Burgen, Wein und Erholung – ein Ausflug über die nördliche Landesgrenze lohnt sich für einen Herbsturlaub. Welche Ausflugsziele für Saarländer ganz in der Nähe liegen.
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19.09.2026 , 09:10 Uhr
Herbsturlaub an der Mosel und Saar – diese Orte locken Saarländer aus ihrem Bundesland
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Lange hat es gedauert, doch so allmählich kehrt der Herbst im Saarland und der Region ein. Für diejenigen, denen es im Sommer schlicht zu warm war, kommt nun wohl die perfekte Zeit, um endlich in den Urlaub zu fahren. Dabei muss die Reise nicht immer lang sein. Kurzentschlossene finden auch kurz hinter der Saarland-Grenze in Rheinland-Pfalz schöne Orte, die sich für einen Herbsturlaub – oder Tagestrip – perfekt eignen.
Neben der Weinstraße in der angrenzenden Pfalz mit schönen Orten wie Neustadt an der Weinstraße oder St. Martin, sticht vor allem die ähnlich durch den Weinbau geprägte Region um die Mosel heraus. Die Landkreise Trier-Saarburg und Bernkastel-Wittlich, die direkt an das Saarland angrenzen, bieten zahlreiche Möglichkeiten für einen schönen Herbsturlaub. Wer mit dem Auto anreist, braucht oftmals weniger als anderthalb Stunden.
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Die Stadt Saarburg (Landkreis Trier-Saarburg) ist vor allem für Urlauber aus dem Kreis Merzig-Wadern nur einen Katzensprung entfernt. Von Merzig aus dauert eine Autofahrt nur circa 30 Minuten – von Mettlach bei guter Verkehrslage sogar nur 20 Minuten. Doch auch sonst ist der Weg vertretbar: Saarbrücker fahren beispielsweise rund eine Stunde, Homburger eine Stunde und 15 Minuten.
Die Tourismus Zentrale Saarland bezeichnet den Saar-Ort als „‚Klein Venedig‘ zwischen Saar und Obermosel“. In der gemütlichen Innenstadt gibt es einen 20 Meter hohen Wasserfall, der im Zuge der Umleitung des Leukbachs, ein Nebenfluss der Saar, durch die Stadt im 11. oder 12. Jahrhundert kreiert wurde.
Die Burg Saarburg, eine Ruine einer Höhenburg, die Graf Siegfried von Luxemburg im 10. Jahrhundert erbauen ließ, thront als Wahrzeichen über der Stadt. Daneben gibt es in Saarburg die Möglichkeit, die Stadt mittels Führungen zu erkunden. Neben gewöhnlichen Führungen gibt es auch solche, die ein bestimmtes Thema haben – wie zum Beispiel „Der Kurfürst, seine Burg und der Saarwein“.
Im Moseltal befindet sich die Stadt Bernkastel-Kues (Landkreis Bernkastel-Wittlich). Der Ort ist von Saarbrücken etwa eine Stunde und 20 Minuten entfernt. Das Wahrzeichen der Stadt ist die Ruine der Burg Landshut, die über der Stadt thront. Dort gibt es das Restaurant Burg Landshut, das einen atemberaubenden Blick über den idyllischen Mosel-Ort bietet. Der Website der Stadt Bernkastel-Kues zufolge ist sie nur eine halbe Stunde vom historischen Marktplatz entfernt.
Apropos: Der Marktplatz befindet sich in der historischen Altstadt im Bernkasteler Stadtteil. Das Areal erinnert mit seinen vielen Fachwerkhäusern an das Gerberviertel „Petite France“ in Straßburg. In der historischen Altstadt von Bernkastel gibt es viele Restaurants, Souvenirläden und (Eis)-Cafés, die bei herbstlichem Wetter zum Verweilen einladen. Die schöne Altstadt macht einen Ausflug allein schon für einen Spaziergang durch die Altstadt lohnenswert.
Auf der gegenüberliegenden Stadtseite finden Urlauber einen Ort zu Erholung. Weit oben auf dem Kueser Plateau liegt der Kurpark, der erst vor wenigen Jahren erneuert wurde. Dort präsentiert sich eine schöne Parkanlage mit allerlei Verweilmöglichkeiten, Tieren, einem Fußballfeld und mehr, in direkter Nähe des Kurgastzentrums. Wenige Gehminuten entfernt gibt es den sogenannten „Skywalk“, eine Aussichtsplattform, die einen tollen Ausblick über das Moseltal bietet.
