaft mit Schlössern errichten. Heute führt ein fünf Kilometer langer Rundweg an den erhaltenen Bauten vorbei. Alle Infos zur Strecke.
13.08.2026 , 15:11 Uhr
Der Würzbacher Weiher ist ein beliebtes Naherholungsgebiet im Saarpfalz-Kreis. Ein Wanderweg beim Weiher bietet dabei sogar noch eine kleine Zeitreise.
Foto: Christine FunkHeute sind es Spaziergänger, Familien mit Kindern, Hundebesitzer und Naturliebhaber, die den Würzbacher Weiher für eine kleine Auszeit im Saarpfalz-Kreis nutzen. Vor mehr als 200 Jahren sah es dort allerdings ganz anders aus. Reichsgräfin Marianne von der Leyen hatte die Landschaft für sich entdeckt und ließ rund um den Weiher eine Parklandschaft mit Schlössern, Landhäusern und kleinen Lustbauten entstehen.
Der Würzbacher Weiher galt bereits im 18. Jahrhundert als eine der schönsten Landschaften der damaligen Leyenschen Grafschaft. Marianne von der Leyen wählte den Ort zu ihrem Sommersitz. Zwischen 1781 und 1791 entstand auf ihre Initiative eine abwechslungsreiche Parklandschaft. Von der einstigen Pracht ist heute noch ein Teil erhalten. Bereits 1793, kurz nach ihrer Fertigstellung, wurde die Anlage durch einmarschierende französische Revolutionstruppen zerstört.
Dennoch lässt sich die Geschichte rund um den Weiher noch heute entdecken. Der etwa fünf Kilometer lange Rundwanderweg führt unter anderem direkt an zwei erhaltenen Bauten des einstigen Schlossensembles vorbei, am Annahof und am sogenannten Roten Bau.
Der Annahof, auch „Runder Bau“ genannt, entstand um 1788. Das Gebäude war als Ökonomiegut gedacht und diente der Gräfin als Aufenthaltsort für Ausflüge. Für längere Aufenthalte war es dagegen nicht vorgesehen. Heute beherbergt der historische Bau ein Restaurant und ein kleines Hotel.
Auf der gegenüberliegenden Seite des Sees liegt der Rote Bau, das frühere Schloss Monplaisir. Das Landhaus wurde 1785/86 errichtet. Zum einstigen Ensemble der Niederwürzbacher Schlösser gehörte außerdem Schloss Philippsburg. Der bedeutendste Bau der Anlage existiert heute nicht mehr.
Auch das Gut Junkerwald gehört zu den markanten Bauwerken rund um den See. Es wurde 1903 vom Königlich-Bayerischen Hofrat Dr. Karl Ehrhardt angelegt. Das Gut liegt auf einer Anhöhe der in den Weiher ragenden Halbinsel und ist von einem kleinen Park umgeben.
Die rund fünf Kilometer lange Strecke um den See verläuft weitgehend eben und bietet zahlreiche Möglichkeiten für eine Rast. Auch Hunde kommen auf ihre Kosten: An vielen Stellen können sie ans Wasser gelangen und sich erfrischen. Baden ist im Würzbacher Weiher allerdings nicht erlaubt.
Beim Weiher gibt es ein Beachvolleyball-Feld neben einer Liegewiese und einem Spielplatz. Daneben ist ein Biergarten.
Foto: Christine FunkFür Abwechslung sorgen die Anlagen rund um die Liegewiese. Neben einem Biergarten gibt es einen Kinderspielplatz, ein Fußballtor, eine Tischtennisplatte und ein Beach-Volleyballfeld. Auch die große Liegewiese lädt zum Verweilen ein. Wer mit dem Wohnmobil unterwegs ist, kann zudem einen der zehn Stellplätze nutzen. (cla/sve)