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Längere Sexpausen können Stress und Schlafstörungen bedingen – Arzt verrät, was hilft

Дата публикации: 07-10-2026 15:28:00

Sexlosigkeit in der Partnerschaft ist häufiger als gedacht – Internist Christoph Nitsche zeigt, welche Folgen drohen und was hilft.

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Sexlosigkeit in der Partnerschaft ist häufiger als gedacht – Internist Christoph Nitsche zeigt, welche Folgen drohen und was hilft.

Dr. Christoph Nitsche ist Facharzt für Innere Medizin und Notfallmedizin. Er ist Teil unseres Expertennetzwerks EXPERTS Circle.

Wichtig: Ein erfülltes Leben ohne Sex ist möglich, wenn beide Partner mit der Situation zufrieden sind.

Gesundheitliche Auswirkungen

Sexlosigkeit ist nicht automatisch gesundheitsschädlich. Belastend wird sie vor allem, wenn sie als ungewollt erlebt wird:

  1. Psychisch: Frust, geringeres Selbstwertgefühl, Spannungen in der Partnerschaft.
  2. Körperlich (indirekt): stressbedingte Beschwerden wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen oder Magen-Darm-Probleme.
  3. Positive Effekte regelmäßiger sexueller Aktivität – zum Beispiel kurzfristige Blutdrucksenkung oder leichte Stärkung des Immunsystems – fallen dann weg, lassen sich aber durch Bewegung, ausgewogene Ernährung und Stressmanagement gut ausgleichen.
Rolle der Kommunikation

Offene Gespräche sind der wichtigste Schlüssel, um sexlose Phasen zu überwinden. Wer über Wünsche, Sorgen und mögliche Auslöser spricht, beugt Missverständnissen und Schuldzuweisungen vor. Gemeinsam lassen sich neue Wege zu Nähe und Intimität finden – auch jenseits von Geschlechtsverkehr.

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Wann ärztliche oder therapeutische Hilfe sinnvoll ist
  1. Wenn die Sexlosigkeit anhaltend belastet, zu Konflikten führt oder depressive Verstimmungen auslöst.
  2. Wenn körperliche Probleme wie Schmerzen, Hormonstörungen oder Medikamente als mögliche Ursache infrage kommen.

Hier können Hausarzt, Gynäkologe/Urologe oder spezialisierte Paar- und Sexualtherapeuten klären, ob medizinische oder psychische Faktoren vorliegen.

Mögliche Ursachen für abnehmende Sexualität
  1. Körperlich: Hormonveränderungen (zum Beispiel Wechseljahre), chronische Erkrankungen, Nebenwirkungen von Medikamenten.
  2. Psychisch: Stress im Job oder Familienalltag, Erschöpfung, ungelöste Konflikte, Depressionen oder Angststörungen.
  3. Beziehungsdynamik: mangelnde Zeit zu zweit, schleichende Entfremdung, fehlende Kommunikation.

Fazit: Sexlose Phasen sind in langen Beziehungen nichts Ungewöhnliches. Problematisch wird es erst, wenn sie Leidensdruck erzeugen. Wer sich belastet fühlt, sollte offen mit dem Partner sprechen und bei Bedarf ärztliche oder therapeutische Hilfe suchen. So lässt sich klären, ob körperliche oder seelische Ursachen vorliegen – und wie Nähe und Intimität wieder wachsen können.

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