Mit Traben-Trarbach gibt es einen weiteren vielseitigen Urlaubsort im Kreis Bernkastel-Wittlich. Die Stadt ist etwa anderthalb Stunden von Saarbrücken entfernt. Die Innenstadt ist von vielen Jugendstil-Gebäuden geprägt. Besonders eindrucksvoll gestaltet sich dabei das Tor der Brücke, die die beiden Ortsteile verbindet. Das vom Berliner Architekten Bruno Möhring um 1900 entworfene Bauwerk befindet sich kurz vor der Trarbacher Altstadt. Saar-Urlauber finden dort unter anderem Restaurants und viele Weingüter.
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Die Stadt, die in der Regel weniger überlaufen ist als Bernkastel-Kues, kann ebenfalls mit einer Burg punkten. Die Burgruine der Grevenburg liegt hoch oben auf der Trabener Stadtseite. Wer keine Höhenangst hat, kann dort ein besonderes kulinarisches Erlebnis haben. Denn oben auf der Burgruine gibt es mit dem „Griffin’s“ ein Restaurant genau auf der Burg. Bei schönem Wetter bietet die Außengastronomie einen Ausblick über das gesamte Tal.
Beim außerhalb gelegenen „Mosel Adventure Forest – Kletterwald Mont Royal“ gibt es noch in der aktuell laufenden Saison bis 1. November allerlei Kletterspaß. Dazu hat Traben-Trarbach noch ein ganz besonderes Museum. In der Mosel-Stadt befindet sich das Buddha-Museum. „Traben-Trarbach ist der Heimatort einer einzigartigen Buddha-Sammlung, welche mit einer Ausstellung im Moseltal die faszinierende Welt des Buddhismus beleuchtet, erforscht und hinterfragt“, schreibt die Stadt auf ihrer Website. In der Saison bis zum 1. November können Besucher sich mehr als 2.000 Exponate auf der 4.000 Quadratmeter großen Ausstellungsfläche anschauen. Das Museum befindet sich in der alten Jugendstil-Weinkellerei „Julius Kayser“, die auch von Bruno Möhring erbaut wurde.
Gerade der Landkreis Bernkastel-Wittlich ist voller schöner kleiner Mosel-Orte, für die sich ein Ausflug lohnt. Sie alle zu erwähnen, würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Die umliegenden Ortschaften zu erkunden, lohnt sich aber in jedem Fall. Beispielsweise lockt Zeltingen-Rachtig mit seinen vielen schönen Weingütern und Urlaubsflair direkt an der Mosel. Direkt neben Traben-Trarbach liegt der kleine Urlaubsort Kröv mit vielen Gastgebern, die in direkter Nähe der Stadt eine entspannte Unterkunft ermöglichen.
Wer von den Burgen in Saarburg, Bernkastel-Kues und Traben-Trarbach noch nicht genug bekommen hat, sollte sich unbedingt die Manderscheider Burgen in Manderscheid anschauen. Daneben gibt es viele Campingplätze an den Moselorten im Landkreis Bernkastel-Wittlich.
Weitere Informationen zum touristischen Angebot im Kreis Bernkastel-Wittlich finden Sie online unter anderem bei der Mosellandtouristik GmbH. Die Websites der jeweiligen Orte bieten weitere Informationen zum Angebot vor Ort.
Das wohl bekannteste Ausflugsziel in der Urlaubsregion ist Deutschlands älteste Stadt Trier. Das Ballungszentrum an der Mosel lockt das ganze Jahr über Menschen aus dem Saarland, von der Mosel, der Eifel, aus Luxemburg sowie weiteren europäischen Nachbarländern an. Der geschichtsträchtige Ort mit seinen zahlreichen römischen Bauwerken, wie der bekannten Porta Nigra, dem Amphitheater oder den Kaiserthermen, ist gleichzeitig Geburtsort von Karl Marx und Standort des Bistums Trier. Die kulturelle Bedeutung der Stadt ist nicht zu übersehen.
Doch auch abseits davon hat Trier einiges zu bieten. Die mit historischen Bauwerken geschmückte Innenstadt ist voller Geschäfte, Cafés und Restaurants, die sich für einen Ausflug lohnen. Die Moselufer, wie etwa das Zurlaubener Ufer, laden fast das ganze Jahr über Einheimische und Touristen zum Verweilen ein. Viele Bars und Kneipen, zwei Kinos sowie ein paar Clubs garantieren auch allerlei Unterhaltung in den Abendstunden. Gerade wer das Nachtleben in Saarbrücken als „zu viel“ empfindet, findet in Trier ein eher entspannteres Angebot an Weggehmöglichkeiten. Von den meisten Orten im Saarland dauert eine Autofahrt nach Trier eine bis anderthalb Stunden. Mit dem RE1 und RB71 sind Trier und Saarburg auch mit dem Zug an das Saarland angebunden. Am Trierer Hauptbahnhof gibt es Umsteigemöglichkeiten in Busse und Züge in Richtung Bernkastel-Wittlich.