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Bayern hustet und schnieft: „Der Kälteeinbruch steht noch bevor“ – Arzt erklärt, was jetzt das Wichtigste ist

Дата публикации: 07-10-2026 04:30:00

Der Sommer ist vorbei, der Herbst beginnt. Das heißt auch, dass die Erkältungswelle da ist. Und vor allem der kommende Wetterumschwung macht’s den Viren leicht.

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Stand: 07.10.2026, 06:30 Uhr

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Frau liegt mit Grippe auf dem Sofa

Die Nase läuft, der Hals tut weh: Viele leiden derzeit unter Erkältungssymptomen. ©  IMAGO

Der Sommer ist vorbei, der Herbst beginnt. Das heißt auch, dass die Erkältungswelle da ist. Und vor allem der kommende Wetterumschwung macht’s den Viren leicht.

München – Die Wiesn ist vorbei, doch die Krankheitswelle rollt gerade erst an. Denn kaum ist die letzte Mass ausgetrunken, husten und keuchen die Münchner und das gesamte Umland. Ja, das Oktoberfest mit seinen vielen oft dicht gedrängten Besuchern aus aller Welt ist nun mal auch ein Umschlagplatz für Viren aller Art. Auch deswegen schwappt jetzt eine erste Krankheitswelle durch Bayern. Der große Test fürs Immunsystem steht allerdings noch bevor – wenn es jetzt auch noch nass und kalt wird.

Dass die Münchner die Winthir-Apotheke am Rotkreuzplatz derzeit verstärkt aufsuchen, ist zu dieser Zeit keine Überraschung. „Das ist jedes Jahr so“, sagt der Inhaber und Apotheker Dr. Hermann Vogel. Besonders gefragt sind aktuell Medikamente zur Behandlung von Erkältungssymptomen bis hin zu Antibiotika.

Nach der Wiesn: Erkältungswelle in Bayern

Ob jemand Corona hat oder nicht, spielt mittlerweile nicht mehr die große Rolle bei den Erkrankten, beobachtet Vogel. Zwar hätten viele typische Symptome wie Hals- und Kopfschmerzen, getestet werde auf das Virus aber kaum noch. Auch ließen sich immer weniger gegen Covid impfen, sagt Vogel. „Viele haben es unbemerkt.“

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Dr. Hermann Vogel von der Winthir-Apotheke am Rotkreuzplatz. © Klaus Haag

Ähnliches beobachtet Hausarzt Dr. Oliver Abbushi aus Deisenhofen im Kreis München. Auch wenn die Corona-Tests nur noch selten genutzt werden, spielt das Virus im Herbst wieder eine Rolle. Das zeigt unter anderem das Abwasser-Monitoring Bay-VOC des Landesamts für Gesundheit. Bayernweit steigt hier die Kurve bei der Coronavirenlast. In München, Freising oder Berchtesgaden etwa hat das Virus schon das zweithöchste Aktivitätslevel erreicht. Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) testet für das Monitoring etwa zweimal wöchentlich das Abwasser bayerischer Kommunen auf die Viruslast, zusätzlich werden regelmäßig die SARS‑CoV‑2‑Varianten bestimmt.

Nach der Wiesn: Auch Coronafälle steigen wieder

Dass die Coronalast zuletzt wieder angestiegen ist, „war zu erwarten“, sagt Dr. Abbushi. Welche Variante dabei derzeit im Umlauf ist, spiele eigentlich „keine große Rolle mehr“, sagt Abbushi. Denn die Unterschiede sind nicht groß. Aber Corona ist seiner Erfahrung nach auch ein Vorbote für weitere Wellen: Denn danach komme meist die Grippewelle. Das gute Wetter der vergangenen Wochen mit viel Sonne und hohen Temperaturen habe die große Krankheitswelle noch abgeschwächt und verzögert. „Der Kälteeinbruch steht noch bevor“, sagt Abbushi. Das dürfte bereits in den kommenden Tagen der Fall sein. Dann nehmen die Viren richtig Fahrt auf – sobald es kalt und regnerisch wird.

Hausarzt Dr. Oliver Abbushi aus Deisenhofen

Hausarzt Dr. Oliver Abbushi aus Deisenhofen © privat

Davon geht auch Apotheker Vogel aus. Was ihm außerdem auffällt: Die Krankheitsverläufe sind teilweise weniger stark. Das liegt seiner Ansicht unter anderem daran, dass das Immunsystem wieder trainierter ist im Vergleich zu den Wintern, als die Menschen noch ständig Masken trugen. „Es haut die Leute nicht ganz so aus der Bahn.“

Sport, Vitamine und viel Schlaf: So schützen Sie sich vor Erkältungen

Die Symptome von Corona und Influenza sind derweil teilweise ähnlich. Corona beginnt aber klassischerweise mit einem Halskratzen, erklärt Abbushi. Influenza geht zum Beispiel mit starkem Fieber und Schüttelfrost einher. Bei RSV, einer weiteren Atemwegserkrankung, sind die Symptome vor allem Husten und Fieber. Momentan ist die Virusaktivität jedoch sowohl von RSV als auch von Influenza im Abwassermonitoring noch sehr niedrig.

Vorbeugen kann man im Alltag aber trotzdem schon jetzt: Regelmäßig Hände desinfizieren, Stoßlüften – etwa im Büro, wenn Kollegen erkältet sind –, mindestens dreimal die Woche 30 Minuten Sport machen, viele Vitamine zu sich nehmen und ausreichend Schlaf – zu all dem rät Hausarzt Abbushi. Sollte das alles nicht helfen, bleibt doch nur der Gang zur Apotheke. „Wir haben alles da“, sagt Vogel.

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