Der SV Sonsbeck spielt schon am Freitagabend in Ratingen um die nächsten Oberliga-Punkte. Wer den rotgesperrten Julius Paris zwischen den Pfosten ersetzt und wie’s Luca Janßen geht.
15.10.2026 · 09:41 Uhr
Sonsbecks Luca Janßen wurde bei der 0:2-Niederlage gegen den 1. FC Monheim bereits in der 26. Minute ausgewechselt.
Foto: Jakob KlosSonsbeck · Der SV Sonsbeck spielt schon am Freitagabend in Ratingen um die nächsten Oberliga-Punkte. Wer den rotgesperrten Julius Paris zwischen den Pfosten ersetzt und wie’s Luca Janßen geht.
Der SV Sonsbeck hat zuletzt eine empfindliche Heimniederlage in der Fußball-Oberliga Niederrhein kassiert. Gegen den 1. FC Monheim verloren die Rot-Weißen nicht nur das Spiel (0:2), sondern auch ihren Stammtorwart mit Rot. Was Trainer Heinrich Losing zur entscheidenden Szene sagt und wer am Freitag in Ratingen zwischen den Pfosten stehen wird.
Es lief die 54. Minute gegen Monheim, die der Partie im Willy-Lemkens-Sportpark aus Sonsbecker Sicht eine Wendung in die falsche Richtung gab. Philipp Elspaß verschoss einen Strafstoß, praktisch im Gegenzug folgte die Szene des Spiels: SVS-Keeper Julius Paris lässt sich nach einer kurzen Diskussion zu einem Rempler gegen einen Gästeakteur hinreißen. Für Schiedsrichter Maik Heinen ist das zu viel. Er zeigt auf den Elfmeterpunkt und schickt den 25-Jährigen mit glatt Rot vorzeitig unter die Dusche.
„Es war natürlich eine dumme Aktion von Julius, aber ich finde die Schiri-Entscheidung zu hart. Wenn so etwas im Mittelfeld passiert, gibt es dafür wahrscheinlich nur die gelbe Karte. Trotzdem sind wir selber schuld. Es war eine relativ hässliche 54. Minute und veränderte die Statik des Spiels“, sagte Losing. Wie lange Paris gesperrt ist, war am Donnerstagvormíttag noch nicht bekannt.
Für Sonsbecks Coach ist jedoch klar, dass diese 54. Minute nicht darüber hinwegtäuschen darf, was vorher schiefgelaufen war. Hierzu legte er den Finger in die Wunde: „Zum Fußball gehört nicht nur die Mentalität gegen den Ball. Hier kann ich meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir müssen aber besser mit dem Ball sein, vor allem in den Gegenpressing-Momenten. Wir waren mit dem Ball enorm fehlerbehaftet. In dem Spiel war viel mehr möglich.“
Gegen den Vizemeister der vergangenen Oberliga-Saison, Ratingen 04/19, will der SVS nach zwei Niederlagen wieder punkten. Luca Janßen, gegen Monheim bereits in der 26. Minute ausgewechselt, wird hierbei wohl mithelfen können. „Luca hat im Spiel auf einmal keine Luft mehr bekommen. Er hatte wohl etwas abbekommen. Er konnte jedoch schon wieder normal mittrainieren und steht Freitag zur Verfügung“, gibt Losing Entwarnung.
Bleibt noch die Frage, wer Paris während seiner Sperre vertreten wird. Auch hier gibt Losing eine klare Antwort: Jannik Hinsenkamp werde der Startelf angehören. „Jannik wird spielen. Er hat sich immer top verhalten und jetzt seine Einsätze von Anfang an verdient.“
Der kommende Gegner ist schleppend in die neue Saison gestartet und steht nach neun Spieltagen mit erst drei Siegen auf Tabellenplatz acht. Losing zu den Gründen: „Ratingen hat enormes Verletzungspech. Sie haben einen Kader aufgebaut, der gut genug ist, um unter den ersten sechs Teams zu landen. Es wird ein typisches Oberliga-Spiel sein. Es ist für uns immer was drin. Dafür benötigen wir aber wieder eine Topleistung. Wir haben bereits gezeigt, dass wir in der Liga mithalten können. Dafür muss unser Spiel aber besser werden. Ansonsten werden wir keine Chance haben.“
Beim nächsten Flutlichtspiel muss der SVS auf einige Spieler verzichten. Neben den Langzeitverletzten Timo Lehmkuhl und Klaus Keisers sowie dem gesperrten Julius Paris fehlen auch Sebastian Leurs (Trainingsrückstand), Jonny Lu (Zerrung) und Julian Keibel (Oberschenkelprobleme). Anstoß im Ratinger Stadion ist um 20 Uhr.
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